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Pressemitteilung BoxID: 370567 (Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie)
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Studie zur Positionierung Brunsbüttels im Windenergiemarkt vorgelegt

Wirtschaftsminister de Jager: "Bis 2030 mindestens 1.000 neue Arbeitsplätze"

(PresseBox) (Kiel, ) Gute Zukunftsaussichten für die Westküste: Der geplante Ausbau der Energieerzeugung über Offshore-Windparks mit mehr als 10.000 geplanten neuen Windkraftanlagen und einer Leistung von über 40.000 Megawatt eröffnet der Region riesige Marktpotenziale. Brunsbüttel, als größtem Hafen der Region, kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Um die Potenziale des Standortes zu konkretisieren, haben die Brunsbüttel Ports GmbH und Entwicklungsgesellschaft Brunsbüttel (egeb) bei der Hamburger Unternehmensberatung Universal Transport Consulting GmbH (Uniconsult) ein Gutachten in Auftrag gegeben, das heute (3. September) in Kiel von Wirtschaftsminister Jost de Jager, egeb-Geschäftsführer Dr. Hans-Jürgen Hett, und dem Geschäftsführer der Brunsbüttel Ports GmbH, Frank Schnabel, vorgestellt wurde.

"Brunsbüttel hat hervorragende Chancen, sich als Produktions- und Logistikstandort für die Offshore- Windindustrie zu positionieren", fasste de Jager die Studie zusammen. "Gemeinsam mit Servicehafen- Projekten wie in Rendsburg oder auf Helgoland sehen wir dies als wichtigen Schritt, um die Westküste als unverzichtbaren Windkraftstandort zu positionieren", so der Minister. Die Konkurrenz dabei sei groß: Häfen wie Cuxhaven oder Bremerhaven seien in ihrer Entwicklung bereits weit vorangeschritten.

"Auf Grund der umfangreichen hafennahen Freiflächen, der vorhandenen Hafenstrukturen und Wassertiefen, sowie dem umfangreichen knowhow der Brunsbüttel Ports/Schramm group im Umschlag von Windenergieanlagen, kann sich Brunsbüttel durchaus mit diesen Mitbewerbern messen", betont Brunsbüttel Ports Geschäftsführer Frank Schnabel. Nach den Worten von egeb- Geschäftsführer Hett sei es dafür aber notwendig, schon heute die Voraussetzungen zu schaffen, die für eine erfolgreiche Investorenansprache notwendig seien. Dazu fordere das Gutachten, dass die vorhandenen Hinterlandflächen zur Vermarktung gesichert und vorbereitet werden müssten. Zum anderen müsse die Verkehrsanbindung optimiert werden, was Investitionen in Straße und Schiene bedeute. Insbesondere sind laut Expertise aber die Hafenstrukturen zu ertüchtigen und auszubauen. So verlangt das Gutachten neue, schwerlastfähige Hafen- und Lagerflächen sowie die entsprechenden Umschlagsanlagen.

Dies erfordert nach den Worten von Schnabel unter anderem den Neubau einer Offshore-Pier, um den Elbehafen sinnvoll zu ergänzen und zu verhindern, dass die Windenergie in Konkurrenz zu bereits vorhandenen Nutzungen tritt. Die Investitionen hierfür werden erheblich sein. Demgegenüber stehen aber, von Uniconsult bezifferte, positive ökonomische Effekte für den Standort. Allein in Brunsbüttel können so bis 2030 mindestens 1.000 neue, qualifizierte Beschäftigungsverhältnisse entstehen. Hinzu kommen weitere Arbeitsplätze an anderen Standorten in der Region.

"Schleswig-Holstein muss als Geburtsland der Windenergie auch weiterhin eine bedeutende Rolle im Markt spielen. Die jetzt vorgelegte Studie zeigt eindrucksvoll, dass dies möglich ist und was wir tun müssen, um dieses Ziel zu erreichen", sagte de Jager.

Als erste Reaktion auf das Gutachten wird nun eine Machbarkeitsstudie für die neue Offshorepier in Auftrag gegeben, damit konkrete Hafenplanungen so schnell wie möglich angegangen werden können. Denn allen Beteiligten ist klar: Der Markt wartet nicht und die Zeit, die richtigen Entscheidungen zu treffen, ist knapp.