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Pressemitteilung BoxID: 239297 (Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen)
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Wirtschaftsministerin Christa Thoben überreicht das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an die Eheleute Margrit Harting-Kohlhase und Dietmar Harting, Espelkamp

Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie NRW teilt mit

(PresseBox) (Düsseldorf, ) Bundespräsident Horst Köhler hat auf Vorschlag von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers die Eheleute Margrit Harting-Kohlhase und Dietmar Harting mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Wirtschaftsministerin Christa Thoben würdigte heute, 16. Februar 2009, anlässlich der Aushändigung die Verdienste der Eheleute Margrit Harting-Kohlhase und Dietmar Harting.

Die Eheleute Margrit Harting-Kohlhase und Dietmar Kohlhase leiten die HARTING KgaA, ein mittelstänidsches Unternehmen, das Industriesteckverbinder herstellt und mit seiner Produktpalette Weltmarktführer ist.

Seit 1996 setzt sich Margrit Harting-Kohlhase als Vorstandsvorsitzende der Philharmonischen Gesellschaft Ostwestfalen-Lippe für die Förderung der Nordwestdeutschen Philharmonie (NWD) ein. Durch ihre Kontakte gelang es ihr, großzügige Spenden einzuwerben. So konnte die Gesellschaft im Jahr 1999 die Konzertreise der NWD nach Japan fördern. Ihre Überzeugungsarbeit im politischen Raum bewirkte, dass die NWD als Landessinfonieorchester erhalten blieb. Ihrer Initiative ist zu verdanken, dass die Philharmonische Gesellschaft Ostwestfalen-Lippe die Detmolder Sommerakademie fördert, die Preisträger des Bundeswettbewerbs "Jugend musiziert" nach Detmold einlädt. Seit 2006 veranstaltet die Gesellschaft von ihr initiierte Kindermusikfeste in der Region, die die Kinder an die klassische Musik heranführen.

Von 1993 bis 2003 hatte Harting-Kohlhase den Vorsitz des Volksbildungswerkes e.V. in Espelkamp inne. Ziel des Volksbildungswerks ist die allgemeine Förderung kultureller Angebote in Espelkamp. 30 Jahre nach Einweihung des Theaters waren Sanierungsarbeiten in erheblichem Umfang erforderlich geworden, die mit den vorhandenen Mitteln nicht finanziert werden konnten. Margrit Harting-Kohlhase beteiligte sich in derselben Höhe wie die Stadt Espelkamp an der Finanzierung der Sanierung und 2002 konnte der Spielbetrieb fortgesetzt werden. 2002 verlieh ihr der Rat der Stadt Espelkamp zum Dank die Espelkamp-Medaille. 2003 ernannte das Volksbildungswerk sie zur Ehrenvorsitzenden. 2006 zeichnete der Bundespräsident in seiner Initiative "Deutschland -Land der Ideen" dieses Theater als Imageträger für Deutschland aus.

Seit 1999 engagiert sich Harting-Kohlhase im Kuratorium der "Stiftung der Sparkasse in Minden-Lübbecke zur Förderung von Kunst und Kultur". 2005 gab sie den Anstoß dazu, in regelmäßigen Abständen herausragende kulturelle Veranstaltungen in Ostwestfalen zu organisieren. 2006 gelang es ihr, den Intendanten Klaus Peymann mit dem Berliner Ensemble zur Aufführung der Brecht Komödie "Die Kleinbürgerhochzeit" im Neuen Theater Espelkamp zu gewinnen.

Von 2000 bis 2002 hatte Margrit Harting-Kohlhase den Vorsitz des Kuratoriums der westfälisch-lippischen Universitätsgesellschaft Bielefeld inne. Seit vielen Jahren finanziert sie die Dotation für einen der jährlich vergebenen 13 Preise der Universität Bielefeld für herausragende Dissertationen. Durch Veranstaltungen in ihrem Betrieb fördert sie die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.

