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Pressemitteilung BoxID: 239997 (Nordfriisk Instituut)
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Schleswig-Holstein und Flensburg als Drehscheibe der Minderheiten

Studierende an der Universität Flensburg erkundeten neues Terrain

(PresseBox) (Flensburg/Bredstedt, ) Welche Rolle das Minderheitenwesen im Norden Schleswig-Holsteins und insbesondere in der Stadt Flensburg spielt, wurde Friesisch- und Geschichtsstudierenden an der Universität Flensburg vor Augen geführt. In einer von Prof. Dr. Thomas Steensen, Direktor des Nordfriisk Instituut in Bredstedt, geleiteten Lehrveranstaltung erschlossen sie sich ein neues Terrain. Kaum einer der Teilnehmer wusste vorher zum Beispiel, dass Flensburg Sitz der wichtigsten europäischen Minderheiten-Organisation ist.

Susann Schenk, die Büroleiterin der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen (FUEV), berichtete über ihre Arbeit im Flensburger "Hauptquartier" der Minderheiten. Auch auf Fragen zur Situation der sorbischen Minderheit in den Bundesländern Brandenburg und Sachsen wusste die seit kurzem in Flensburg tätige Sorbin Auskunft zu geben. In der Lehrveranstaltung ging es zudem um die Lage der anderen anerkannten Minderheiten in Deutschland, nämlich der Dänen, der Friesen sowie der Sinti und Roma, außerdem um die Deutschen in Dänemark und auch "neue Minderheiten" wie etwa die Türken.

Um die Brücke zwischen Theorie und Praxis zu schlagen, kamen externe Experten ins Universitäts-Seminar. Gäste waren Dr. Lars Henningsen, Leiter der Studienabteilung an der Dänischen Zentralbibliothek in Flensburg, Frank Lubowitz, Leiter der Forschungsstelle der deutschen Volksgruppe in Apenrade, und - ebenfalls in Flensburg wohnend - der Nordfriese Thede Boysen, Sekretariatsleiter des Minderheitenrats in Berlin.