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Pressemitteilung BoxID: 93488 (MTU Aero Engines AG)
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MTU Aero Engines: Hochpräzisions-Reibschweißanlage in Betrieb genommen

Feierstunde mit Partnern, Wirtschaftsministerium und Forschungsstiftung

(PresseBox) (München, ) Die MTU Aero Engines hat am Mittwochnachmittag, 14. Februar, eine neue High-Tech-Reibschweißmaschine in Betrieb genommen. "Eine präziser arbeitende Anlage ist weltweit nicht zu finden - sie ist einmalig", erklärte Dr. Rainer Martens, Technik-Vorstand des Unternehmens, im Rahmen einer Feierstunde vor Vertretern des bayerischen Wirtschaftsministeriums und der Bayerischen Forschungsstiftung, von Partnerfirmen und -hochschulen.

Die Technologie der neuen Anlage wurde im Rahmen von Forschungsprojekten entwickelt; Fördergelder gab's vom Freistaat Bayern und der Bayerischen Forschungsstiftung. Die MTU hat sich mit über sieben Millionen Euro engagiert. "Die neue Anlage ist ein Musterbeispiel für die schnelle Übersetzung neuer Technologien in eine Maschinenanwendung", erklärte Martens. Das Forschungsprojekt war im Sommer 2004 mit der Untersuchung neuartiger Maschinenkonzepte, laserbasierter Bauteilvermes-sung im Betrieb und hochpräziser Regelung beim Schweißprozess gestartet worden. Diese Technologien wurden dann zeitnah für den industriellen Einsatz weiterentwickelt und in die neue Reibschweißmaschine integriert.

Ltd. MR. Dr. Gerd-Achim Gruppe vom Bayerischen Staatsministerium würdigte das Projekt bei der offiziellen Vorstellung als ein weiteres erfolgreiches Beispiel für die Leistungsfähigkeit des Luftfahrtstandortes Bayern: "In Bayern liegt ein Schwerpunkt der deutschen und europäischen Luft- und Raumfahrt. Dies gilt sowohl für die Industrie als auch die Forschung. Diese Spitzenstellung bestätigen immer wieder eindrucksvoll neue Produkte und Produktionssysteme aus Bayern wie die Hochpräzisions-Reibschweißanlage der MTU."

Prof. Dr. Ing. Joachim Heinzl, Präsident der Bayerischen Forschungsstiftung, hob die Forschungsexzellenz hervor: "Das Reibschweißen ist eine phantastische Fügetechnik. Wirtschaft und Wissenschaft haben mit der neuen Anlage einen erheblichen Schritt nach vorne gemacht."

Entwickelt wurde die rund 20 Meter lange Anlage mit einem Doppelspindelkonzept, um eine größere Bandbreite an Bauteilen mit höchster Genauigkeit verschweißen zu können. Auf der Maschine werden unter anderem Verdichterrotoren aus dem A318-Triebwerk PW6000 verschweißt sowie die aus den beiden militärischen Antrieben EJ200 des Eurofighters und TP400-D6 des neuen Airbus-Militärtransporters A400M. Das Reibschweißverfahren ist für die MTU eine Schlüsseltechnologie zur Fertigung von Rotoren der nächsten Triebwerksgeneration, die aus höher belastbarem Material bestehen und wesentlich größer sind als herkömmliche Teile. Hergestellt werden können kompaktere und hochintegrale Verdichterrotoren aus Titan- und Nickelbasiswerkstoffen, die weniger wiegen und damit zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs des Triebwerks beitragen.

Bereits bei der Konzeption der Maschine wurde besonderer Wert auf die Präzision während des Bearbeitungsprozesses gelegt - sie liegt im Zehntel-bereich und das bei Stauchkräften von bis zu 1.000 Tonnen. Projektpartner der MTU sind neben dem Maschinenhersteller, der KUKA Schweißanlagen GmbH aus Augsburg, das Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften (iwb) der TU München und das Institut für Optik, Information und Photonik der FAU Erlangen Nürnberg.

Die MTU Aero Engines ist Deutschlands führender Triebwerkshersteller und einer der großen weltweit. Sie arbeitet eng mit den Branchengrößten zusammen. Im zivilen Bereich ist sie weltweit der führende unabhängige Anbie-ter von Instandhaltungsdienstleistungen. Im militärischen Sektor ist das Unternehmen der Systempartner für fast alle Flugtriebwerke der Bundeswehr. Technologisch nimmt die MTU weltweit einen Spitzenplatz ein. Paradediszip-linen sind die Niederdruckturbinen- und Hochdruckverdichter-Technologien, Triebwerksregelungen sowie Herstellungs- und Reparaturverfahren.

MTU Aero Engines AG

Die MTU Aero Engines ist eine feste Größe in der Triebwerksbranche. Technologisch ist sie führend bei Hochdruckverdichtern und Niederdruckturbinen, Triebwerksregelungen sowie Fertigungs- und Reparaturverfahren. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 7.100 Mitarbeiter und hat im Geschäftsjahr 2007 einen Umsatz in Höhe von knapp 2,6 Milliarden Euro erzielt. Die MTU Maintenance ist der weltweit größte unabhängige Anbieter von Instandhaltungsdienstleistungen für zivile Luftfahrtantriebe; im militärischen Bereich ist die MTU der Systempartner für fast alle Luftfahrtantriebe der Bundeswehr.
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