Steigerung des Reingewinns / Profitabilität weiter verbessert / Einzelne Märkte mit Zeichen der Stabilisierung

(PresseBox) ( Köln, )
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- Umsatz mit CHF 642.6 (EUR 425.7 Mio.) 6.8 % unter Vorjahresniveau (in Lokalwährung minus 10.3%)
- Umsatzentwicklung entspricht Marktentwicklung
- Wachstum in der EMEA-Region in Q3 (exklusive Spanien)
- Bruttogewinnmarge bei 80.5%; verbesserte Produktivität trotz geringerer Volumina
- EBIT-Marge bei 24% (ohne Restrukturierungsaufwand)
- Reingewinn bei CHF 132.5 (EUR 87.8 Mio.): Steigerung um 13% bzw. 24% (vor Restrukturierungsaufwand)
- Operativer Cashflow weiter verbessert
- Stetig wachsende Unterstützung für das neue Implantat NobelActive(TM) durch weltweit führende Kliniker
- Markteinführung von NobelProcera(TM) verläuft nach Plan; Anhaltend positive Scanner-Bestellungen

Nobel Biocare erzielte in den ersten neun Monaten 2009 in einem wirtschaftlich nach wie vor schwierigen Umfeld einen Umsatz von CHF 642.6 Mio. (EUR 425.7 Mio.). Dies entspricht einem Rückgang von 6.8% gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs. In Lokalwährungen belief sich der Umsatzrückgang auf 10.3%. Im 3. Quartal 2009 reduzierte sich der Umsatz in Lokalwährungen um 7.7% (ausgewiesen 5.6%), was gegenüber dem 2. Quartal eine Verbesserung darstellt. Der Betriebsgewinn (EBIT) belief sich für die ersten neun Monate auf CHF 137.2 Mio. (EUR 90.9 Mio.). Insbesondere das geringere Umsatzvolumen und der damit verbundene Rückgang des Bruttogewinns gegenüber 2008 wirkten sich negativ auf den Betriebsgewinn und die EBIT-Marge aus. Dank Effizienzsteigerungen und Kostensenkungsmassnahmen konnte Nobel Biocare die Bruttogewinnmarge dennoch bei 80.6% und die EBIT-Marge bei 24% halten (vor Restrukturierungkosten). Die ausgewiesene EBIT-Marge beträgt 21.4%. Darin eingeschlossen sind Restrukturierungskosten in Höhe von EUR 11.4 Mio. Der ausgewiesene Reingewinn liegt für die ersten neun Monate 2009 bei CHF 120.5 Mio. (EUR 79.8 Mio.) was einer Verbesserung von 13% bzw. von 24% (ohne Restrukturierungskosten) gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Reingewinnmarge für die ersten neun Monate stieg vor Restrukturierungskosten auf 20.6%.

Konzentration auf strategische Prioritäten

Das im Mai 2008 lancierte innovative Implantatsystem NobelActive(TM) wird von den bestehenden und von neuen Kunden weiterhin sehr gut aufgenommen. Die Aktivitäten zur Markteinführung werden von einer Ausweitung des Produktangebots, wie zusätzlicher Implantatlängen und einer kompletten Palette prothetischer Komponenten, begleitet. Im 4. Quartal 2009 folgt die Integration von NobelActive ins NobelGuide Behandlungskonzept, welches umfassende Behandlungsplanung und schablonengeführte Chirurgie umfasst. Die Leistungsfähigkeit von NobelActive wird durch klinische Studien wissenschaftlich untermauert und die Unterstützung durch führende Zahnkliniker weltweit nimmt stetig zu.

