Chrysler: Kein Verkauf der Marke Jeep

(PresseBox) ( Stuttgart, )
DaimlerChrysler-Vorstandschef Dieter Zetsche ist Spekulationen entgegen getreten, dass der neue Mehrheitsaktionär von Chrysler, der Finanzinvestor Cerberus, schon bald die Konzernmarke Jeep abstoßen wird. Dem Magazin auto motor und sport sagte Zetsche: „Die Marke Jeep lässt sich nicht rauslösen, denn es gibt keine separaten Plattformen und Fabriken. Ein solcher Schnitt ist illusorisch und praktisch unmöglich. Und es gibt auch keine Intention in dieser Hinsicht. Denn eine starke Motivation für Cerberus war es, eine der klangvollsten Marken in den USA zu erwerben. Diese Ikone nach vorne zu bringen, ist für Cerberus eine unglaubliche Chance, sich nachhaltig in der Spitzenliga der Finanzinvestoren zu etablieren.“

Zetsche sieht gute Chancen für Cerberus, die Kosten bei Chrysler durch neue Verhandlungen mit den Gewerkschaften zu senken. „Ganz offen: Wir haben in letzten Jahren gegenüber GM und Ford einen Wettbewerbsnachteil gehabt, weil Chrysler ein Teil des DaimlerChrysler-Konzerns war. Die Gewerkschaft UAW war bei uns deshalb nicht zu den gleichen Zugeständnissen bereit. Das könnte sich jetzt ändern.“

Die Zusammenarbeit zwischen Chrysler und Daimler wird sich laut Zetsche trotz der Trennung kaum verändern: „Wir sind auf beiden Seiten voll entschlossen, die Zusammenarbeit inhaltlich fortzuführen wie bisher. Lediglich die rechtliche Aufstellung ändert sich und finanzielle Abhängigkeiten sind eliminiert. Was sinnvoll möglich ist, werden wir voll auszuschöpfen.“ Zetsche weiter: „In unseren Verträgen haben wir die Zusammenarbeit definiert und vereinbart, dass praktisch alle relevanten Projekte 1 zu 1 fortgesetzt werden – nur unter anderen gesellschaftsrechtlichen Rahmenbedingungen. Das gilt ebenso für eine gemeinsame Produktion in China und Südafrika als auch für die Entwicklung.“

Offiziell arbeitet Mercedes zwar noch mit Chrysler zusammen, um die Nachfolger der A- und B-Klasse auf eine gemeinsame Komponentenarchitektur (intern C412) mit Modellen wie dem nächsten Dodge Caliber zu stellen. Aus Entwicklerkreisen erfuhr auto motor und sport allerdings, dass bereits eine Alternative ohne Chrysler in der Schublade liegt. Basis wäre dann eine verkürzte C-Klasse-Plattform mit Heckantrieb nach dem Vorbild des BMW Einsers, der sich viele Teile mit dem nächstgrößeren Dreier teilt.

Für neue Projekte kann Forschungschef Thomas Weber außerdem nicht mehr automatisch auf Chrysler-Kapazitäten zurückgreifen, deswegen dürfen sich Zulieferer über ein Plus von Aufträgen freuen. Zetsche: „Wir wollen unseren Weg erfolgreich weitergehen und sind auf Wachstumskurs; daran werden auch unsere Zulieferer profitieren können.“
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