MIFA erzielt höchsten Halbjahresumsatz seit dem Börsengang 2004

Sangerhausen, (PresseBox) - .
- Umsatzsteigerung um 3,7% auf 80,0 Mio. EUR
- EBITDA-Marge vor Sonderfaktoren bei 9,8%
- Produktion der smart E-Bikes angelaufen

Die MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG (WKN A0B95Y, ISIN DE000A0B95Y8), Deutschlands absatzstärkster Fahrradhersteller, hat ihren Umsatz im ersten Halbjahr 2012 um 3,7% gegenüber dem starken Vorjahreszeitraum auf 80,0 Mio. EUR gesteigert. Das ist der höchste Halbjahresumsatz seit dem Börsengang im Jahr 2004. Gleichzeitig ist die Zahl der verkauften Fahrräder erwartungsgemäß zurückgegangen; sie lag mit 442.000 Stück rund 8,9% unter dem Vorjahreswert (1. Halbjahr 2011: 485.000 Stück). Ausschlaggebend dafür war vor allem, dass die MIFA in den ersten sechs Monaten 2012 den Absatz hochwertiger E-Bikes wie geplant deutlich ausgebaut hat: Ihr Anteil am Gesamtumsatz lag mit 21,2 Mio. EUR bzw. 26,5% fast doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum. Die absolute Zahl abgesetzter E-Bikes stieg dabei um mehr als 68% auf rund 37.000 Stück (1. Halbjahr 2011: 22.000 Stück) und liegt damit bereits jetzt deutlich über dem Wert für das Gesamtjahr 2011. Dabei wurden mit E-Bikes durchschnittlich etwa viermal so hohe Absatzpreise erzielt wie mit konventionellen Fahrrädern.

Im Konzernumsatz sind keine Erlöse des Berliner E-Bike-Herstellers GRACE aus dem Zeitraum vor der Übernahme durch die MIFA am 27. März 2012 enthalten. Dagegen ergeben sich durch die Akquisition der GRACE einige Sondereffekte auf das Ergebnis der MIFA. Zum einen ist für die Integration der GRACE und die Betriebsverlagerung nach Sangerhausen sonstiger Betriebsaufwand von 0,9 Mio. EUR angefallen. Durch die Zusammenlegung der Produktion will die MIFA Synergien heben und die Vorteile ihrer bewährten Ein-Standort-Strategie beibehalten. Angefallen sind auch einmalige Anlaufkosten für die Produktion des smart E-Bike, das ab diesem Sommer ausgeliefert wird. Die Kundenbeziehungen der GRACE zu Daimler wurden im Zuge der Akquisition zudem unter den immateriellen Vermögenswerten aktiviert, so dass sich durch GRACE um 0,2 Mio. EUR höhere Abschreibungen ergeben.

Ungeachtet dessen verbesserte sich die Rohertragsmarge im ersten Halbjahr 2012 um 1,5 Prozentpunkte auf 32,2% (1. Halbjahr 2011: 30,7%). Das EBITDA, die steuerungsrelevante Ergebnisgröße der MIFA, beträgt 7,0 Mio. EUR und nach Bereinigung um oben angeführte Sonderfaktoren 7,9 Mio. EUR (1. Halbjahr 2011: 7,5 Mio. EUR). Die bereinigte Marge liegt mit 9,8% auf Vorjahresniveau. Auch das entsprechende bereinigte EBIT übertrifft mit 6,4 Mio. EUR um 3,3% den Vorjahreswert von 6,2 Mio. EUR, bei einer bereinigten EBIT-Marge von 8,0% (1. Halbjahr 2011: 8,1%). Das unbereinigte EBIT beträgt 5,4 Mio. EUR. Belastend wirkte das negative Finanzergebnis in Höhe von 1,3 Mio. EUR; es lag um 0,4 Mio. EUR höher als im 1. Halbjahr 2011. Während sich der Saldo aus Zinsaufwendungen und -erträgen auf Vorjahresniveau bewegte, waren Verluste aus der erfolgswirksamen Bewertung von Devisen- und Zinssicherungsgeschäften zu verzeichnen, die durch Währungsgewinne nicht kompensiert werden konnten. Das um die Sondereffekte bereinigte Periodenergebnis belief sich damit auf 4,0 Mio. EUR (1. Halbjahr 2011: 3,9 Mio. EUR). Die Investitionen lagen im Berichtszeitraum mit 1,9 Mio. EUR deutlich über dem Wert im Vorjahreszeitraum (1. Halbjahr 2011: 0,4 Mio. EUR) und betreffen vor allem weitere Effizienzverbesserungen an der vollautomatischen Einspeicherei.

