PresseBox
Pressemitteilung BoxID: 335402 (Niedersächsischer Städte- und Gemeindebund NSGB)
  • Niedersächsischer Städte- und Gemeindebund NSGB
  • Arnswaldtstr. 28
  • 30159 Hannover
  • http://www.nsgb.de
  • Ansprechpartner
  • Thorsten Bullerdiek
  • +49 (511) 30285-44

Ärztemangel auf dem Land

Städte- und Gemeindebund begrüßt Diskussion um konkrete Maßnahmen

(PresseBox) (Hannover, ) "Wir begrüßen die Initiative von Bundesgesundheitsminister Dr. Rösler für eine bessere Ärzteversorgung auf dem Land. Insbesondere der Ansatz zur Einführung einer sog. Landarztquote für Medizinstudenten erscheint interessant. Endlich kommen konkrete Vorschläge auf den Tisch, um zumindest mittelfristig den Hausarztberuf auch auf dem Land wieder attraktiver zu machen.", erklärte der Präsident des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes, Rainer Timmermann, heute in Hannover.

Bereits heute bleiben in vielen Regionen Niedersachsens Landarztpraxen nach altersbedingtem Ausscheiden der Inhaber unbesetzt, weil Praxen in Großstädten oft als lukrativer gelten. Dieser Trend wird sich in den nächsten Jahren massiv verschärfen. Wenn weiter nichts getan wird, stehen wir in vielen Orten ohne Mediziner da und die Bürgerinnen und Bürger müssen weite Wege in Kauf nehmen, um einen Arzt zu finden.

Nach Einschätzung des Spitzenverbandes der kreisangehörigen Städte, Gemeinden und Samtgemeinden müssen alle staatlichen Ebenen eng zusammenarbeiten, um dem drohenden Ärztemangel auf dem Land entgegen zu wirken.

"Mit einer guten ärztlichen Versorgung auf dem Land erhalten wir die Attraktivität unserer kleinen und mittleren Städte und Gemeinden und sichern die Wohnqualität auf dem Land und die Wettbewerbsfähigkeit des Landes Niedersachsen, sagte Timmermann.

Um den Ärztemangel zu bekämpfen schlägt Bundesgesundheitsminister Rösler eine Kombination von Gegenmaßnahmen vor. Unter anderem sollen Medizinstudenten, die nach ihrer Ausbildung als Landarzt arbeiten wollen, bevorzugt einen Studienplatz erhalten.