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Pressemitteilung BoxID: 331925 (Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie)
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1,4 Millionen Euro für neues Gerätesystem im Operationssaal der Zukunft

(PresseBox) (Quickborn, ) Mit einem neuen, modular aufgebauten Gerätesystem für die Ultraschall- und Hochfrequenzchirurgie, dem Operationssystem IGOS, will Firma Söring aus Quickborn expandieren und ihre Position am Weltmarkt ausbauen. Wirtschaftsminister Jost de Jager übergab dazu heute (24. März) einen Förderbescheid über rund 1,4 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Zukunftsprogramms Wirtschaft. Damit wird die 5,9 Millionen Euro starke Investition des Unternehmens in Forschung und Entwicklung unterstützt.

Mit dem Projekt will das Unternehmen rund 60 neue Arbeitsplätze schaffen. Bis zum Jahr 2016 soll sich die Zahl der Beschäftigten im Unternehmen sogar auf 180 nahezu verdoppeln. Außerdem sollen durch das Projekt zwölf weitere Arbeitsplätze bei anderen Unternehmen entstehen. Jost de Jager: "Mit dem Operationssystem IGOS wird Söring ein äußerst komplexes und ambitioniertes Innovationsvorhaben realisieren, das wir gerne unterstützen. Das Unternehmen sichert sich damit eine gute Ausgangsposition im internationalen Wettbewerb um den Operationssaal der Zukunft, und in Schleswig- Holstein entstehen zugleich wertvolle Arbeitsplätze."

Der zunehmende Kostendruck, aber auch der medizintechnische Fortschritt verändert die Anforderungen an die "OP-Säle der Zukunft". Mit dem Operationssystem, das Söring entwickeln will, werden sich insbesondere die von Söring angebotenen Chirurgietechnologien deutlich besser als bisher miteinander kombinieren lassen und über eine zentrale Bedieneinheit zu handhaben sein. Außerdem sorgt die Kombination der einzelnen Module

über eine zentrale Bedieneinheit dafür, dass auch Anwender unterschiedlicher Fachdisziplinen auf ein umfangreiches, flexibles und erweiterbares Gerätesystem zugreifen können - analog zu einer Bohrmaschine, die auch die unterschiedlichsten Einzelgeräte antreiben kann.

Bislang sind Kombinationen von chirurgischen Geräten nur aus interdisziplinär ausgestatteten Einzelgeräten verschiedener Hersteller zusammenstellbar. Das will Söring mit dem modular aufgebauten Gerätesystem ändern. Das innovative Konzept sieht darüber Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein hinaus Schnittstellen zum integrativen OP-System des Krankenhauses vor, so dass es sich in das Dokumentations-, Protokoll- und Archivierungssystem für OPs einbinden lässt. Das neue Konzept soll dazu beitragen, dass schonendere, beispielsweise minimalinvasive OP-Verfahren häufiger eingesetzt werden können. Es soll ferner die OP-Dauer verkürzen und die Belastung für die Operateure verringern. Außerdem benötigen die einzelnen Module nur wenig Platz. Damit verschafft sich Söring gegenüber der Konkurrenz deutliche Wettbewerbsvorteile.

Firma Söring aus Quickborn gilt als einer der Pioniere der Ultraschalltechnologie in der Chirurgie und ist Technologie- und Weltmarktführer auf diesem Gebiet. Mit dem neuen Gerätesystem für den Operationssaal will das Unternehmen seine Position auch auf diesem Sektor weiter ausbauen.

In das Zukunftsprogramm Wirtschaft fließen im Zeitraum 2007 - 2013 rund 752 Millionen Euro für die wirtschafts- und regionalpolitische Förderung in Schleswig-Holstein, davon rund 374 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), rund 173 Mio. Euro aus der Bund-Länder- Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) zuzüglich eines Sonderprogramms in Höhe von rund 30 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket I sowie ergänzenden Landesmitteln in Höhe von rund 175 Mio. €.

In der Förderperiode 2007-2013 bildet das Zukunftsprogramm Schleswig-Holstein das Dach für die Zukunftsprogramme Wirtschaft, Arbeit, ländlicher Raum und Fischerei. Das Zukunftsprogramm Schleswig-Holstein mit seinem Fördervolumen von 1,4 Milliarden Euro steht für mehr Wirtschaft und Beschäftigung, für mehr Innovationen und Lebensqualität in Schleswig-Holstein.
Mehr Informationen im Internet unter www.zukunftsprogramm.schleswig-holstein.de Verantwortlich