Intensiver Netzausbau führt bei MITNETZ STROM erstmals zu weniger Netzsicherheitsmaßnahmen in 2016

(PresseBox) ( Halle (Saale), )
Die intensiven Anstrengungen der MITNETZ STROM beim Ausbau des Stromnetzes zeigen erste Wirkungen. Der enviaM-Netzbetreiber verzeichnet in 2016 erstmals einen Rückgang von Eingriffen ins Stromnetz, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Das Unternehmen reduzierte die Stromerzeugung der Einspeiser nur 224 Mal (2015: 534). Am häufigsten waren die Netzregion Sachsen-Anhalt (127 Eingriffe) und Brandenburg (85 Eingriffe) betroffen. 12,5 Prozent der Netzeingriffe gehen auf die Anforderungen des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz zurück.

„Wir sind trotzdem weiterhin gefordert. Der Zubau von Wind- und Solaranlagen geht nach wie vor voran. Die Einspeisung aus erneuerbaren Energien nimmt weiter zu. Bedingt durch ein windruhiges Jahr und durch den massiven Netzausbau konnten wir im vergangenen Jahr die Zahl der Netzengpässe reduzieren. Das kann sich schnell wieder ändern. Bei viel Wind und viel Sonne können unsere Netzsicherheitsmaßnahmen wieder ansteigen", sagt Adolf Schweer, Technischer Geschäftsführer der MITNETZ STROM.

Ein wichtiger Meilenstein beim Netzausbau war in 2016 die Inbetriebnahme der neuen Hochspannungsschaltanlage im Umspannwerk Jessen/Nord. Der zusätzliche Verknüpfungspunkt zum Höchstspannungsnetz ermöglicht, mehr Strom aus erneuerbaren Energieanlagen abzuführen. Seit der Inbetriebnahme im August 2016 konnte MITNETZ STROM die Eingriffe in der Region Bad Liebenwerda, Jessen und Falkenberg deutlich reduzieren.

Weitere Baumaßnahmen, die maßgeblich zu reduzierten Netzeingriffen in 2016 beigetragen haben, sind beispielsweise die Modernisierung der Umspannwerke Köthen (Landkreis Anhalt-Bitterfeld/Sachsen-Anhalt) und Klostermansfeld (Landkreis Mansfeld-Südharz/Sachsen-Anhalt) sowie die Erweiterung des Umspannwerkes Uckro (Landkreis Dahme-Spreewald/Brandenburg).

Auch in 2017 optimiert das Unternehmen sein Stromnetz und baut es aufgrund der Zunahme erneuerbarer Energieanlagen weiter aus. In Brandenburg plant MITNETZ STROM, die Hochspannungsfreileitung zwischen Großräschen und Finsterwalde zu ersetzen. Zudem entsteht in Großräschen ein weiterer Verknüpfungspunkt zum Höchstspannungsnetz, um das Stromnetz im Raum Finsterwalde und Schwarzheide zu entlasten. In Sachsen-Anhalt plant der enviaM-Netzbetreiber, die Hochspannungsfreileitung zwischen Marke und Piesteritz zu modernisieren. Des Weiteren wird das Umspannwerk Wansleben um einen dritten Großtransformator erweitert.

„Lange Planungs- und Genehmigungszeiten hindern uns weiterhin an einem schnellen Netzausbau, um mit dem Zuwachs erneuerbarer Energieanlagen Schritt halten zu können", schließt Schweer ab.

Netzsicherheitsmanagement

Im Rahmen des Netzsicherheitsmanagements ist es Netzbetreibern gestattet, die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien herunterzufahren, wenn eine Überlastung des Stromnetzes droht. Grundlage bildet das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG).

Bei der MITNETZ STROM erfolgt die Drosselung der Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien per Funksignal über die zentrale Schaltleitung in Taucha bei Leipzig. Die Anlagenbetreiber erhalten vom Netzbetreiber für die Verringerung der Einspeiseleistung bei Vorliegen eines Netzengpasses eine Entschädigung als Ausgleich für die nicht eingespeiste Energie.

Weiterführende Angaben zum Netzsicherheitsmanagement sind im Internet unter www.mitnetz-strom.de, Stromnetz, Stromerzeugung, Betrieb, Netzsicherheitsmanagement oder Unternehmen, Zahlen & Fakten, Netzsicherheitsmanagement abrufbar.
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