Schul-IT: Reichen Computer und Notebooks wirklich aus?

MTS Reinhardt: Podiumsdiskussion auf der KOMCOM Nord 2009

(PresseBox) ( Holle, )
Im Rahmen einer Podiumsdiskussion beschäftigen sich hochkarätige Experten am ersten Messetag der KOMCOM Nord 2009 mit dem Thema Schul- IT. Dabei geht es unter anderem um die Frage, wie Lehrkräfte für den Umgang mit IT qualifiziert werden können und was nachhaltige Investitionen in Schul-IT auszeichnet.

Auf die Herausforderungen der Wissens- und Informationsgesellschaft muss auch das Bildungssystem reagieren. IT-gestützte Unterrichtsmethoden spielen an deutschen Schulen jedoch noch eine zu geringe Rolle. Dafür gibt es unterschiedliche Ursachen. Experten aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Lehre werden im Rahmen einer Podiumsdiskussion auf der KOMCOM Nord (10. - 11. Februar 2009, Hannover) zu diesem Thema Stellung nehmen. Veranstalter ist die Firma MTS Reinhardt. Der Schul-IT-Spezialist aus dem niedersächsischen Holle ist Anbieter der bewährten Netzwerkmanagement-Lösung MTS EDUCATOR, welche 2008 bereits zum dritten Mal mit der begehrten Comenius- EduMedia-Auszeichnung der Gesellschaft für Pädagogik und Information e.V. (GPI) ausgezeichnet wurde.

Ein Problemfeld, dem sich die Podiumsdiskussion widmen wird, ist die Qualifizierung der Lehrkräfte für den Umgang mit IT. Denn bei der Weiterbildung der Lehrkräfte werden oft Betriebssysteminhalte und Netzwerkkenntnisse vermittelt, welche nicht zum Aufgabenbereich eines Lehrers zählen - in keinem anderen Berufsfeld müssen Angestellte etwa lernen, wie Netzwerke eingerichtet und betreut werden. Vielmehr sollte in den Lehrerfortbildungen die Vermittlung von Fachwissen im Vordergrund stehen, das in einer gegebenen und standardisierten Systemumgebung, einem ganzheitlichen schulbetrieblichen Fachverfahren, die Nutzung der IT-Infrastruktur ermöglicht.

Jährlich gehen zudem mindestens 51.000 Unterrichtsstunden in Deutschland verloren, da Lehrkräfte für die Wartung der schuleigenen IT-Systeme vom Unterricht freigestellt werden. Für die Planung, Realisierung und den Betrieb unterrichtlich genutzter Netzwerke sind noch dazu meist Lehrkräfte naturwissenschaftlicher Fachbereiche verantwortlich - Fächer, in denen bereits ein eklatanter Lehrermangel herrscht.

Verschärft wird dieses Problem durch die in Deutschland übliche Differenzierung in "Innere und Äußere Schulangelegenheiten", welche zu einem Kompetenzgerangel zwischen den Kommunen und Schulträgern auf der einen und den Bundesländern auf der anderen Seite führt. So sind den Schulträgern unterrichtsbetriebliche Notwendigkeiten und Zusammenhänge sowie die Auswirkungen von Investitionen auf die schulbetrieblichen Abläufe weitgehend unbekannt. Daher entscheiden sie bei Investitionen oft technikorientiert, ohne nach dem größtmöglichen Nutzen für die Mehrheit der Lehrkräfte, der Verlässlichkeit einer pädagogisch- technischen Betreuung oder einer zukunftsorientierten Weiterentwicklung der Systeme zu fragen. Die Kultusministerien und kommunalen Spitzenverbände wiederum vereinbaren bezüglich der Betreuung von IT-Systemen formalistische und in der Praxis meist nicht realisierbare Kompetenzabgrenzungen zwischen Kommunen und Land, ohne auf die vorhandenen technischen Systeme Rücksicht zu nehmen. Beim Streit um Finanzierungsformen wird zudem oft aus den Augen verloren, dass die Systeme, mit denen die Lehrer arbeiten sollen, ganzheitlich, planbar und langfristig verlässlich sein müssen.

Kritisch betrachtet werden muss auch die Entwicklung von so genannten "Musterlösungen" durch einzelne Bundesländer. Dahinter steckt die Idee, den Schulen kostenlose Systeme zur Verfügung zu stellen, welche von Fachleuten, zumeist Lehrkräften, entwickelt wurden. Was solche Landeslösungen tatsächlich kosten, lässt sich aber meist nicht beziffern. Ob durch öffentliche Mittel im Rahmen von Projektaufträgen "Produkte" finanziert und entwickelt werden dürfen und sollen, bleibt auch volkswirtschaftlich betrachtet sehr fragwürdig. Ebenso fraglich bleiben der Erfolg und langfristige Nutzen sowie die Nachhaltigkeit solcher Lösungen: Ist das Bundesland beispielsweise bereit, für weitere zehn Jahre Personal zur Weiterentwicklung und Anpassung der Lösung an neue Technologien zur Verfügung zu stellen?

Insgesamt gibt es momentan also kaum Investitionen seitens der Schulträger, welche ganzheitlich ausgelegt sind und die nicht in der Verantwortung der Lehrkräfte liegen. Im Rahmen der Podiumsdiskussion sollen die genannten Probleme daher aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet und mögliche Lösungen aufgezeigt werden.
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