MITNETZ STROM konkretisiert Planungen für Vogtlandring

enviaM-Netzbetreiber legt drei Varianten für Hochspannungskonzept in der Region vor / Raumordnungsverfahren beginnt

(PresseBox) ( Halle (Saale), )
MITNETZ STROM hat die Planungen für den Ausbau des Hochspannungsnetzes im Vogtland konkretisiert. Im Juli 2013 wird der enviaM-Netzbetreiber bei der Landesdirektion Sachsen in Chemnitz die Unterlagen für das Raumordnungsverfahren einreichen.

Vorgesehen ist, einen Ringschluss der bestehenden Hochspannungsleitungen im Vogtland herzustellen. Auf diese Weise wird die Qualität und Sicherheit der Stromversorgung in der Region entscheidend verbessert. Weiterhin wird der steigenden Stromnachfrage der heimischen Wirtschaft Rechnung getragen.

Momentan verlaufen im Vorhabengebiet die 110-kV-Doppelleitung zwischen dem Umspannwerk Droßdorf und dem Umspannwerk Markneukirchen sowie die 30-kV-Doppelleitung zwischen den Umspannwerken Falkenstein, Muldenberg und Klingenthal. Für den Ringschluss dieser bestehenden Stromleitungen - den sogenannten Vogtlandring - schlägt MITNETZ STROM drei Trassenvarianten vor. Planungsgrundsatz ist, die Beeinträchtigungen für Mensch und Umwelt so gering wie möglich zu halten. Auf neuen Trassen werden die Hochspannungsleitungen als Erdkabel errichtet. Auf bestehenden Trassen werden die vorhandenen Hochspannungsfreileitungen modernisiert. Nicht mehr benötigte Hochspannungs-freileitungen werden demontiert.

Die Trassenvariante 1a "Wolfsbachweg" sieht vor, auf der Trasse der bestehenden Freileitung vom Umspannwerk Falkenstein bis Grünbach eine neue 110-kV-Einfachleitung zu bauen (Grafik: pink durchgehende Linie). Die weiterführende 30-kV-Doppelleitung bis zum Umspannwerk Klingenthal entfällt. Vom Umspannwerk Droßdorf ist auf der Trasse der bestehenden Hochspannungsfreileitung eine neue 110-kV-Einfachleitung bis in die Nähe von Gunzen geplant (Grafik: rot durchgehende Linie). Grünbach und Gunzen werden durch ein neues 110-kV-Erdkabel verbunden (Grafik: pink gestrichelte Linie). Beabsichtigt ist ferner, die bestehende 110-kV-Doppelleitung nahe Gunzen bis zum Umspannwerk Markneukirchen zu modernisieren (Grafik: oliv durchgehende Linie).

Die Trassenvariante 1b "Hämmerling" ähnelt Variante 1a. Der Unterschied besteht darin, dass die angedachte neue 110-kV-Einfachleitung auf der Trasse der bestehenden Hochspannungsfreileitung vom Umspannwerk Falkenstein bis zum Umspannwerk Muldenberg verläuft (Grafik: pink durchgehende Linie). Das Umspannwerk Muldenberg und Gunzen werden durch ein neues 110-kV-Erdkabel verbunden (Grafik: pink gestrichelte Linie).

Bei der Trassenvariante 2 "Jägerswald" ist geplant, die bestehende Hochspannungs-freileitung vom Umspannwerk Droßdorf bis in die Nähe von Gunzen auf gleicher Trasse durch eine neue 110-kV-Doppelleitung zu ersetzen (Grafik: rot durchgehende Linie). Die unweit von Gunzen bis zum Umspannwerk Markneukirchen verlaufende vorhandene 110-kV-Doppelleitung soll modernisiert werden (Grafik: oliv durchgehende Linie). Der Ringschluss erfolgt durch ein neues 110-kV-Erdkabel zwischen dem Umspannwerk Falkenstein und dem Umspannwerk Droßdorf (Grafik: pink gestrichelte Linie).

Ein wichtiger Punkt bei der Planung des neuen Hochspannungskonzeptes für das Vogtland ist die Einbindung der Öffentlichkeit. MITNETZ STROM hat eigens für das Vorhaben einen "Infobrief Vogtlandring" aufgelegt. Im Internet sind unter www.mitnetz-strom.de/Stromnetz/Netzausbau weiterführende allgemeine Informationen zum Netzausbau im Hochspannungsbereich und zu anderen aktuellen Projekten abrufbar.

Stichwort Raumordnungsverfahren

Im Raumordnungsverfahren wird untersucht, welche Leitungsführung die umweltverträglichste und landesplanerisch vernünftigste Lösung für einen Neubau ist. In der Regel wird ein Untersuchungsraum mit einer Breite von rund 100 Metern rechts und links der geplanten Leitungstrasse betrachtet.

Träger öffentlicher Belange, wie Gemeinden und Landkreise aber auch Interessenverbände wie Um-weltschutzorganisationen, erhalten Gelegenheit, Stellung zum Vorhaben zu nehmen.

Eine Einbeziehung der Bürger ist auf Veranlassung der Genehmigungsbehörde im Rahmen einer öf-fentlichen Auslegung und Anhörung möglich. Der Raumordnungsbeschluss bildet die Grundlage für den Leitungsverlauf.

Stichwort Planfeststellungsverfahren

An das Raumordnungsverfahren schließt sich das Planfeststellungsverfahren an. Das Planfeststel-lungsverfahren sieht eine umfassende Beteiligung der Öffentlichkeit vor.

Träger öffentlicher Belange, wie Gemeinden und Landkreise aber auch Interessenverbände wie Umweltschutzorganisationen und Bürger haben im Rahmen der öffentlichen Auslegung die Möglichkeit, sich zum Vorhaben zu äußern. Ort und Zeitraum der Auslegung werden im Amtsblatt der Gemeinden angekündigt, auf die sich der Neubau der Hochspannungsleitungen auswirkt.

In einem festgelegten Zeitraum besteht für Träger öffentlicher Belange und Bürger die Gelegenheit, schriftlich Einwände zum Projekt einzureichen. Im Nachgang werden diese durch die Planfeststellungs-behörde mit unseren Stellungnahmen zu diesen Einwänden abgewogen.

Das Planungsverfahren endet mit dem Planfeststellungsbeschluss, der die genaue Trassenführung festlegt.
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