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Pressemitteilung BoxID: 375281 (ENTEGA AG)
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Filbert fordert "fairen Lastenausgleich"

Appell an Bundesregierung /Trend zur Rekommunalisierung begrüßt

(PresseBox) (Darmstadt, ) Der Vorstandsvorsitzende der HEAG Südhessischen Energie AG in Darmstadt und Sprecher der acht großen kommunalen Energieunternehmen 8KU, Albert Filbert, hat die Bundesregierung zu einem "fairen Ausgleich für Unternehmen, die in den letzten zehn Jahren in erneuerbare Energien investiert haben", aufgefordert. Bei einem Pressegespräch der Agentur für erneuerbare Energien in Berlin sagte Filbert am Mittwoch, analog zum Erneuerbaren Energiegesetz sollten Regelungen zur gezielten Förderung des Ausbaus von offshore-Windprojekten getroffen werden.

Während es für die Betriebe der Kernenergie eine Finanzierungsgarantie und für die "ungelösten Probleme der Entsorgung eine Art politisches Schutzschild" gebe, seien die kommunalen Energieversorger im "rauen Wind des ungleichen Wettbewerbs". Deswegen seien für die "Finanzierung auf dem Kapitalmarkt Bürgschaften, Fördertöpfe und andere Instrumente nötig". Wörtlich sagte Filbert: "Wir wollen wettbewerbsgleiche Marktchancen und keine Staatsknete".

Der Stellenwert der Kraft-Wärme-Koppelung (KWK) muss nach Ansicht Filberts erhalten und möglichst noch ausgebaut werden. Dieser umweltfreundliche Strom dürfe nicht verdrängt, die Technologie nicht gebremst werden.

Weiterhin sprach sich Filbert für schnellere Genehmigungsverfahren für Hochspannungsleitungen und Stromverteilernetze beim Ausbau der erneuerbaren Energien aus. Auch müsse die strategische Kom-munikation verbessert werden, um die Bürger von der Notwendigkeit des Ausbaus neuer Anlagen zu überzeugen.

Filbert begrüßte den verstärkten Trend zur Rekommunalisierung von Energieunternehmen. Die Bedeutung einer aktiven und weitschauenden Daseinsvorsorge, die den ökologischen und ökonomischen Interessen der Region am meisten entspreche, werde vermehrt erkannt.

Damit werde Kommunen oder Regionen die Chance zur Teilhabe am wirtschaftlichen Erfolg, zur Finanzierung wichtiger kommunaler Vorhaben, zur Sicherung des Standortes, der Arbeitsplätze und der lokalen Wertschöpfung geboten. Vorrausetzung für den Erfolg seien aber auch unternehmerisches Denken, ein von betriebswirtschaftlichen Kriterien und energiewirtschaftlicher Kompetenz geprägtes klares Strategiekonzept. Unternehmerische Freiheit, effiziente Projektsteue-rung und die Beachtung des Aktienrechts sowie der Mitbestimmungsgesetze müssten im Interesse des Erfolgs zusammenwirken.

Abschließend nannte Filbert sein eigenes Unternehmen eine "kommunale Erfolgsstory". Mit ENTEGA sei man einer der größten Ökostromanbieter in Deutschland, die Transformation von den Stadtwerken zum modernen Nachhaltigkeitskonzern sei gelungen und man sei das "Zugpferd der Wissenschaftsstadt Darmstadt auf ihrem Weg zur Green City".

8KU sind eine in der deutschen Energielandschaft einmalige Koope-ration, deren Unternehmen 2009 einen Umsatz von 21 Milliarden Euro mit 28.000 Mitarbeitern erzielt haben. Insgesamt stellen diese kommunalen Energieunternehmen etwa 15 Prozent des Strommarktes.