Strategiepapier zur IT-Sicherheit: Land will führende Position von NRW mit Forschungsagenda ausbauen

(PresseBox) ( Düsseldorf, )
Messerundgang von Ministerin Schulze CeBIT in Hannover Strategiepapier zur IT-Sicherheit: Land will führende Position von NRW mit Forschungsagenda ausbauen Die weitere Stärkung der IT-Sicherheit in Nordrhein-Westfalen ist Thema eines Strategiepapiers, das ein Expertengremium aus Wissenschaft und Wirtschaft NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze bei ihrem Besuch der Messe CeBIT in Hannover übergeben hat. Das Strategiepapier „IT-Sicherheit für NRW 4.0 – Gemeinsam ins digitale Zeitalter. Aber sicher.” ist das Ergebnis des vom Wissenschaftsministerium (MIWF) initiierten Runden Tisches IT-Sicherheit.

Auf Grundlage dieses Strategiepapiers wird das MIWF gemeinsam mit den Mitgliedern des Runden Tisches sowie weiteren Akteuren aus Wissenschaft und Wirtschaft in NRW eine Forschungsagenda zur IT-Sicherheit entwickeln. Bereits jetzt ist NRW in diesem Bereich deutschlandweit führend. Diese Position soll genutzt und ausgebaut werden.

Ministerin Schulze sagte: „Das Thema IT-Sicherheit ist zentral für NRW – insbesondere wenn es um die Themen Mittelstand und Produktion sowie Industrie 4.0 geht. Nahezu alle Bereiche unseres täglichen Lebens befinden sich im digitalen Wandel. Die Möglichkeiten und ihre Risiken sind ein zentraler Faktor für die Entwicklung unseres Landes und unserer Wirtschaft. Daher brauchen wir auch Impulse von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die an zahlreichen Standorten in ganz NRW an den Herausforderungen des digitalen Wandels arbeiten.”

Die Autoren des Strategiepapiers, Prof. Dr. Norbert Pohlmann (Institut für Internet-Sicherheit, Gelsenkirchen) und Prof. Dr. Thorsten Holz (Horst Görtz Institut für IT-Sicherheit, Bochum), formulierten als Ziel: „Um für die Menschen in NRW die positiven Aspekte der Digitalisierung zu stärken und die Gefahren einzudämmen, muss gemeinsam mit allen Stakeholdern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Politik eine nachhaltige Strategie zur Stärkung der IT-Sicherheit in den benannten Bereichen entwickelt werden. Dieses Papier stellt hierfür einen Vorstoß dar und soll als Grundlage für weitere Diskussionen dienen.”

Die Autoren haben in zehn Punkten die wichtigsten Handlungsempfehlungen zusammengetragen, um die Weichen für eine erfolgreiche Digitalwirtschaft zu stellen:


Durchführung von Leuchtturm-Projekten zur IT-Sicherheit
Medienkampagne zur Sensibilisierung der Nutzer zum Thema IT-Sicherheit
Digitalkompetenz (inklusive IT-Sicherheit) in den Schulen und Hochschulen stärken
Ausbau von Professuren mit Schwerpunkt IT-Sicherheit für jeden IT-Ausbildungsgang
Entwicklung einer Weiterbildungsplattform im Bereich IT-Sicherheit
Gründung eines IT-Sicherheit-Start-Up-Zentrums gemeinsam mit Digitalen Wirtschaft NRW
Ausbau der Förderung von Forschung zu sicheren und zuverlässigen IT-Systemen als prospektive Maßnahme; Prinzip „security by design“
Europäische Mindeststandards bei Beschaffungen durch Behörden und öffentliche Institutionen
Erhöhung der Nutzerakzeptanz von IT-Sicherheit
Sicherheitsinitiative: „Mehr Verschlüsselung für alle!“


Informationen rund um dieses Dokument, über die Autoren und die neuste Version zum Download unter: www.it-sicherheit-nrw.de

Neben der technischen Absicherung der Systeme ist vor allem der Mensch ein entscheidender Faktor auf dem Weg in ein digitales Zeitalter. IT-Sicherheitslösungen müssen nutzergerecht sein, damit sie akzeptiert und angewendet werden. Das MIWF fördert daher mit bis zu einer Million Euro die Arbeit eines Regionalen Innovationsnetzwerks (RIN), das die Perspektive der Nutzerinnen und Nutzer erforschen soll. Das RIN wird seine Arbeit bereits 2016 aufnehmen.

Bereits jetzt arbeiten 700 Forscherinnen und Forscher in NRW im Bereich IT-Sicherheit. Damit NRW auch weiterhin weltweit einen Spitzenplatz in der IT-Sicherheitsforschung einnimmt, hat das MIWF gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium den Ausbau des Horst-Görtz-Instituts für Sicherheit in der Informationstechnologie an der Ruhr-Universität Bochum mit Landesmitteln in Höhe von 400.000 Euro unterstützt. Zudem wurde der Austausch zwischen den Experten durch das Netzwerk nrw.unITS mit 600.000 Euro gefördert.
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