Einen weiteren Pfeiler in der Produktstrategie von Nobel Biocare stellt die neue Generation der CAD/CAM-basierten Prothetikplattform NobelProcera(TM) dar. Mit NobelProcera lanciert Nobel Biocare das umfassendste Angebot an Technologien, Materialien und Produkten zur Herstellung von Prothetiklösungen am Markt. Das Angebot umfasst den modernsten optischen Scanner, eine neue Generation CAD-basierter Prothetik-Software, neue Materialien wie Kobalt-Chrom und neue Produkte wie etwa Steglösungen zur Herstellung kostengünstiger Zahnprothesen. Labors und Zahnärzte können dadurch ihre Entwicklungs- und Fertigungseffizienz deutlich verbessern. Entsprechend verzeichnet Nobel Biocare einen anhaltend hohen Bestellungseingang für den neuen Scanner und die dazugehörende Software. Nach der Markteinführung von Scanner und Software im 3. Quartal 2009 werden in den kommenden Monaten neue Materialien und Produkte folgen.

Mit TiUnite® verfügt Nobel Biocare seit dem Jahr 2000 über ein eigenes, patentiertes und wissenschaftlich dokumentiertes Implantatmaterial. TiUnite fördert und beschleunigt die Osseointegration von Dentalimplantaten und unterstützt damit die Primärstabilität während der Heilungsphase. Die Wirksamkeit und Vorzüge von TiUnite wurden durch eine kürzlich publizierte 7-Jahres-Studie bestätigt und anlässlich der Konferenz der European Association of Osseointegration (EAO) präsentiert, sowie im Rahmen eines Panelgesprächs am Kongress erörtert.

Branchenkonferenzen mit grossem Interesse an Nobel Biocare Neuheiten

Sowohl NobelActive als auch NobelProcera zogen anlässlich der jüngsten internationalen und regionalen Branchenkonferenzen grosses Interesse auf sich. Im Besonderen traf dies für die EAO in Monaco und die FDI in Singapur zu, welche jeweils von rund 3'000 Personen besucht wurden. Darüber hinaus hat Nobel Biocare eine Vielzahl nationaler Schulungsveranstaltungen durchgeführt. Die grösste fand im August in Tokyo, Japan, statt, wo anlässlich des Nobel Biocare Esthetic Forums die Rekordzahl von 2'700 Dentalfachleuten teilnahmen. Dies entspricht der grössten je von einer einzelnen Dentalfirma durchgeführten Veranstaltung im japanischen Markt. Das Forum umfasste praktische Anwendungen, Workshops und Einzeltrainings zu Themen wie Knochenregeneration, Sofortversorgung, Operationen ohne Lappenbildung und standardisierte Verfahren.

Regionale Entwicklung: Stabilisierung der Absatzmärkte

In der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) reduzierte sich der Umsatz in Lokalwährungen in den ersten neun Monaten 2009 um 9.5% auf CHF 286.4 Mio. (EUR 189.7 Mio.) (Q3 2009: -2.5%). Ursachen dafür sind das generell anspruchsvollere Marktumfeld sowie der erhebliche Rückgang in Spanien, dem bisher umsatzstärksten Markt der EMEA Region. In den meisten Ländern war im 3. Quartal 2009 eine relative Verbesserung zum Vorquartal zu verzeichnen. Insbesondere in Frankreich, Italien, Belgien und Deutschland hat sich das Umsatzwachstum verbessert. In Russland und Schweden blieb das Wachstum hoch.

In Nordamerika ging der Umsatz in Lokalwährungen in den ersten neun Monaten um 10% auf CHF 217.7 Mio. (EUR 144.2 Mio.) zurück. Allerdings hat sich die Geschäftsentwicklung im 3. Quartal 2009 gegenüber dem Vorquartal verbessert (Q3 2009: -9.9%). NobelActive und NobelProcera verzeichneten ein anhaltend grosses Interesse und einen guten Bestellungseingang. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wirkten sich hingegen weiterhin negativ auf den Markt aus, mit der Konsequenz, dass die Patientenfrequenzen immer noch tief blieben und Behandlungen verschoben wurden.

In der Region Asien/Pazifik weist Nobel Biocare von Januar bis September in Lokalwährungen einen Umsatzrückgang um 7.5% auf CHF 126.0 Mio. (EUR 83.5 Mio.) aus (Q3 2009: -9.3%). Neben der allgemeinen Wirtschaftskrise ist diese Entwicklung auch auf den Basiseffekt zurückzuführen, der aus dem hohen Vorjahreswachstum in Japan und Taiwan resultiert. In den Märkten, die via Distributoren bedient werden, sind weiterhin geringere Bestellungen zu verzeichnen als in der entsprechenden Vorjahresperiode.

