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Pressemitteilung BoxID: 237602 (Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz)
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"Starke Schulen" in Rheinland-Pfalz

Schulen aus Kaiserslautern, Speyer und Altenglan für pädagogische Spitzenleistungen ausgezeichnet

(PresseBox) (Mainz , ) Die besten rheinland-pfälzischen Schulen, die zur Ausbildungsreife führen, sind die Fritz-Walter-Schule in Kaiserslautern, die Hauptschule im Georg-Friedrich-Kolb-Schulzentrum in Speyer und die Regionale Schule in Altenglan. Diese Schulen wurden heute in Mainz mit den Landespreisen im bundesweiten Schulwettbewerb "Starke Schule. Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen" ausgezeichnet. Der Wettbewerb wird alle zwei Jahre von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Bundesagentur für Arbeit, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und der Deutsche Bank Stiftung durchgeführt und ist mit Preisgeldern von insgesamt 220.000 Euro dotiert.

Bundesweit beteiligten sich fast 600 Schulen an der aktuellen Ausschreibung, darunter 22 Schulen aus Rheinland-Pfalz. Aus den Einsendungen ermittelte eine Jury mit Vertretern aus Schule, Wirtschaft und Wissenschaft die Landessieger. Gemeinsam mit den Gewinnern der anderen Bundesländer hat die in Rheinland-Pfalz erstplatzierte Fritz-Walter-Schule in Kaiserslautern nun die Chance auf den Bundessieg. Die drei Bundessieger werden in einer Feierstunde am 5. Mai in Berlin durch Bundespräsident Horst Köhler geehrt.

Bildungsministerin Doris Ahnen, die den Landessiegern die Urkunden überreichte, unterstrich: "Mit ihrem großartigen Engagement haben die Lehrkräfte, die Schülerinnen und Schüler und die Eltern der Schulen in Kaiserslautern, Speyer und Altenglan die jetzige Auszeichnung mehr als verdient. Ich freue mich, dass der Wettbewerb dazu beiträgt, schulische und pädagogische Spitzenleistungen gerade in dem Bildungsgang deutlich herauszustellen, der zur Berufsreife führt und der in der öffentlichen Wahrnehmung häufig zu kurz kommt und unterschätzt wird."

"Gerade vor dem Hintergrund der sich stark verändernden Schullandschaft freuen wir uns, dass sich so viele Schulen aktiv an dem Wettbewerb beteiligt haben. Die Qualität der Bewerbungen ist sehr hoch und zeigt, dass es vielen Schulen hervorragend gelingt, junge Menschen auf das Berufsleben vorzubereiten", sagte Dr. Antje Becker, Geschäftsführerin der Hertie-Stiftung, stellvertretend für die Wettbewerbspartner.

Mit dem ersten Preis erhält die Fritz-Walter-Schule in Kaiserslautern zugleich einen Scheck über 5.000 Euro. Die Ganztagsschule für lernbehinderte Schüler zeichnet sich durch umfangreiche Fördermaßnahmen aus. Die Lehrer fördern jeden Schüler nach seiner individuellen Leistungsfähigkeit. Alle Schüler profitieren von intensiven Sozialtrainings, bei denen soziale Kompetenzen und Schlüsselqualifikationen nachhaltig vermittelt werden. Auch die Praxisorientierung der Fritz-Walter-Schule ist bemerkenswert. Durch die Mitarbeit in Schülerfirmen - unter anderem einer Catering- und einer Malerfirma - bekommen die Schüler einen guten Einblick in die Berufswelt. Ab dem neunten Jahrgang werden besondere Arbeitsklassen gebildet. Zu deren Unterrichtscurriculum gehören wöchentliche Praxistage an der Schule sowie im Arbeits- und Sozialpädagogischen-Zentrum Kaiserslautern.

Den mit 3.500 Euro dotierten zweiten Preis erhielt die Hauptschule im Georg-Friedrich-Kolb-Schulzentrum in Speyer. Sie überzeugte die Jury durch eine innovative und exzellente Bildungsarbeit in einem schwierigen sozialen Umfeld. Besondere Betonung erfährt dabei die individuelle Förderung und kontinuierliche Berufsorientierung: Ab dem siebten Jahrgang wird ein Talent-, Kompetenz- und Berufsorientierungscheck eingeführt. Dieser wird durch Auswertungsgespräche mit Zielvereinbarungen begleitet und in einem Berufswahlpass dokumentiert. Die Schüler können sich auch in außerschulischen Projekten engagieren: So erproben sie ihre handwerklichen Fertigkeiten in einem gemeinsamen Projekt mit dem Dom zu Speyer oder trainieren Senioren im Umgang mit Computern.

Mit dem dritten Preis und 2.000 Euro wurde die Regionale Schule in Altenglan ausgezeichnet. Besonders positiv bewertete die Jury hier die sehr gute Lernatmosphäre. Das Kollegium misst nachhaltiger Erziehung zur Verantwortlichkeit und Stärkung der Persönlichkeit der Schüler großen Wert bei. Dies zeigt sich in einer transparenten Dokumentation von Unterrichts- und Projektergebnissen ebenso wie in der Einrichtung einer "Friedensgruppe", mit der Probleme an der Schule durch Streitschlichtung gelöst werden. Das Lernangebot ist qualitativ hoch und setzt auf Integration, individuelle Förderung und Berufsvorbereitung. Zudem können die Schüler sich unter anderem bei der Gestaltung des Schulhauses oder der musikalischen Förderung künstlerisch betätigen.

Die Landessieger und Platzierten im Wettbewerb "Starke Schule" in Rheinland-Pfalz:

1. Preis 5.000 Euro Fritz-Walter-Schule in Kaiserslautern
2. Preis 3.500 Euro Hauptschule im Georg-Friedrich-Kolb-Schulzentrum in Speyer
3. Preis 2.000 Euro Regionale Schule in Altenglan

Ehrung Regionale Schule Contwig
Ehrung Maximilian-Kolbe-Schule in Scheuerfeld

Ausgezeichnet wurden vor allem Schulen, die nachhaltige Schul- und Unterrichtsentwicklung betreiben, die sich in Netzwerke - auch mit außerschulischen Partnern - einbinden und denen es gelingt, auch unterschiedliche Schülergruppen gezielt zu fördern. Ein besonderer Schwerpunkt der Juryentscheidung lag auf der Förderung der Berufsorientierung und der Ausbildungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler.

Bei "Starke Schule. Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen" konnten sich alle Hauptschulen und in Abstimmung mit den jeweiligen Ländern auch andere Schulen bewerben, die zum Hauptschulabschluss, zur Berufsbildungsreife oder zur Berufsreife führen. Der Wettbewerb möchte pädagogische Spitzenleistungen auszeichnen, Schulen bei der Qualifizierung ihrer Schüler für die Ausbildungsreife unterstützen, Schulen miteinander vernetzen und das Innovationspotenzial der Schulen fördern. Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung, die Bundesagentur für Arbeit, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und die Deutsche Bank Stiftung finanzieren den Wettbewerb gemeinsam.