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Pressemitteilung BoxID: 125061 (Ministerium für Bildung und Wissenschaft des Landes Schleswig-Holstein)
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Bildungsministerin Erdsiek-Rave beim ersten Berufsbildungsforum Schleswig-Holstein: Qualifikationen anerkennen - Ausbildungszeiten verkürzen

(PresseBox) (Kiel, ) Um die Ausbildungszeiten junger Menschen zu verkürzen, sollen Inhalte der schulischen und der betrieblichen Bildung besser aufeinander angerechnet werden können. "Das motiviert nicht nur die Auszubildenden, sondern hat auch positive ökonomische Effekte. Auf diesem Weg setzen wir in Schleswig-Holstein auf freiwillige, partnerschaftliche Vereinbarungen", sagte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave heute (7. September) auf dem ersten Berufsbildungsforum Schleswig-Holstein in Kiel. Über Lösungsansätze zu dieser und anderen Fragen zum Übergang von Schule in den Beruf wurde auf dem Berufsbildungsforum diskutiert.

Bei der gegenseitigen Anrechenbarkeit von Qualifikationen gebe es bereits erste Schritte, betonte die Bildungsministerin. Als Beispiel nannte sie regionale Absprachen in der Gastronomie, nach denen die zweijährige Berufsfachschule im Bereich Nahrung und Gastronomie als erstes Jahr der dualen Ausbildung anerkannt werden kann. "Es geht darum, durch solche Lösungen Umwege und unnötige inhaltliche Wiederholungen in der betrieblichen Ausbildung zu vermeiden", sagte Erdsiek-Rave. In diesem Sinne könnten auch in der dualen Ausbildung erbrachte Leistungen für Weiterbildung und Studium berücksichtigt werden.

Die Ministerin rief alle beteiligten Institutionen auf, sich einzubringen, um die Ausbildungswege weiter zu optimieren. "Wir haben schon vieles auf den Weg gebracht, um Jugendliche für die Ausbildung und den Beruf fit zu machen. Diese Anstrengungen müssen wir mit den Partnern aus Schule und Wirtschaft weiter intensivieren", sagte sie.
Die Ministerin hob hervor, dass fast jeder dritte 15-Jährige in Deutschland damit rechne, später keine qualifizierte Arbeit zu finden. "Gerade diesen Jugendlichen müssen wir helfen, beruflich und damit auch gesellschaftlich Tritt zu fassen", sagte sie.

Die Wirtschaft im Land leiste hier bereits Beträchtliches - Schleswig-Holstein sei 2006 das erfolgreichste westdeutsche Bundesland bei der Schaffung von Ausbildungsplätzen gewesen und habe das Ergebnis in diesem Jahr noch einmal erheblich steigern können. Zudem dankte sie den Lehrerinnen und Lehrern an den Beruflichen Schulen für ihre Leistung, schließlich erwerbe fast die Hälfte ihrer Schülerinnen und Schüler einen höherwertigen allgemein bildenden Abschluss. "Darunter sind auch viele Jugendliche aus bildungsfernen Familien. Insofern leisten die Berufsbildenden Schulen einen wichtigen Beitrag zum sozialen Ausgleich und zur Chancengleichheit", sagte die Bildungsministerin. Dieser Ansatz werde durch das gemeinsame Lernen an Regional- und Gemeinschaftsschulen künftig auch an allgemein bildenden Schulen gestärkt.

Darüber hinaus hat die Landesregierung vor wenigen Wochen das Handlungskonzept "Schule & Arbeitswelt" für über 100 Schulen gestartet, um Jugendliche beim Übergang in den Beruf zu unterstützen. Bildungs- und Arbeitsministerium haben dafür zusätzliche Investitionen von über 68 Millionen Euro bis 2013 mobilisiert, vorwiegend aus Mitteln des Landes, der EU und der Bundesagentur für Arbeit. An dem Projekt nehmen außer Hauptschulen und Förderzentren auch 25 Berufliche Schulen mit Berufseingangsklassen teil, wo folgende vier Hauptfelder in Zusammenarbeit mit externen Coaches umgesetzt werden:
- Feststellung der Kompetenz von Schülerinnen und Schülern, über Assessments und Potenzialanalysen;
- Einsatz von Coaches, die gezielte Unterstützung und Anleitung in der Phase der Berufsorientierung und beim Wechsel an eine Berufliche Schule geben;
- Berufsfelderprobungen, um über Praktika die beruflichen Anforderungen und betrieblichen Abläufe genauer kennen zu lernen (als integraler Bestandteil der Assessments);
- und Qualifizierungsbausteine mit ausbildungsbezogenen Inhalten.

Junge Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger rief die Bildungsministerin zu Eigeninitiative auf: "Jeder soll die Chance bekommen, sein Leben in die eigene Hand nehmen. Dabei wollen wir Ihnen helfen!"

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