Leibniz-Preis 2008: Vier der zehn ausgezeichneten Wissenschaftler kommen aus Nordrhein-Westfalen

Pinkwart gratuliert Preisträgern aus Aachen, Bielefeld, Bonn und Münster

(PresseBox) ( Düsseldorf, )
Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart hat vier Wissenschaftlern aus Nordrhein-Westfalen zum Leibniz-Preis gratuliert. Prof. Dr. Martin Beneke (RWTH Aachen – Theoretische Physik), Prof. Dr. Martin Carrier(Universität Bielefeld - Philosophie), Prof. Dr. Holger Fleischer (Universität Bonn - Wirtschaftsrecht) und Prof. Dr. Wolfgang Lück (Universität Münster - Mathematik) erhalten 2008 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft(DFG) als vier von bundesweit zehn Forschern den Preis, der gemeinhin als deutscher Nobelpreis bezeichnet wird. Dies hatte die DFG am heutigen Donnerstag bekannt gegeben.

Pinkwart sagte, "dass 2008 fast jede zweite Leibniz-Preis nach Nordrhein-Westfalen geht, ist ein fabelhaftes Ergebnis." Der Leibniz-Preis ist der höchstdotierte Preis für herausragende jüngere Forscherinnen und Forscher in Deutschland. Die Gewinner erhalten jeweils eine Förderung in Höhe von 2,5 Millionen Euro zur Unterstützung ihrer weiteren wissenschaftlichen Arbeiten.

Die Preisverleihung findet am 11. Februar 2008 in Berlin statt. Weitere Informationen zum Leibniz-Programm und den Preisträgern 2008 sind zu finden unter www.dfg.de/forschungsfoerderung Die vier Gewinner aus Nordrhein-Westfalen:

Prof. Dr. Martin Beneke forscht an der RWTH Aachen auf dem Gebiet der theoretischen Elementarteilchenphysik. In der Begründung der Preisverleihung stellt die DFG die internationale Bedeutung der Forschungsarbeiten von Professor Beneke besonders heraus. Er habe mit seinen bahnbrechenden Messdaten von Beschleunigungsexperimenten die internationale Forschung maßgeblich geprägt und beeinflusst. Beneke studierte Physik, Mathematik und Philosophie in Konstanz, Cambridge und Heidelberg. Er promovierte in München und habilitierte sich 1998 in Heidelberg. Mit 33 Jahren erhielt er 1999 den Lehrstuhl für Theoretische Physik an der RWTH Aachen.

Prof. Dr. Martin Carrier erhielt den Preis für seine Arbeiten an der Schnittstelle zwischen Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsgeschichte.Mit seiner Nominierung würdigt die Auswahlkommission insbesondere seine außergewöhnliche Kombination von profunder philosophischer Intelligenz mit einem tiefen Verständnis für die Naturwissenschaften.Carrier hat Physik, Philosophie und Pädagogik an der Universität Münster studiert und dort auch promoviert. Er war zunächst Professor für Philosophie an der Universität Heidelberg und hat seit 1998 den Lehrstuhl für Philosophie an der Universität Bielefeld inne. Er ist Mitglied des Direktoriums des Zentrums für Interdisziplinäre Forschung der Universität Bielefeld und leitet dort derzeit eine Forschungsgruppe zu "Wissenschaft im Anwendungskontext".

Prof. Dr. Holger Fleischer forscht im Gesellschafts- und Wettbewerbsrecht sowie in den Kernbereichen des Zivilrechts. Sein akademisches Markenzeichen ist die Zusammenführung von Rechtsgeschichte, Rechtsdogmatik mit der Ökonomischen Theorie des Rechts. Fleischer studierte Rechts- und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Köln. Neben zwei juristischen Staatsexamen und einem an der University of Michigan erworbenen Mater of Law hat er auch sein Diplom in Wirtschaftswissenschaften abgelegt. Er promovierte und habilitierte sich in den Rechtswissenschaften an der Universität Köln. Seinen ersten Ruf erhielt er 2000 an die Universität Göttingen. Seit 2004 ist er Ordentlicher Professor und Direktor des Instituts für Handels- und Wirtschaftsrecht der Universität Bonn.

Prof. Dr. Wolfgang Lück arbeitet als Mathematiker über Topologien, also über geometrischen Gestalten. Die Nominierungskommission würdigt insbesondere seine hohe wissenschaftliche Anziehungskraft und seinen großen Einfluss auf jüngere Nachwuchsmathematiker. Lück hat in Göttingen studiert, promoviert und sich dort auch habilitiert. Nach Stationen als Associate Professor in den USA und einer Professor an der Universität Mainz lehrt und forscht er seit 1996 am Mathematischen Institut der Universität Münster.
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