PresseBox
Pressemitteilung BoxID: 237237 (Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume)
  • Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume
  • Mercatorstr. 3
  • 24106 Kiel
  • http://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/landesregierung_node.html
  • Ansprechpartner
  • Christian Seyfert
  • +49 (431) 988-7201

Neue Ergebnisse im Untersuchungsprogramm zu Dioxinen und dioxinähnlichen PCB

(PresseBox) (Kiel , ) Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume teilt mit, dass es erste Hinweise darauf gibt, dass Schaflebern auch außerhalb bestimmter Regionen teilweise erhöhte Schadstoffbelastungen aufweisen. Das sind erste Ergebnisse eines Untersuchungsprogramms zu Dioxinen und dioxinähnlichen PCB, das vom Ministerium außerhalb der zunächst untersuchten schleswig-holsteinischen Unterelberegion in Auftrag gegeben worden ist. Über die Ergebnisse der Untersuchungen in der Elbregion hat das Ministerium die betroffene Region, die Tierhalter und die Öffentlichkeit seit September 2008 kontinuierlich informiert. Die Lebern der geschlachteten Schafe und Rinder aus dieser Region dürfen ohne Untersuchung nicht vermarktet werden. Je nach Verfügbarkeit von Schlachttieren finden weitere Untersuchungen von Weidetieren statt. Sowie belastbare Ergebnisse auf breiterer Grundlage vorliegen, werden sie wie auch bisher schon anschließend jeweils der Öffentlichkeit bekannt gegeben. Die Untersuchungen werden in Abstimmung mit anderen Bundesländern durchgeführt und koordiniert.

Ursächlich für die Belastungen sind vermutlich bei der Beweidung aufgenommene Dioxine bzw. dioxinähnliche PCB, die in den Lebern der Tiere angereichert werden. Für eine abschließende Bewertung liegt allerdings noch keine ausreichende Zahl von Untersuchungsergebnissen vor.

Das Ministerium empfiehlt wie auch die zuständigen Behörden in Niedersachsen, sicherheitshalber auf einen Verzehr von Schafleber bis auf weiteres zu verzichten. Untersuchungen zu Obst und Gemüse, Milch, Butter und Käse haben weiterhin keinerlei auffällige oder problematische Werte aufgewiesen. Auch im Muskelfleisch von Schafen wurden keine bedenklichen Schadstoffkonzentrationen gemessen. Eine Gefahr für die Gesundheit der Verbraucher besteht beim Verzehr von solchen Produkten also nicht. Bis 2010 hat das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume für die weiteren Untersuchungen 200.000 Euro bereitgestellt. Noch in diesem Monat wird es Expertengespräche auf Bund-Länder-Ebene zur Bewertung der aktuellen Situation unter Beteiligung Schleswig-Holsteins geben.