Umfrage zeigt: Die deutschen Autofahrer wollen ihre Kfz-Versicherung nicht wechseln

(PresseBox) ( Berlin/Dreilinden, )
Am 30. November ist wie jedes Jahr Stichtag für den Wechsel der Kfz-Versicherungen. Doch die Deutschen verspüren keinen Grund: Nur 7 Prozent der Autofahrer wollen sich nach einer neuen Versicherung umschauen. Gerade im Hinblick auf die neuen Unisex-Tarife kann sich für manche Autobesitzer ein Wechsel lohnen. Jedoch kennt nur jeder zweite die Regelung, die Ende des Jahres in Kraft tritt. Dies zeigt eine aktuelle Umfrage von TNS Infratest im Auftrag von Deutschlands größtem Fahrzeugmarkt mobile.de.

Überall werden Autofahrer derzeit wieder darauf hingewiesen, dass es Zeit für einen Wechsel ihrer Kfz-Versicherung ist. Doch 91 Prozent der Deutschen wollen ihrer Versicherung treu bleiben. Sie sind mit dem Angebot ihres Anbieters in Bezug auf Leistungsumfang (60 Prozent), Preisangebot (60 Prozent) und auch dem Kundenservice (58 Prozent) absolut zufrieden, wie eine Umfrage des Fahrzeugmarktes mobile.de zeigt.

Lediglich 7 Prozent der deutschen Autofahrer geben an, dass sie ihre Versicherung wechseln wollen. Bei den Befragten bis 29 Jahre zeigt sich eine größere Wechselbereitschaft. In dieser Altersgruppe plant mehr als jeder Zehnte, sich für eine neue Kfz-Haftpflicht zu entscheiden. Der Hauptgrund für eine neue Versicherung sind für die Umfrageteilnehmer zu hohe Preise (87 Prozent), gefolgt von einem nicht zufriedenstellenden Leistungspaket (33 Prozent). Mehr als 14 Prozent der Befragten entscheiden sich für einen neuen Anbieter, da sich die Typklasse geändert hat. Bei vielen Versicherungen kann dies zu erheblichen Preissteigerungen geführt haben, denn erstmals werden das Alter des Halters und des jüngsten Fahrers berücksichtigt. "Ein Vergleich der Angebote kann sich tatsächlich lohnen. Selbst wenn Autobesitzer mit den Prämien zufrieden sind, bietet eine andere Versicherung vielleicht ein besseres Leistungspaket zu den gleichen Konditionen", rät Malte Krüger, Geschäftsführer der mobile.international GmbH. Vor allem die Frauen wünschen sich von ihrer Versicherung einen größeren Leistungsumfang (53 Prozent) und einen besseren Kundenservice (26 Prozent) und planen häufiger als Männer einen Wechsel.

Für viele Autofahrer noch ganz neu: die Unisex-Tarife. Nur jeder zweite Autofahrer kann laut Umfrage mit dieser Neuregelung etwas anfangen. In der Altersgruppe der bis 29-Jährigen, die von den neuen Tarifen in der Kfz-Versicherung hauptsächlich betroffen sein werden, sind es fast 60 Prozent. Unisex bedeutet, dass spätestens ab dem 21. Dezember 2012 für Männer und Frauen die gleichen Kriterien gelten müssen und das Geschlecht kein Grund für eine unterschiedliche Berechnung sein darf. Bei der Kfz-Haftpflicht beeinflussen zwar viele Faktoren die Prämienhöhe, doch Alter und Geschlecht können sich schon darauf auswirken. "Gerade bei den jüngeren Altersgruppen lohnt sich ein Blick auf die neuen Unisex-Tarife", meint Malte Krüger. "Junge Männer haben bislang mehr gezahlt, daher kann sich ein neuer Vertrag mit Unisex-Tarif lohnen. Frauen sollten eher bestehende Verträge behalten, wenn sie mit den Bedingungen zufrieden sind, denn neue Policen könnten gerade für jüngere Autofahrerinnen teurer werden."

Umfragebedingungen

Im Auftrag von mobile.de befragte TNS Infratest deutsche Autobesitzer zum Wechsel der Kfz-Versicherung. Dabei waren Mehrfachnennungen möglich. Die Befragung wurde vom 23. bis 24. Oktober 2012 als CATI-Bus-Umfrage mit 952 Teilnehmern durchgeführt.
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