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Pressemitteilung BoxID: 779773 (Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr)
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Leistungsstarker "Hafen Niedersachsen" mit einem deutlichen Umschlagsplus

Lies: "2015 war ein sehr gutes Jahr für unsere Seehäfen"

(PresseBox) (Hannover, ) Sehr zufrieden hat sich heute Niedersachsens Wirtschafts- und Hafenminister Olaf Lies über das deutliche Umschlagsplus von zwölf Prozent in den niedersächsischen Seehäfen  gezeigt. Damit stieg der Jahresumschlag in den neun niedersächsischen Seehäfen von 46,4 Millionen Tonnen in 2014 auf 51,9 Millionen Tonnen in 2015. Auf der gemeinsamen Pressekonferenz von Niedersachsen Ports, Seaports of Niedersachsen und dem Wirtschaftsministerium unterstrich Minister Lies in Wilhelmshaven die Bedeutung der niedersächsischen Seehäfen für den Wirtschaftsstandort Niedersachsen.

Lies wörtlich: „2015 war ein sehr gutes Jahr für den ,Hafen Niedersachsen‘. Die Jahresbilanz 2015 fällt sehr erfreulich aus. Die Zahlen belegen, wie attraktiv und leistungsstark unser Hafenverbund ist und zeigen einmal mehr, dass sich unsere Investitionen in den Hafenstandort Niedersachsen auszahlen. Der Hafen Niedersachsen ist stark und bietet Perspektiven.“

Sowohl bei den Massen- als auch Stückgütern konnten Niedersachsens Häfen deutliche Volumensteigerungen verbuchen. Insbesondere der Containerterminal Wilhelmshaven konnte 2015 sein Umschlagsvolumen deutlich steigern. Im Jahr 2015 wurden hier rund 427.000 TEU verladen. Zum Vergleich: 2014 hatte der Umschlag noch bei 67.000 TEU gelegen.

Minister Olaf Lies: „Der Container-Terminal hat im vergangenen Jahr seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen können, und er wird sich weiter entwickeln. Die Container-Schiffe werden immer größer, die Zeit arbeitet für uns und für Deutschlands einzigen Tiefwasser-Container-Terminal. Es ist gut, dass jetzt die Machbarkeitsstudie für den zweiten Bauabschnitt vorliegt. Sie zeigt, dass der Bau eines zweiten Containerterminals in Wilhelmshaven technisch machbar und auf mittlere Sicht wirtschaftlich sinnvoll ist. Der Studie zufolge wird um das Jahr 2027 der heutige Hafen an seine Kapazitätsgrenzen stoßen. Wir werden mit der zunehmenden Bestätigung unserer Prognosen in die Planung des Baus investieren. Daher haben wir beschlossen, die weiteren Planungen voranzutreiben, wenn der JadeWeserPort erstmalig erkennbar eine Millionen TEU im Jahr umschlagen wird.“

Erfreulicherweise haben auch weitere niedersächsische Seehäfen 2015 Spitzenwerte erreicht. In Brake konnte das Gesamtumschlagsvolumen im Seeverkehr um sieben Prozent auf rund 6,72 Millionen Tonnen gesteigert werden. Cuxhaven behauptete sich weiterhin als wichtiger RoRo-Hafen und wird künftig noch eine wichtigere Rolle als Offshore-Basishafen spielen. Auch Emden erzielte einen neuen Spitzenwert beim Umschlag von Neufahrzeugen. Stade konnte im Umschlag fester und flüssiger Massengüter deutliche Volumensteigerungen verzeichnen.

