Metropolregion Nordwest fördert den Einsatz von E-Government zur Planung und Genehmigung von Wasserstofftankstellen

Mit einem neuen digitalen Planungsinstrument zur Prozessmodellierung können Planungs- und Genehmigungsprozesse effizienter gestaltet werden

(PresseBox) ( Bremerhaven, )
Der Einsatz von neuer Antriebstechnik auf Basis von Wasserstoff erfordert einen umfangreichen Infrastrukturausbau mit einem Netz von Tankstellen. Derzeit gibt es allerdings noch kein standardisiertes Planungs- und Genehmigungsverfahren, sodass jede Kommune diesen Prozess eigenständig und zeitaufwendig organisieren muss. Anhand dieses hochrelevanten Praxisbeispiels entwickelt die Hochschule Bremerhaven in Zusammenarbeit mit den Praxispartnern Stadt Brake, Landkreis Friesland, Gemeinde Övelgönne und der BIS Bremerhaven ein neues standardisiertes digitales Planungsinstrument. „Die Digitalisierung bietet die Möglichkeit, Prozesse und Abläufe sehr effizient und übersichtlich zu gestalten. Wir möchten für die Kommunen eine digitale Blaupause am Beispiel der Genehmigung von Wasserstofftankstellen anbieten“, erläutern die Projektleiter Prof. Dr. Miriam O´Shea und Prof. Dr. Benjamin Wagner vom Berg von der Hochschule Bremerhaven. Dabei werden auch die unterschiedlichen landesspezifischen Regulierungen berücksichtigt, so dass ein Planungstool für die gesamte Metropolregion Nordwest entwickelt wird.

Landrat Jörg Bensberg, 1. Vorsitzender der Metropolregion Nordwest, sieht in dem Projekt viel Potenzial: „Die Metropolregion Nordwest ist deutschlandweit die Wasserstoffmodellregion, denn wir bieten die idealen Standortvoraussetzungen für grünen Wasserstoff aus Windenergie und die entsprechenden Speichermöglichkeiten. Mit dem Projekt `Wasserstofftechnologie Business Process Management Modeling´ können wir diese Standortvorteile weiter ausbauen.“ „Die Förderung in Höhe von mehr als 130.000 Euro aus dem Förderfonds der Länder Bremen und Niedersachsen für die Metropolregion Nordwest ist ein weiterer Baustein, unser Projekt ‚Grünes Gas für Bremerhaven‘ umzusetzen, mit dem wir diesen Energieträger der Zukunft entwickeln wollen“, hebt Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz hervor. „Wir haben bereits Erfahrungen mit dem Genehmigungsprozess einer Wasserstofftankstelle und diese digitale Hilfestellung wäre dabei schon hilfreich gewesen, sodass wir gerne bereit waren, für dieses Projekt den Antrag bei der Metropolregion Nordwest zu stellen.“ Das Projekt, das auch auf viele andere Planungsprozesse übertragbar sein wird und damit einen Beitrag zur Umsetzung von E-Government in der virtuellen Region Nordwest leistet, läuft noch bis Mitte 2022.

Über den Förderfonds der Länder Bremen und Niedersachsen

Der Förderfonds, der zu gleichen Teilen aus Mitteln der Länder Bremen und Niedersachsen gespeist wird, ist das zentrale Instrument zur Förderung innovativer, regionaler Kooperationsprojekte der Metropolregion Nordwest. Ausgestattet mit jährlich mindestens 520.000 Euro trägt der Fonds dazu bei, die regionalen Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kommunen zu vernetzen und herausragende, länderübergreifende Leuchtturmprojekte zu initiieren. Bei der Bewertung der eingereichten Projektideen finden vielfältige Kriterien Anwendung. So werden der geleistete Beitrag zur Umsetzung des gültigen Handlungsrahmens und des jeweiligen Förderschwerpunkts, der Innovationsgehalt, die Übertragbarkeit und die Modellhaftigkeit innerhalb eines Bewertungssystem individuell bepunktet. Weiteres Kriterium ist ein möglichst großer, vorzugsweise länderübergreifender Kooperationsraum. Zudem sind Projekte, die unterschiedliche Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung vernetzen ebenso besonders förderwürdig wie Projekte, die Drittmittel und/oder eine finanzielle Beteiligung der Wirtschaft einwerben. Eine Förderung aus dem Förderfonds kann ebenfalls für eine Finanzierung des regionalen Eigenanteils in anderen Förderprogrammen, wie bspw. Interreg-Projekten, beantragt werden.
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