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Pressemitteilung BoxID: 906318 (nova-Institut für politische und ökologische Innovation GmbH)
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Der Innovationspreis "Bio-based Material of the Year 2018" geht an Arctic Biomaterials aus Finnland für mit abbaubaren Glasfasern verstärktes PLA

(PresseBox) (Hürth , ) Der zweite Gewinner ist die Cardolite Corporation (USA/Belgien) mit einem auf Cashewnussschalen basierenden Blockiermittel und der dritte Gewinner AIMPLAS (Spanien) mit biologisch abbaubaren Verpackungsnetzen für grüne Bohnen. Der Sonderpreis der Jury ging an Warka Water (USA) für einen bio-basierten Turm, der in trockenen Gebieten Wasser gewinnt.

Der Innovationspreis „Bio-based Material of the Year 2018“ wurde an drei innovative bio-basierte Materialien verliehen. Der Wettbewerb prämiert aktuelle Entwicklungen in der bio-basierten Ökonomie, die im Jahr 2018 am Markt eingeführt werden. Die Gewinner wurden von den Teilnehmern der elften „International Conference on Bio-based Materials“ in Köln gewählt (www.bio-based-conference.com). Sponsor des Preises war wie im Vorjahr die InfraServ GmbH & Co. Knapsack KG, Dienstleister für Anlagenbau und Betreiber des Chemieparks Hürth-Knapsack.

Die jährlich stattfindende „International Conference on Bio-based Materials“ in Köln wird vom nova-Institut (Hürth) veranstaltet und hat sich als weltweiter Treffpunkt für Produzenten bio-basierter Chemikalien und Materialien etabliert. In diesem Jahr trafen sich 205 Teilnehmer aus 22 Ländern, hauptsächlich Experten aus der Chemie- und Kunststoffindustrie, am 15. und 16. Mai in Köln, um sich über die neuesten Entwicklungen der Branche auszutauschen. Zudem präsentierten 21 Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen.

Die Gewinner im Portrait:

Nr. 1: Arctic Biomaterials Oy (Finnland): Abbaubare PLA verstärkt mit Glasfasern, die im Kompost zu harmlosen Mineralien abbauen

ArcBioxTM BGF30-B1 ist eine Polymilchsäure (polylactic acid; PLA), die durch die Nutzung einer Langfaser-Technologie (LFT) mit speziellen, abbaubaren Glasfasern verstärkt wird. Diese Innovation macht es möglich, dass bio-basierte Kunststoffe in technisch anspruchsvollen und langlebigen Anwendungen eingesetzt werden und trotzdem am Lebensende biologisch abgebaut werden können. Die Verstärkung erfolgt durch eine von Arctic Biomaterials Oy (ABM) entwickelte Glasfaser und kann auch für verschiedene andere bio-basierte Polymere verwendet werden. Dieser bio-basierte Verbundwerkstoff reduziert den CO2-Fußabdruck und die Nutzung nicht-erneuerbarer Energien im Vergleich zu fossilen glasfaserverstärkten Kunststoffen drastisch. Das verstärkte PLA ist kompostierbar und mit dem „Keimling“-Zeichen von DIN CERTCO zertifiziert. Mehr Informationen: www.abmcomposite.com

Nr. 2: Cardolite Corporation (USA/Belgien): Blockiermittel aus Cashewnussschalen-Rückständen

NX-2026 ist ein ultrahochreines 3-Pentadeca-Dienylphenol, das kürzlich von Cardolite durch eine verbesserte Prozesstechnologie entwickelt wurde. 3-Pentadeca-Dienylphenol ist die Hauptkomponente des Cashew-Schalenöls, einem erneuerbaren und nicht essbaren Harz, das aus der Fruchtwand der Cashewnuss gewonnen wird. NX-2026 wurde erfolgreich als ungiftiges Isocyanat-(NCO)-Blockiermittel, das als Ersatz für petrochemische Phenole geeignet ist, in den Beschichtungs- und Klebstoffmarkt eingeführt. NCO-Systeme, die mit NX-2026 blockiert sind, bieten eine niedrigere Viskosität und Entblockungstemperatur als vergleichbare Systeme, die mit Phenolen blockiert sind. Darüber hinaus können NX-2026 blockierte NCO-Prepolymere in 2K-Epoxysystemen verwendet werden, um die Haft- und T-Schälfestigkeit zu verbessern und gleichzeitig gute Härtungseigenschaften zu erhalten. Mehr Informationen: www.cardolite.com