Von 1993 bis 2003 hatte Harting-Kohlhase den Vorsitz der Interessengemeinschaft Standortförderung im Kreis Minden-Lübbecke e.V. inne. 1996 initiierte sie die Ausschreibung des mit 10.000 € dotierten Förderpreises "Leistung macht Laune". Der Preis wird für eine Leistung vergeben, die dazu beigetragen hat, das Zugehörigkeitsgefühl in der Region zu stärken. 2003 verlieh der Verein ihr den Ehrenvorsitz.

1996 wurde Margrit Harting-Kohlhase Mitglied des Kuratoriums der wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen und Lippe e.V. Die Gesellschaft verleiht alle zwei Jahre den Westfälischen Friedenspreis. Eine international besetzte Jury unterbreitet einen Vorschlag, über den sodann das 40-köpfige Kuratorium entscheidet.

Dietmar Harting intensivierte seit 1998 sein berufsständisches Engagement. Sein besonderes Anliegen ist die elektronische Normungsarbeit. 1998 übernahm Harting den Vorsitz der Deutschen Kommission Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik (DKE). Die DKE ist die in Deutschland zuständige Organisation für die Erarbeitung von Normen und Sicherheitsbestimmungen auf diesem Gebiet. Im CENELEC (Europäisches Komitee für elektrotechnische Normung) und als stellvertretender Vorsitzender des deutschen Komitees der internationalen elektrotechnischen Kommission (IEC) vertritt er die Interessen der deutschen Hersteller. Von 1999 bis 2004 leitete Harting als Präsident den Zentralverband der Elektrotechnik und Elektronikindustrie (ZVEI). Auch hier war die Weiterentwicklung der elektrotechnischen Normung sein besonderes Anliegen. Anlässlich seines Ausscheidens im Jahr 2004 übertrug der Zentralverband ihm die Ehrenpräsidentschaft. 2003 wurde Dietmar Harting zum Präsidenten de! s Deutschen Instituts für Normung e.V. (DIN) gewählt. Die Normung ist eine Selbstverwaltungsaufgabe von Wirtschaft, Staat und Gesellschaft. Das DIN ist der einzige in Deutschland autorisierte Dienstleister für Normung und Standardisierung; es vertritt die deutschen Interessen in den europäischen und internationalen Normungsorganisationen. 2004 brachte Harting als mittelständischer Unternehmer sein Fachwissen auf dem Gebiet der Normung in die Initiative "Partner für Innovationen" ein. Die Initiative zielte darauf ab, Deutschlands Erfolgsgeschichte der Innovationen fortzuschreiben. Es gelang ihm, die Erkenntnis zu vermitteln, dass Normen und Standards die Marktfähigkeit von Innovationen und somit deren Markterfolg unterstützen. Auf seinen Erkenntnissen basiert das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Rahmen der Innovationsförderung finanzierte Projekt "Innovation mit Norm und Standards" (INS), Ziel dieses Projektes ist es, Innovationen der! Zukunft optimale Rahmenbedingungen zu bieten und ihre Marktf?! ?higkeit zu fördern.

Seit 1999 gehört Dietmar Harting als Präsident des ZVEI dem Vorstand des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) an. Im Jahr 2000 übertrug die Mitgliederversammlung Harting das Amt eines der sieben Vizepräsidenten, das er bis 2004 innehatte. Bis heute gehört er dem Präsidium an. Von 2000 bis 2004 gehörte er dem Vorstand des Förderkreises der Deutschen Industrie e.V. an. Der Förderkreis betreut wichtige Gemeinschaftsprojekte der deutschen Industrie. Er unterstützt neben dem BDI das Institut der deutschen Wirtschaft, das Forschungsinstitut für Wirtschaftsverfassung und Wettbewerb sowie die Gesellschaft zur Förderung des Unternehmernachwuchses.

Seit November 1996 ist Harting Mitglied des Aufsichtsrats der Deutschen Messe AG und Vorsitzender des Ausstellerbeirats der Hannovermesse. Im Jahr 2004 zeichnete das Land Niedersachsen Dietmar Harting für sein Engagement mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des niedersächsischen Verdienstordens aus.