Agile Onlineshops: 3 Ansätze wie Microservices den E-Commerce aufbrechen

Twitter, Netflix und Zalando setzen auf die flexible Software-Architektur / Vielfältiger Einsatz von Microservices: Standardsysteme erweitern, CMS- und E-Commerce-System verbinden oder Software-Altlasten abbauen

Berlin, (PresseBox) - Was haben der Kurznachrichtendienst Twitter, On-Demand-Plattform Netflix und der Online-Shop Zalando gemeinsam? Sie setzen auf Microservices, um Wettbewerbsvorteile auszureizen. Microservices helfen monolithische Applikationen aufzubrechen und den time-to-market zu beschleunigen. So können beispielsweise Features schneller auf neue Anforderungen des Marktes angepasst werden. Die kleinen, flexibel-einsetzbaren Module haben klare Aufgaben und Verbindungen, dabei haben sie einen eigenen Lifecycle, sind unabhängig von Standard-Software und unterliegen dem Eigentum der Online-Shopbetreiber. "Für Entscheider gibt es drei Möglichkeiten, um mithilfe von Microservices den E-Commerce anzukurbeln: Das Erweitern von Standardsystemen, um unabhängige, neue Features zu implementieren, die Entwicklung großer, individueller E-Commerce-Systeme auf Basis einer Microservice-Architektur oder  den Abbau von Software-Altlasten und die Kapselung einzelner Bereiche in Microservices", so Jan Herrmann, E-Commerce-Berater bei der Berliner Digitalagentur Neofonie.

1. Das Beste aus zwei Welten: Erweitern von Standardsystemen

Die Spanne an E-Commerce-Anwendungen reicht von einfachen SaaS-Systemen, wie Shopify über Standard-Software, die lediglich aufgesetzt und konfiguriert werden müssen bis hin zu komplexen Eigenentwicklungen. Viele Systeme scheitern jedoch an den individuellen Anforderungen des jeweiligen Online-Shops. Plugins bieten sich dann an, wenn man den Standard des Systems erweitern und auf Kernfeatures zurückgreifen möchte. Microservices hingegen eignen sich ideal dafür, um Erweiterungen fernab der Möglichkeiten der Standardsoftware zu implementieren. Dadurch können komplette, individuelle Checkout-Prozesse und komplexe Konfigurationen umgesetzt werden.

2. Content is King: CMS- mit E-Commerce-Lösung kombinieren

Laut der Studie des Content Marketing Forums stiegen allein im deutschsprachigen Raum die Content Marketing-Ausgaben 2016 um 18,9 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro. Daher wird die Integration eines Shopsystems, einschließlich der Verknüpfung von Produktdaten und redaktionellem Content für den Online-Vertrieb immer wichtiger. E-Commerce-Systeme besitzen jedoch in der Regel nur eingeschränkte CMS-Funktionalitäten. Einige Systeme bringen rudimentäre Grundfunktionen für die redaktionelle Erstellung von Content Seiten mit, diese erinnern aber eher an einfache Blogs. Zwar gibt es einige Plugins mit denen sich manche CMS Systeme an E-Commerce Lösungen anbinden lassen, aber auch hier sind die Möglichkeiten meist sehr eingeschränkt. Daher gilt es, entweder das CMS bzw. die E-Commerce-Anwendung mit den fehlenden Feature-Komponenten auszustatten oder die E-Commerce-Lösung via API mit einem CMS, wie beispielsweise Magnolia CMS zu verknüpfen. Moderne API-basierte E-Commerce-Lösungen wie commercetools geben die Möglichkeit ein CMS als Basissystem zu verwenden und um E-Commerce-Funktionen zu erweitern.

3. Software-Altlasten abbauen - Legacy-Systeme aufrüsten

Legacy Systeme sind über die Jahre gewachsene Anwendungen die meist sehr aufwändig an die Prozesse und Anforderungen eines Unternehmens angepasst wurden, sei es beispielsweise die Software zur Lagerhaltung oder die Organisation und Abwicklung von Bestellprozessen. Auf lange Sicht sind derartige Software-Altlasten allerdings aufwands- und kostenintensiv: Erweiterungen und Updates können somit nur eingeschränkt umgesetzt werden. Die Wartung, das Überwachen sowie das Fixen von Bugs und wechselseitige Abhängigkeiten gestalten sich zunehmend umfangreicher. Ersetzt man schrittweise Funktionalitäten des alten Systems durch kleine Microservices, kann die Erweiterbarkeit des Systems wiederhergestellt werden, die Wartungsaufwände reduziert und die Performanz des Gesamtsystems kann so durch diese Entlastungen gesteigert werden. Für IT-Leiter bedeutet dies vor allem die Wiederherstellung von Beweglichkeit.

Neofonie GmbH

Die Berliner Digitalagentur Neofonie entwickelt individuelle digitale Lösungen und bietet Beratung, Konzeption, Design, Entwicklung und Betrieb aus einer Hand. Gemeinsam mit dem Tochterunternehmen Neofonie Mobile entwickeln rund 180 Mitarbeiter für Kunden wie Wort & Bild Verlag, AUDI, LEICA, eBay, Rausch und SUPER RTL. Internetagentur-Rankings belegen, dass Neofonie bundesweit zu den fünfzig größten Full-Service-Agenturen und zu den Top 20 für E-Commerce Lösungen zählt und laut "kress pro" die zweitwichtigste Agentur für Publisher und Medienhäuser ist. Neofonie wurde 1998 im Zuge der Entwicklung der ersten deutschen Suchmaschine "Fireball" gegründet. (www.neofonie.de)

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