Die Märkte in Lateinamerika und dem Rest der Welt verzeichneten in den ersten neun Monaten 2009 eine deutliche Umsatzabnahme in Lokalwährungen um 42.9% auf CHF 12.5 Mio. (EUR 8.3 Mio.). Der Rückgang ist auf die operative Neuausrichtung in der Region zurückzuführen, mit der Nobel Biocare eine striktere Preispolitik und eine strengere Kreditpolitik einführte. Nobel Biocare legt hiermit den Fokus in der Region auf die Qualität des Geschäfts und die Profitabilität anstelle des Umsatzwachstums.

Ende September 2009 beschäftigte Nobel Biocare 2'280 Mitarbeitende. Im 3. Quartal wurde die Belegschaft um weitere 80 Stellen reduziert, womit im Jahresverlauf insgesamt 312 Stellen abgebaut wurden. Der Stellenabbau erfolgte mit Blick auf eine Verbesserung der operativen Effizienz und der Kostenstruktur.

Im Oktober 2009 hat Nobel Biocare die Konzernleitung mit zwei erfahrenen Führungskräften verstärkt: William (Bill) Ryan wurde zum President & General Manager für Nordamerika ernannt. Er ersetzt Kevin Mosher, der sich nach fünf Jahren bei Nobel Biocare entschieden hat, eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen. Ernst Zaengerle, der seit 2002 nichtexekutiver Verwaltungsrat von Nobel Biocare ist, wurde zum Executive Vice President Global Operations ernannt. Er löst Mathias Krebs ab, welcher neue Aufgaben innerhalb von Nobel Biocare übernimmt.

Domenico Scala, CEO: "Unser Ergebnis dokumentiert, dass sich unser Geschäftsmodell auch in diesem anspruchsvollen wirtschaftlichen Marktumfeld bewährt. Margen und Rentabilität liegen weiterhin auf hohem Niveau. Im Laufe des dritten Quartals haben wir uns auf die Lancierung unserer Prothetikoffensive mit NobelProcera konzentriert. Die Markteinführung des neuen Scanners und der Software, der neuen Produkte und Materialien verläuft nach Plan und wird ihr volles Potenzial entfalten, sobald das Gesamtangebot vollumfänglich verfügbar sein wird. NobelActive entwickelt sich weiterhin positiv und erhält zunehmend Unterstützung von führenden Zahnklinikern weltweit. Weiter haben wir unsere Kostensenkungsmassnahmen konsequent vorangetrieben, hierzu gehört auch die Straffung des Produktangebots. Gleichzeitig wurde jedoch substanziell in Produkteinführungen sowie in Aus- und Weiterbildung investiert. Während einige Märkte Anzeichen einer Stabilisierung zeigen, insbesondere in Europa, bleibt die Visibilität gegenwärtig weiterhin gering."

Ausblick

Da die Patienten ihre Behandlungen weitgehend selbst finanzieren, wirken sich Verschiebungen von Behandlungen und reduzierte Patientenfrequenzen auf die Umsätze von Nobel Biocare aus. Nobel Biocare schätzt, dass der Implantatmarkt in den ersten neun Monaten 2009 um etwa 8% schrumpfte. Obwohl einzelne Märkte Anzeichen einer Erholung zeigen und sich teilweise im Vergleich zum Vorquartal verbesserten, erachtet es Nobel Biocare angesichts der geringen Marktvisibilität als derzeit verfrüht, von einer möglichen Erholung zu sprechen, oder quantitative Prognosen abzugeben. Die Fundamentalfaktoren des Dentalmarkts bleiben jedoch intakt. Nobel Biocare konzentriert sich weiterhin auf ihre strategischen Prioritäten: Die Etablierung von NobelActive, die Markteinführung von NobelProcera, sowie die qualitative Stärkung des Geschäfts.

Haftungsausschluss

Der Jahresbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren und die Verfügbarkeit finanzieller Mittel.
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