Wirtschaftsminister Olaf Lies: „Unsere Häfen sind ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Wir setzen alles daran, die Wettbewerbsfähigkeit der niedersächsischen Häfen zu sichern, auszubauen und zu stärken. Dafür investieren wir in die Hafeninfrastrukturen vor Ort. Gleichzeitig legen wir ein besonderes Augenmerk auf die verkehrliche Anbindung der Seehäfen.“

Als Erfolg wertete Minister Olaf Lies in diesem Zusammenhang das Ergebnis des Dialogforums Schiene-Nord und die Einigung des Landes mit der Bahn zum Ausbau der Bahnstrecke Oldenburg – Wilhelmshaven. Wirtschaftsminister Lies: „Im letzten Jahr ist es uns gelungen, gleich zwei große Schieneninfrastrukturprojekte auf den Weg zu bringen. Gemeinsam mit der Deutschen Bahn gelang es uns, die Elektrifizierung der Bahnstrecke Oldenburg – Wilhelmshaven voranzutreiben, ohne dabei die Erreichbarkeit der Häfen während der Bauphase zu gefährden. Und das Dialogforum Schiene-Nord hat sich in einem von der Landesregierung initiierten Prozess auf den Ausbau bestimmter Güterverkehrstrecken im Korridor Hannover – Bremen – Hamburg verständigt. Das klare Bekenntnis zur Alpha-Variante ermöglicht nach Jahrzehnten der Stagnation die absehbare Realisierung des notwendigen Schienenausbaus im Norden. Beide Infrastrukturprojekte sind für die Hinterlandanbindung und Erreichbarkeit der norddeutschen Häfen von existenzieller Bedeutung.“

Dem Ausbau der Hinterlandinfrastruktur misst Minister Olaf Lies eine besondere Bedeutung zu. Lies: „Daher setzen wir große Erwartungen in den in den nächsten Wochen veröffentlichten Bundesverkehrswegeplan. Niedersachsen ist das logistische Herz Europas. Mit den Norddeutschen Häfen und der starken Infrastruktur sind wir gerade für internationale Ansiedlungen ein idealer Standort. Dazu muss auch in Schiene, Straße und Wasserstraße weiter investiert werden. Wir brauchen den Bau der A 20 und A 39 sowie einer Reihe weiterer Straßenmaßnahmen, und wir brauchen ebenfalls den Bau der Schleuse Lüneburg. Nur mit dem Ausbau aller drei Verkehrsträger werden wir die europäische Spitzenposition halten und dem zunehmenden Güterverkehrsaufkommen gerecht werden.“

2016 plant das Land Investitionen in Höhe von rund 55 Millionen Euro in seine Häfen. Rund zehn Millionen Euro investiert das Land am Standort Brake in die Sanierung und Erweiterung der Südpier, die Modernisierung der Umschlaganlagen und die Schaffung eines neuen Bahnübergangs. In Cuxhaven ist vorgesehen, rund 16 Millionen Euro zu investieren und u.a. mit dem Bau des Liegeplatzes 4 zu beginnen sowie als Folge der Siemens-Ansiedlung das Offshore-Terminal zu ertüchtigen. Die Schwerpunkte der Emder Projekte liegen in der Sanierung der Nesserlander Schleuse und des Südkais. Für alle Emder Projekte sind rund 21 Millionen Euro vorgesehen. Hafenminister Olaf Lies unterstrich hier die Bedeutung einer guten Zusammenarbeit zwischen Hafenwirtschaft und Politik. Minister Lies: „Eine gut ausgebaute Infrastruktur ist der Schlüssel zu Wachstum und Beschäftigung. Hier gilt es, kluge Finanzierungskonzepte zu entwickeln und mit allen Akteuren an einem Strang zu ziehen.“

Abschließend unterstrich Minister Lies die wirtschaftliche Bedeutung der niedersächsischen Seehäfen für die gesamte deutsche Volkswirtschaft. Mehr als 40.000 direkt Beschäftigte im Land und rund 100.000 indirekt beschäftigten Personen im gesamten Bundesgebiet bestätigten die große Bedeutung der Hafenwirtschaft.

Wirtschafts- und Hafenminister Olaf Lies: „Unsere hoch spezialisierten Häfen in Niedersachsen sind wichtige Player und Leistungsträger der gesamtdeutschen Wirtschaft. Sie tragen zum Wohlstand und Wachstum in ganz Deutschland bei und sind starke Partner im globalen Wettbewerb, Seite an Seite mit Hamburg und Bremen.“

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