METRO AG verkauft Mehrheitsbeteiligung von METRO China an Wumei

(PresseBox) ( Düsseldorf, )

Transaktion bewertet METRO China mit einem impliziten Unternehmenswert von 1,9 Mrd. € und einem Multiple von 0,7x basierend auf dem Jahresumsatz 2017/18
METRO AG erwartet Netto-Mittelzufluss in Höhe von mehr als 1 Mrd. € bei Abschluss der Transaktion
METRO AG wird 20 %-Beteiligung am aus der Transaktion resultierenden Joint Venture halten
Transaktion ist ein weiterer Schritt von METRO, sich auf die Kernkundengruppen HoReCa und Trader zu fokussieren


Die METRO AG hat heute beschlossen, eine Transaktion mit Wumei Technology Group (Wumei) zu vollziehen und eine strategische Partnerschaft mit dem chinesischen Einzelhandelsunternehmen einzugehen. Im Zuge dessen verkauft die METRO AG ihre gesamte Beteiligung an METRO China und erhält im Gegenzug eine 20 %-Beteiligung am daraus resultierenden Joint Venture. Die Transaktion bewertet METRO China mit einem impliziten Unternehmenswert von 1,9 Mrd. € und einem EV1/Umsatz-Multiple von 0,7x basierend auf dem Umsatz des Geschäftsjahres 2017/18. Mit einem stark positiven betrieblichen Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) von 153 Mio. € im Geschäftsjahr 2017/18 liegt das EV1/EBITDA-Multiple von METRO China bei 12x. Nach Abschluss der Transaktion erwartet die METRO AG einen Netto-Mittelzufluss in Höhe von mehr als 1 Mrd. €. Die momentanen Minderheitsgesellschafter von METRO China beabsichtigen, ihre Beteiligung von 10 % in einem separaten Prozess zu veräußern.

Die Transaktion unterliegt den üblichen behördlichen und regulatorischen Genehmigungen in China. Die METRO AG erwartet einen Abschluss der Transaktion spätestens im 2. Quartal des Kalenderjahres 2020.

Klarer strategischer Vorteil für METRO AG

Die Transaktion forciert die Strategie der METRO AG, sich auf ihr Großhandelsgeschäft zu konzentrieren. Dadurch werden die Kernkundengruppen HoReCa und Trader rund 70 % des weltweiten Umsatzes von METRO ausmachen. Darüber hinaus schafft die Transaktion weitere Möglichkeiten, um das Wachstum organisch und durch Akquisitionen zu beschleunigen.

Zugleich ergeben sich durch die 20 %-Beteiligung am Joint Venture für die METRO AG verschiedene strategische Partnerschaftsmöglichkeiten mit Wumei und dessen Technologiepartner Dmall, insbesondere im Hinblick auf die internationale Beschaffung von Waren. METRO wird mit verbesserten Voraussetzungen weiterhin am Wachstum des China-Geschäfts in einem dynamischen Marktumfeld teilhaben.

"Nach Prüfung verschiedener Optionen haben wir uns für einen Weg entschieden, der die Bedeutung von METRO China für die Kunden stärkt. Wir begrüßen die Investition des neuen Mehrheitseigners von METRO China, der unsere Werte teilt und bestrebt ist, in unsere Fußstapfen zu treten und unsere Erfolgsgeschichte in China fortzuführen. Mit dieser Transaktion bilden wir außerdem eine strategische Partnerschaft, die mit erheblichen wettbewerblichen Vorteilen für METRO China verbunden ist. Es wird darüber hinaus Möglichkeiten zur Zusammenarbeit bei weiteren Geschäftsaktivitäten geben, von denen die beteiligten Parteien sowie die chinesischen und globalen Stakeholder profitieren werden", sagt Olaf Koch, Vorstandsvorsitzender der METRO AG. "Die Transaktion spiegelt die starke Geschäftsentwicklung und den Wert von METRO China wider. Sie ist ein weiterer wichtiger Schritt für die METRO Strategie, das Portfolio zu vereinfachen und sich zu einem reinen Großhandelsunternehmen zu entwickeln, das sich auf die Marke METRO und die Kernkundengruppen HoReCa und Trader fokussiert. METRO macht weiterhin messbare Fortschritte bei der strategischen Zielsetzung, der bevorzugte Partner für unabhängige Unternehmen zu sein."

Erfolgsgeschichte von METRO China

1996 startete METRO das operative Geschäft in China. METRO China weist heute mit acht Millionen wiederkehrender Kunden und einem Umsatz von 2,7 Mrd. € im Geschäftsjahr 2017/18 ein profitables Geschäft auf, das auf das Angebot von Food- und Non-Food-Produkten spezialisiert ist. Momentan betreibt METRO 97 Großmärkte in China, die größtenteils im eigenen Immobilienbesitz sind. METRO China hat über die vergangenen 23 Jahre ein kräftiges Umsatzwachstum gezeigt und konnte im Geschäftsjahr 2017/18 eine starke EBITDA-Marge von mehr als 5 % aufweisen. 70 % des Umsatzes werden mit SCO-Kunden (Service Companies and Offices) erwirtschaftet, dies ist signifikant mehr als durchschnittlich bei METRO.

Klarer strategischer Vorteil für METRO China und Anteilseigner

Durch den Zusammenschluss mit Wumei wird METRO China von Synergien in der Beschaffung profitieren und einen besseren Zugang zu lokalen, ultrafrischen Produkten bekommen. Das resultiert in einem erweiterten Produktangebot. Wumei und dessen Technologiepartner Dmall bringen ihrerseits eine umfangreiche Handelsexpertise in der Verknüpfung von Online- und Offline-Angeboten mit. Dadurch bekommt METRO China die Möglichkeit, die Kundenreichweite zu erhöhen und das Wachstum in einem sich schnell wandelnden Marktumfeld zu beschleunigen.

Die Vereinbarung mit Wumei sieht vor, METRO China weiterhin unabhängig zu betreiben und das Geschäft am Standort der jetzigen Zentrale in Putuo, Schanghai, unter dem derzeitigen Namen Mai De Long fortzuführen. METRO China wird von Claude Sarrailh, dem derzeitigen CEO von METRO China, und seinem Managementteam geleitet. Das Joint Venture wird einen siebenköpfigen Verwaltungsrat haben, davon werden zwei Mitglieder von METRO berufen.

Citigroup Global Markets Europe AG und J.P. Morgan Securities plc haben die METRO AG bei dieser Transaktion als Finanzberater unterstützt und Baker & McKenzie LLP in Rechtsbelangen.
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