Nr. 3: AIMPLAS Instituto Tecnológico del Plástico (Spanien): Bio-basierte und biologisch abbaubare Netze für grüne Bohnen

Ein Verpackungsmaterial, das zu mehr als 80% bio-basiert und nachhaltiger ist als herkömmliche Polyethylennetze, mit ähnlichen Gewichts- und mechanischen Eigenschaften. Das innovative Produkt ist ein biologisch abbaubares Netz für die Verpackung von grünen Bohnen, welches durch reaktive Extrusion und die Kombination verschiedener biologisch abbaubarer Materialien und Additiven entwickelt wurde. Die chemische Modifikation erfolgte durch die Ergänzung von niedermolekularen Einheiten wie z.B. Fettalkoholen, die durch die Fermentation von Zucker aus pflanzlichen Abfällen (Wassermelone) gewonnen werden. Mehr Informationen: www.aimplas.es

Sonderpreis der Jury für das beste “Bio-based Concept of the Year 2018”

Warka Water Inc. (USA): The Warka Water Tower

Das Warka-Wasserprojekt bietet eine alternative Wasserquelle (den Warka-Wasserturm) für die ländliche Bevölkerung, die vor Herausforderungen beim Zugang zu Trinkwasser steht. Der bio-basierte Turm ist 11 m hoch und wiegt nur 80 kg. Die dreieckige Rahmenkonstruktion aus Bambus ist auf Leichtigkeit und Festigkeit optimiert und bietet sowohl Stabilität als auch Robustheit. Im Inneren der Bambusstruktur hängen ein Kunststoffnetz, das bei hoher Luftfeuchtigkeit Wassertropfen (Nebel, Tau) abscheidet und an einen Auffangbehälter weiterleitet. Weiterführende Informationen: www.warkawater.org

Experten bio-basierter Materialien trafen sich in Köln

Die „International Conference on Bio-based Materials“ ist mit mehr als 200 Teilnehmern eine der größten Konferenzen zu bio-basierten Materialien in Europa und ist fokussiert bio-basierte Chemikalien und Kunststoffe sowie nachhaltige Produktlösungen. Internationale Experten aus der Industrie berichten über die neuesten Technologietrends, Marktdaten und Strategien. Die Präsentationen der Konferenz werden in Kürze zur Verfügung stehen.

Das nova-Institut dankt der InfraServ GmbH & Co. Knapsack KG (Deutschland) für das Sponsoring des renommierten Innovationspreises „Bio-based Material of the Year 2018“.

BASF SE (Deutschland) und UPM Biochemicals (Finnland/Deutschland) unterstützen die Konferenz als Silber- und Neste SA (Finnland/Schweiz), FKUR Kunststoff GmbH (Deutschland) und Synvina C. V. (Niederlande) als Bronze-Sponsoren.

nova-Institut für politische und ökologische Innovation GmbH

Das nova-Institut wurde 1994 als privates und unabhängiges Forschungsinstitut gegründet und ist im Bereich der Forschung und Beratung tätig. Der Fokus liegt auf der bio-basierten und der CO2-basierten Ökonomie in den Bereichen Nahrungsmittel- und Rohstoffversorgung, technisch-ökonomische Evaluierung, Marktforschung, Nachhaltigkeitsbewertung, Öffentlichkeitsarbeit, B2B-Kommunikation und politischen Rahmenbedingungen. In diesen Bereichen veranstaltet das nova-Institut jedes Jahr mehrere große Konferenzen. Mit einem Team von 30 Mitarbeitern erzielt das nova-Institut einen jährlichen Umsatz von über 2,5 Mio. €.