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Pressemitteilung BoxID: 53635 (Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume)
  • Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume
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  • 24106 Kiel
  • http://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/landesregierung_node.html
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Offshore Windparks im schleswig-holsteinischen Küstenmeer kommen in Bewegung

Erste Kabelgenehmigung zur Netzanbindung ist erteilt

(PresseBox) (KIEL, ) Die Firma Multikabel GmbH hat die Teilgenehmigung zur Netzanbindung ihres 108 Kilometer nordwestlich von Helgoland geplanten Offshore Windparks "Nördlicher Grund" durch das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume erhalten. Dies ist die erste Genehmigung dieser Art zur Netzanbindung durch das schleswig-holsteinische Küstenmeer. Der Windpark selbst mit 80 Anlagen zu je fünf Megawatt ist am 1. Dezember 2005 durch das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg genehmigt worden.
Die Kabelgenehmigung erfasst die Trasse von der 12-Seemeilen-Grenze bis zum Anlandepunkt in Neuenkoog bei Büsum. Das Landwirtschaftsministerium hat damit einen wichtigen Beitrag zur Verwirklichung der Offshore-Windkraft geleistet. Zur Weiterführung des Kabels an Land, von Neuenkoog bis zum Netzeinspeisepunkt in Brunsbüttel, ist das Genehmigungsverfahren im Ministerium ebenfalls angelaufen.
Mit den vom BSH bereits genehmigten sechs Windparks im Offshore-Bereich der Nordsee vor der schleswig-holsteinischen Küste sollen insgesamt bis zu 2.400 Megawatt an regenerativem Strom erzeugt werden. Dies wäre ein großer Erfolg in der langfristigen Nutzung erneuerbarer Energien. Da der im Offshore-Bereich erzeugte Strom in das Netzsystem an Land eingespeist werden muss, hat sich eine Querung des Nationalparks als unausweichlich herausgestellt. Eine seeseitige Trassierung bis zur Elbmündung schied aus Gründen der Sicherheit für die Seeschifffahrt aus.
Die Genehmigung trägt der Anforderung des Naturschutzes Rechnung, die Eingriffe so gering wie möglich zu halten. Das ist insbesondere durch die Trassenführung erreicht worden, indem die wichtigen Mausergebiete für Brandgans und Trauerente sowie die Schutzzone 1 des Nationalparks nicht berührt werden. Darüber hinaus wird für die Baumaßnahme selbst ein enges Zeitfenster in den Monaten von Juni bis September außerhalb der großen Vogelzüge sowie eine bestimmte Tiefe der Kabelverlegung festgelegt.
Für die nicht kompensationsfähigen Eingriffe wird eine Ausgleichzahlung in Höhe von ca. 278.000 Euro an das Land Schleswig-Holstein erfolgen. Die Mittel sollen für Maßnahmen des Naturschutzes in dem betroffenen Raum eingesetzt werden.

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