NRW-Bauminister Groschek besucht ICR-Projekt

(PresseBox) ( Köln, )
Wärmepumpe sorgt für angenehme Temperaturen im Sanierungs-Effizienzhaus in Bottrop. Mit über 125 Einzelprojekten verfolgt die InnovationCity Ruhr das Ziel, einen klimagerechten Stadtumbau bei gleichzeitiger Sicherung des Industriestandorts in Bottrop voranzutreiben. Konkret sollen dazu die CO2-Emissionen halbiert und die Lebensqualität gesteigert werden. Eines dieser Projekte ist das RWE-Zukunftshaus - eine Bestandsimmobilie aus den 1960er Jahren, die zu einem Plus-Energie-Haus saniert wurde und somit mehr Energie erzeugt als die Nutzer im Gebäude verbrauchen. Die Sanierung wird von RWE gefördert und geleitet sowie von mehr als 20 namhaften Unternehmen aus der Bauindustrie unterstützt.

Wesentlicher Bestandteil der Modernisierung: eine Sole-Wasser-Wärmepumpen-Anlage von STIEBEL ELTRON, die mit kostenloser Umweltenergie aus dem Erdreich für Heizung und hygienische Warmwasserbereitung zuständig ist. Zudem wird mit dem System auch eine Kühlung der Räume im Sommer ermöglicht. NRW-Bauminister Michael Groschek war jetzt bei der Übergabe des Hauses nach den Sanierungsarbeiten an die Bewohner dabei.

Zwei Bohrungen wurden durch das bundesweit tätige Bohrunternehmen Geowell erstellt, jeweils 60 Meter tief. In die Bohrlöcher wurden Kunststoff-Soleleitungen eingelassen, in denen Soleflüssigkeit zirkuliert und dabei Wärmeenergie aus dem Erdreich aufnimmt. Diese Energie wird von der Wärmepumpe aufgenommen, auf ein höheres Temperaturniveau gebracht und dann an das Heizsystem abgegeben. Umgekehrt kann an heißen Tagen Wärmeenergie aus dem Haus an das Erdreich abgegeben werden.

Unterstützt wird die Wärmepumpenanlage im Heizbetrieb von einer Solarthermieanlage, ebenfalls aus dem Hause STIEBEL ELTRON. Komplettiert wird das System von einem speziell für das Zusammenspiel von Wärmepumpe und Solarthermieanlage entwickelten Kombinationsspeicher, der als Pufferspeicher das Heizungswasser bevorratet, gleichzeitig die hygienische Warmwasserbereitung garantiert und die Energie aus der Solaranlage aufnimmt. "Die Wärmepumpe ist aktuell und zukünftig eine der umweltfreundlichsten Heizungsanlagen", erklärt Matthias Goebel, Leiter Objektmanagement des deutschen Erneuerbare-Energien-Technologieführers. "Darüber hinaus ist sie auch ökonomisch absolut sinnvoll." Im Bottroper Musterhaus wird das Erdreich genutzt, genauso kann aber auch das Grundwasser oder die Umgebungsluft als Energiequelle fungieren.

Mit nahezu 600.000 in Deutschland installierten Geräten ist die Wärmepumpe längst als vollwertige Alternative zu allen anderen Heizsystemen anerkannt. Dabei ist sie für Neubauten wie auch beim Austausch der Heiztechnik im Bestand gleichermaßen geeignet.
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