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Airbag-Sitzkissen aus Metall und Hosenträger-Airbag

(PresseBox) (München, ) Mehr Sicherheit auf den Rücksitzen fordert Renault. Schon bald wird der französische Autobauer in seine Fahrzeuge für die Fondspassagiere Airbags aus Metall anbieten. Auf der Rückband, unter dem Sitzbezug sind zwei hauchdünne Folien aus Metall von 0,3 Millimeter Dicke sind zu einem Sitzkissen verschweißt. Bei einem Unfall werden diese mit vier bis fünf Litern Luft aufgepumpt und verhindern so, dass Becken und Oberschenkel vom Sitz rutschen.

Dieser "Submarining" genannte Effekt des Durchtauchens hat dann oft zur Folge, dass sich die angegurteten Passagiere durch den wie einen Galgenstrick wirkenden Sicherheitsgurt am Hals schwer verletzen können. Der Airbag kommt nicht direkt mit den Insassen in Kontakt. Er sorgt vielmehr für eine optimale Sitzposition im Verhältnis zum am Körper anliegenden Gurt. Dadurch werden auch die Kräfte verringert, die bei einem Crash auf das Becken und den Lendenbereich wirken.

Um besonders den Lendenbereich zu sichern, entwickelt Renault in Zusammenarbeit mit dem schwedischen Hersteller Autoliv Sicherheitsgurte, die mit einem zweiten Gurtkraftbegrenzer ausgestattet sind. Dieser ist in das untere Gurtband integriert und hilft, die auf dem Becken lastende Spannung abzubauen. Darüber hinaus sollen die hinteren Mitfahrer aber durch ein völlig neues Gurtsystem besser geschützt werden.

Schon im nächsten Jahr will Renault spezielle Airbags für die Fondspassagiere anbieten. Diese werden aber nicht wie bei früheren Studien zu sehen war, aus den vorderen Rücklehnen "abgeschossen", sondern sind direkt im Gurtband untergebracht. Diese vollkommen neue Konstruktion wird die Gurtkräfte nochmals deutlich reduzieren und Kopf, Hals sowie Brust besser schützen. Der "Hosenträger-Airbag" wird auch verhindern, dass der Kopf von Kindern gegen ihre Knie oder der von Erwachsenen gegen die Lehne der Sitze schlägt.

Um einen herkömmlichen 60-Liter-Airbag, wie er für Fahrer und Beifahrer angeboten wird, in einem Sicherheitsgurt unterzubringen, haben Renault und der weltgrößte Hersteller von Sicherheitsgurten, Autoliv, neuartige, extrem feine Fasern entwickelt. Sie ermöglichen es, den Airbag superflach in den Gurt zu integrieren und als daumendickes Polster von nur 25 Millimetern Höhe auf den Gurt zu schweißen. Bei einem Unfall taucht der Beifahrer auf dem Rücksicht mit Kopf und Oberkörper in das direkt vor ihm sich aufbauende Sicherheitspolster.

Welche dramatischen Fortschritte die Rückhalte – und Schutzsysteme in den letzten zwanzig Jahren erzielt haben, zeigen die Ergebnisse der französischen Unfallforscher. Bei der Verteilung der schweren und tödlichen Verletzungen von 100 angeschnallten Fahrern bei einem Frontalaufprall mit 64 km/h ergab der Vergleich zu der Fahrzeuggeneration von 1980-1990 und 1998-2001: Kopfverletzungen: 19% zu 2 %, Brust und Oberkörper: 25 zu 7, Bauch: 12 Prozent zu 7, Oberschenkel und Beine: 40 zu 16 Prozent.

Um sich ein Bild über das Unfallgeschehen in Europa zu machen, haben Unfallforscher auch die verschiedenen Arten klassifiziert. So sind 40 Prozent aller Crashs ein direkter oder meist seitlich versetzter Frontalaufprall. Ein Fünftel der Unfälle besteht aus Seitenaufprall Auto gegen Auto. 18 Prozent sind Kollisionen mit Fußgängern; 15 von hundert Unfällen ist ein Seitenaufprall des Autos mit einem Hindernis wie ein Baum. 5 % besteht aus Überschlägen und 2 Prozent sind ein Heckaufprall.

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