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Pressemitteilung BoxID: 733425 (Ophirum Commodity GmbH)
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Gold zeigt starkem Dollar die Zähne

(PresseBox) (Frankfurt am Main , ) In den vergangenen Quartalen hatte der Anstieg des Dollar den Goldpreis erheblich gedrückt. Zuletzt hat sich dieser Trend aber deutlich abgeschwächt. Damit steigen die Chancen, dass sich die Notierung des Edelmetalls weiter stabilisieren kann.

Kräftige Volatilität beim Goldpreis: Zuerst hatte die Entwicklung in Jemen die Notierung des Edelmetalls deutlich nach oben hüpfen lassen, weil in unsicheren Zeiten das Edelmetall als "sicherer Hafen" begehrt war. Anschließend hatte aber der Dollar deutlich zugelegt, woraufhin der Goldpreis wieder einen Teil der Gewinne abgegeben hat. Ein starker Greenback ist üblicherweise ein spürbarer Belastungsfaktor für Gold, weil sich Investoren nicht gegen einen Verfall des Dollar absichern müssen. Trotz der jüngsten Schwankungen reagiert der Goldpreis seit etlichen Monaten aber immer weniger auf den Anstieg des Dollar als vorher. Obwohl der Dollar-Index, der die Entwicklung des Greenback gegenüber sechs wichtigen Währungen, wie Euro, Yen, britischem Pfund und Schweizer Franken abbildet, seit Ende 2014 um neun Prozent zugelegt hat, notiert Gold ungefähr auf dem gleichen Niveau wie damals. Woran liegt das?

Abwertungswettlauf der Notenbanken

Inzwischen dürfte es etlichen Investoren dämmern, dass nicht etwa der Dollar stark ist, sondern die anderen Währungen, wie der Euro und der Yen, schwach sind, weil die EZB und die japanische Notenbank alles versuchen, um ihre Währungen massiv abzuwerten. Unter den Einäugigen ist der Blinde König. Derweil kühlt sich das Wachstum der US-Wirtschaft dramatisch ab, weil sie die deutliche Verringerung der Liquidität nach dem Ende des dortigen Anleihenkaufprogramms zu spüren bekommt. Wie schwach die Wirtschaft aktuell ist, haben zuletzt die enttäuschenden Zahlen zu den Aufträgen langlebiger Gebrauchsgüter oder den persönlichen Ausgaben der privaten Haushalte eindrucksvoll gezeigt.

US-Wachstum schwächelt

Entsprechend korrigieren die Volkswirte reihenweise ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum drastisch nach unten. Zuletzt haben die Analysten von Goldman Sachs die Prognose für das erste Quartal wegen eines "Fehlers" in der Berechnung von annualisiert 1,2 Prozent auf nur mehr 0,8 Prozent reduziert. "Wir bedauern diesen Fehler", schrieben die Analysten. Sollte das Wachstum im ersten Quartal tatsächlich so mickrig ausfallen wie Goldman Sachs erwartet, hätte es sich dramatisch abgeschwächt, von annualisiert fünf Prozent für das dritte Quartal 2014 über 2,2 Prozent für das vierte Quartal. Die Fed selbst hatte bei der Sitzung am 18. März eingeräumt, dass es zu der vorhergesagten Beschleunigung des Wachstums in diesem Jahr nicht kommen wird. Schlechte Zeiten für die Konjunktur sind üblicherweise aber gute Zeiten für Gold.

Anleger aus der Euro-Zone haben dies bereits deutlich gespürt und vom Gold in Euro kräftig profitiert. Seit Ende 2014 ist das Edelmetall auf Euro-Basis um elf Prozent gestiegen. Gleichzeitig sind die Zinsen für zehnjährige Bundesanleihen auf Rekordtiefs von unter 0,2 Prozent gesunken. Wenn die Zinsen weiter nur eine Richtung kennen und bald schon nicht nur bei den kurzen und mittleren Laufzeiten, sondern auch bei den Langläufern negative Zinsen vorherrschen, dürfte die Nachfrage nach Gold hierzulande zusehends steigen.