Peter Wicht, Vorstand der MIFA, zeigt sich zufrieden mit den Konzernzahlen: "Es ist unsere Strategie, den Absatz hochwertiger E-Bikes konsequent und deutlich auszubauen - unter Beibehaltung unseres starken Kerngeschäfts mit konventionellen Fahrrädern. Die Umsätze im ersten Halbjahr 2012 belegen, dass sich dies bereits auszahlt. Zudem handeln wir schon dieser Tage mit unseren Großabnehmern die Verträge für die kommende Fahrradsaison aus." Zur erfolgreichen Verlagerung der GRACEProduktion nach Sangerhausen kommentiert Wicht: "Im Halbjahresergebnis sehen wir zwar noch Sonderfaktoren aus der Betriebsverlagerung und dem Anlauf der Produktion für smart. Diesen Aufwendungen im ersten Halbjahr wird im dritten und vierten Quartal aber ein Mehr an Umsatz und Ertrag gegenüberstehen. Darüber hinaus ergeben sich langfristig Synergieeffekte, die unsere Profitabilität nachhaltig steigern sollten."

Ihren Wachstumskurs will die MIFA konsequent fortsetzen: "Vor wenigen Tagen haben wir zusammen mit der Firma nextbike 'Veturilo', Warschaus erstes öffentliches Fahrradverleihsystem, gestartet. Im Fachhandel gewinnen wir kontinuierlich Abnehmer hinzu, gerade im Hinblick auf die GRACE-E-Bikes. Auch sonst sehen wir uns fortlaufend nach sinnvollen und margenträchtigen Ergänzungen unseres Tagesgeschäfts um", so Wicht.

MIFA-Bike Gesellschaft mbH

Die MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG mit Sitz in Sangerhausen (Sachsen-Anhalt) ist der absatzstärkste deutsche Fahrradhersteller. Das Unternehmen produziert Fahrräder aus gelieferten Komponenten, wobei der Schwerpunkt auf projektbezogener Auftragsfertigung für große Einzelhandelsketten liegt. Seit dem Geschäftsjahr 2011 werden auch E-Bikes gefertigt. Im März 2012 hat die MIFA zudem den Berliner E-Bike-Hersteller GRACE GmbH & Co. KG mehrheitlich übernommen, der in erster Linie E-Bikes im Premiumsegment produziert. Unter anderem fertigt die GRACE das E-Bike des Automobilherstellers Daimler (für die Marke smart). Außerhalb Deutschlands setzt die MIFA ihre Fahrräder vor allem in Westeuropa ab; dabei werden sowohl das operative Geschäft als auch Verwaltung und Logistik am einzigen Produktionsstandort in Sangerhausen gesteuert.

Im Geschäftsjahr 2011 verkaufte die MIFA rund 644.000 Fahrräder (Vorjahr: rund 593.000). Dabei erzielte sie einen Umsatz von 100,5 Mio. EUR, eine Steigerung von 31,4% gegenüber 2010 (76,5 Mio. EUR). Die Gesellschaft erreichte damit ein operatives Ergebnis (EBIT) von 4,6 Mio. EUR (Vorjahr: 2,0 Mio. EUR), der Jahresüberschuss lag bei 2,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR). Die Aktien der MIFA werden seit 17. Juli 2012 im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt.

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