Studie von Micro Focus zeigt: Unternehmen setzen weiter auf Mainframes

(PresseBox) ( Ismaning, )
82% der befragten Mainframe-Anwender in Deutschland werden auch über die nächsten fünf Jahre hinaus ihren Systemen treu bleiben. So lautet das Ergebnis einer Untersuchung, die Micro Focus in Auftrag gegeben hat. Allerdings beklagen die meisten Befragten den Fachkräftemangel, der Modernisierungsprojekte im Mainframe-Umfeld zunehmend erschwert.

In der aktuellen Studie "The challenges of using mainframes" hat Marktforscher Vanson Bourne im Auftrag von Micro Focus 590 CIOs und IT-Leiter in weltweit neun Ländern befragt. An der Untersuchung beteiligten sich Unternehmen, die Mainframes einsetzen und mehr als 500 Mitarbeiter beschäftigen. In Deutschland nahmen 100 IT-Verantwortliche an der Befragung teil.

Die überwiegende Mehrheit der Unternehmen wird auch in den nächsten Jahren weiterhin auf Mainframe-Applikationen setzen. Auf die Frage nach der Dauer antworteten in Deutschland

- 58% für "die nächsten fünf bis zehn Jahre",
- 22% für "die nächsten zehn bis zwanzig Jahre" und
- 2% "noch länger als zwanzig Jahre".

Lediglich 14 Prozent wollen ihre Mainframes nur noch maximal fünf Jahre nutzen. "Das Untersuchungsergebnis zeigt eindeutig, dass Mainframes weiterhin eine Schlüsseltechnologie bleiben werden", erklärt Mathias Mezger, Director Enterprise Solutions bei Micro Focus. "Nach wie vor befinden sich bei vielen Unternehmen die Kernanwendungen auf Großrechnern. Dass Unternehmen aber an einer kontinuierlichen Modernisierung dieser Applikationen nicht vorbeikommen, liegt auf der Hand. Nur so können sie mit geänderten Geschäftsanforderungen oder neuen regulatorischen Vorgaben Schritt halten. Genau an diesem Punkt liegt jedoch einiges im Argen."

Einen Grund hierfür liefert auch die aktuelle Vanson-Bourne-Studie. 78% der befragten deutschen IT-Verantwortlichen bestätigen, dass es schwierig ist, qualifiziertes Fachpersonal mit Mainframe-Know-how zu finden. Dies wird für die Unternehmen zunehmend zum Problem, da immer mehr Mitarbeiter mit entsprechenden Kenntnissen in den Ruhestand treten. So betont auch rund die Hälfte (49%), dass bei erforderlichen Änderungen an Mainframe-Anwendungen das ursprüngliche Applikations-Know-how - zum Beispiel im Hinblick auf die zugrunde liegenden Datenstrukturen - "sehr wahrscheinlich" beziehungsweise "sicher" nicht mehr im Unternehmen vorhanden ist. Erschwerend kommt hinzu, dass vielfach auch keine komplette Dokumentation zu den Applikationen vorliegt. Das bestätigen mehr als drei Viertel (78%).

Die IT-Leiter fordern deshalb auch eine verstärkte COBOL-Ausbildung. Die Mehrheit der befragten deutschen IT-Leiter (82%) ist der Meinung, dass im Bildungsbereich zu wenig für die Vermittlung von Mainframe-spezifischen Kenntnissen getan wird. 81% halten es für erforderlich, dass auch Programmiersprachen wie COBOL und PL/I erlernt werden. Der Realität entspricht dies aber nicht. Untersuchungen von Micro Focus im vergangenen Jahr beispielsweise haben ergeben, dass COBOL nur bei 27% der weltweit befragten akademischen Institutionen überhaupt auf dem Lehrplan steht, allerdings auch nur bei 18% als fester Bestandteil und bei 9% als reine Wahlfachoption.

Weitere Untersuchungsergebnisse im Überblick

Die Untersuchung von Vanson Bourne zeigt zudem, dass auch die Themen Cloud und mobiler Applikationszugriff bei deutschen Unternehmen weiter im Trend liegen, allerdings die erforderliche Anpassung der Mainframe-Applikationen Schwierigkeiten bereitet:

- Auf 24% der Mainframe-Applikationen kann bereits von mobilen Geräten aus zugegriffen werden. Die Befragten rechnen damit, dass sich dieser Wert innerhalb der nächsten beiden Jahre auf 31% erhöht
- Mehr als drei Viertel (80%) betrachten es als schwierig, Mainframe-Applikationen für die Nutzung über mobile Geräte anzupassen
- Rund 25% der aktuellen Mainframe-Applikationen ermöglichen einen Zugang über die Cloud. Für die nächsten zwei Jahre rechnen die IT-Verantwortlichen hier mit einer Steigerung auf 31%
- Ebenfalls 80% bestätigen, dass es schwierig ist, Mainframe-Applikationen für die Cloud zu entwickeln.

"Mainframe-Applikationen werden für viele Unternehmen noch für Jahrzehnte von erheblicher Bedeutung sein", betont Mezger. "Micro Focus hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Unternehmen bei der Optimierung ihrer Anwendungen zu unterstützen: zum einen durch die Bereitstellung von Lösungen zur kostengünstigen und risikolosen Plattform- und Anwendungsmodernisierung und zum anderen durch unser Academic Program, in dessen Rahmen wir Universitäten, Bildungseinrichtungen und Studenten bei der Vermittlung von COBOL-, CICS- oder JCL-Kenntnissen unterstützen."

Die Untersuchung "The challenges of using mainframes" hat Vanson Bourne Ende 2013 im Auftrag von Micro Focus durchgeführt. Befragt wurden 590 IT-Verantwortliche in Deutschland (100), Frankreich (100), Großbritannien (100), Australien (35), Brasilien (100), Hongkong (15), Neuseeland (15), Singapur (25) und den USA (100).

Weitere Informationen zur Studie finden sich unter http://www.microfocus.com/mainframe-challenges-research.
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.