Open Source Projekt SORMAS entwickelt sich weiter

Netzlink verantwortet den Betrieb, Datenschutz und die IT-Sicherheit im Projekt

(PresseBox) ( Braunschweig, )
SORMAS (Surveillance, Outbreak Response Management and Analysis System) ist ein deutsches Open Source Projekt, das bereits im Jahr 2014 vom Helmholtz Zentrums für Infektionsforschung (HZI) und anderen Projektpartnern entwickelt wurde. Die e-Health-Applikation ist für das Management von Maßnahmen in der Epidemiebekämpfung konzipiert. Als Open Source Software wird SORMAS von einer Vielzahl an Beteiligten innerhalb der Open Source Community stetig weiterentwickelt und optimiert, denn der Quellcode ist frei verfügbar.

Für den Einsatz in Deutschland ist das SORMAS@DEMIS Projekt um das COVID-19 Modul auf die deutsche Pandemielage angepasst worden und dient speziell dem Kontaktpersonenmanagement für den öffentlichen Gesundheitsdienst. Der Projektstart war im Sommer 2020 und hat das Ziel, die Digitalisierung in deutschen Gesundheitsämtern voranzutreiben. Netzlink ist innerhalb des SORMAS@DEMIS Projektes für den Datenschutz, die IT-Sicherheit und den Betrieb von SORMAS zuständig und ist damit der Managed Service Provider von SORMAS.

Seit Projektstart ist das IT-Projekt mit großen Schritten vorangekommen. Im Informationstechnikzentrum Bund (ITZBund), wo die Software betrieben wird, ist für alle 375 Gesundheitsämter in Deutschland jeweils eine Instanz durch Netzlink bereitgestellt worden. Davon haben 339 Gesundheitsämter Gebrauch gemacht und SORMAS installiert.

Bei der aktuellen Version von SORMAS handelt es sich um SORMAS Exchange (SORMAS-X). Diese hat eine Schnittstellenfunktion mit Anbindung an das Deutsche Elektronische Melde- und Informationssystem für den Infektionsschutz (DEMIS) und die IfSG-Fachanwendung SurvNet.

Inzwischen arbeiten 53 Gesundheitsämter produktiv mit der aktivierten Schnittstelle und über 40 feste Termine zur Schnittstellenfreischaltung sind für die nächsten Tage mit den Gesundheitsämtern vereinbart. Täglich wird in enger Zusammenarbeit mit den Gesundheitsämtern bei bis zu vier Ämtern die Schnittstelle aktiviert. Ziel ist es, bis Ende Juni 2021 alle Gesundheitsämter, die SurvNet im Einsatz haben, mit einer aktiven Schnittstelle zu versehen. Dies sind ca. 200 Gesundheitsämter bundesweit.
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