Scrum und Design Thinking erobern die Entwicklungsabteilungen

mm1 Umfrage zeigt: State-of-the Art-Methoden sind in deutschen Unterneh-men etabliert

(PresseBox) ( Stuttgart, )

Ergebnis der mm1 Umfrage: 70 bzw. 60 Prozent der deutschen Unternehmen setzen Agile Entwicklung und Design Thinking ein
Methoden werden aber häfig falsch eingesetzt
mm1 stellt drei Grafiken zu den Methoden kostenlos zum Download zur Verfüung


Die Digitale Transformation erfordert in allen Branchen neue Herangehensweisen für die Konzeption und Entwicklung von (Produkt-) Angeboten. Agile Entwicklung, Design Thinking und Lean Startup stellen nach Ansicht der Unternehmensberatung mm1 einen zeitgemäßen Methodenkanon dar, der für Entwicklungsaufgaben in Kombination angewendet werden sollte.

Daher wollte mm1 wissen, inwieweit diese Entwicklungsmethoden in deutschen Unternehmen bekannt sind und eingesetzt werden. Das Ergebnis: Agile Entwicklung und Design Thinking sind mittlerweile gut etablierte Innovationsmethoden und werden bereits von 70 bzw. 60 Prozent der deutschen Unternehmen eingesetzt – mit zunehmender Tendenz. Lean Startup ist noch zu wenig bekannt. „Unsere Umfrage zeigt, dass die befragten Unternehmen die Zeichen der Zeit erkannt haben. Digital vernetzte Angebote müssen heute schnell und effektiv auf den Markt gebracht werden. Das ist nur mit State-of-the-Art Methoden möglich", macht Laurenz Kirchner, Partner bei mm1, deutlich. An der Umfrage im November 2016 haben 110 Produkt- und Innovationsverantwortliche aus zumeist großen deutschen Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern teilgenommen.

Die Digitalisierung zwingt Unternehmen aller Branchen dazu, mit neuen Angeboten ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Dabei haben sie gleich mit mehreren Problemen zu kämpfen: Kundenbedürfnisse ändern sich auf Grund der schnellen Technologie-Entwicklung rasant und müssen ständig neu erspürt werden, gleichzeitig müssen Entwicklungsprojekte flexibler und mit kürzeren Vorlaufzeiten auf solche Veränderungen reagieren können. Und selbst wenn es gelungen ist, mit einem neuen Produkt unter Einsatz neuer Technologien ein Kundenproblem zufriedenstellend zu lösen, muss für diese Lösung meist noch ein funktionierendes Angebots- und Geschäftsmodell gefunden werden.

Klassische Entwicklungsansätze wie etwas das Stage Gating stoßen hier zunehmend an ihre Grenzen. Ausgelegt sind sie für kapitalintensive Herstellungs- oder Dienstleistungsprozesse wie zum Beispiel im Automobilbau oder in der Energieversorgung. Es geht vor allem darum, vor großen Investitionen – etwa in ein aufwändiges Fertigungswerkzeug oder in teure Infrastrukturkomponenten – möglichst viele Risiken auszuschließen und Fehler zu vermeiden. In der digitalen Produktentwicklung sind die Anfangsinvestitionen geringer, dies machen sich die neuen Methoden zum Vorteil. Sie setzen bewusst darauf, gerade in Anfangsphasen von Entwicklungsprojekten Fehler zu machen und daraus zu lernen. Diese Fehler sind nicht teuer, minimieren aber das Risiko am Markt vorbei zu entwickeln, sehr deutlich.

Für Kirchner, der sowohl als Architekt als auch als Kaufmann ausgebildet ist, ist die Mischung von Methoden in der Entwicklungsarbeit selbstverständlich. Für ihn ist es daher auch keine Überraschung, dass Entwicklungsansätze wie Scrum, Design Thinking und Lean Startup, die in völlig unterschiedlichen Branchen wie der IT, der Kreativbranche oder der Start-up-Welt ihre Wurzeln haben, jetzt als moderner Methodenkanon in den Unternehmen Einzug finden: „Gerade deutschen Unternehmen tut es gut, dass mit den genannten Methoden eine neue Fehlertoleranz und damit auch eine gewisse disziplinierte Kreativität Einzug hält. Denn das sind die wesentlichen Gemeinsamkeiten von Scrum, Design Thinking und Lean Startup: Sie legen den Schwerpunkt darauf, in kurzen Zyklen konkrete Arbeitsergebnisse zu erzeugen und diese auf Tauglichkeit zu überprüfen – ,Build (to think), Measure, Learn‘ heißt das übergreifende Motto."

Gleichzeitig ist keines der Modelle für sich allein genommen ein Allheilmittel. „Wir beobachten in manchen Unternehmen eine Tendenz, die iterativen Entwicklungsmethoden falsch einzusetzen. Insbesondere Design Thinking ist gerade eindeutig im Trend und es kommt beim jeweiligen Top Management gut an, wenn ein Entwicklungsprojekt mit diesem Etikett versehen wird. Wenn dann aber der ersten Nutzerbeobachtung und Ideengenerierung nicht rigoroses Prototypisieren und Testen folgen, verpufft der Effekt sehr schnell. Das habe ich in vielen Jahren Design Thinking-Arbeit leider zu häufig gesehen", erklärt Kirchner.

Die Unternehmensberatung mm1 hat alle drei Methoden in je einer Grafik dargestellt, die Prozessschritte und Werkzeuge veranschaulicht. Die Grafiken stehen kostenlos zum Download zur Verfügung unter

www.scrum-poster.com

www.lean-startup-poster.de

www.design-thinking-poster.de
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