Klimatechnische Praxisbeispiele aus dem Objektbau

Architektonische Lösungen in der Klimatechnik

(PresseBox) ( Frankfurt am Main, )
Architektonische Lösungen mit moderner Klimatechnik bilden einen Schwerpunkt der Fachmesse ISH/Aircontec, die vom 6. bis 10. März 2007 in Frankfurt/Main stattfinden wird. Auf der Sonderschau „Klima-Forum“ werden innovative Lösungen präsentiert, die architektonisch zukunftsweisende Lösungen mit zentraler Klimatechnik verbinden.
Die architektonischen Anforderungen insbesondere im Objektbau haben sich in den letzten Jahren zum Teil massiv verändert. Flexible Raumnutzungsmöglichkeiten, die Schaffung von Voraussetzungen für problemlose Nutzungsänderungen, die Fokussierung des Gebäudes als profitables Wirtschaftsgut sowie steigende Anforderungen an Energieeffizienz und Senkung der Betriebskosten stehen im Mittelpunkt des Interesses von Investoren und Bauherren. Hinzu kommt, dass die Fassade neben ihrer gestalterischen Funktion in immer stärkerem Maße technische Aufgaben übernimmt. Auf diese Entwicklungen muss die Technische Gebäudeausrüstung und insbesondere die Klima- und Lüftungstechnik mit neuen Konzepten und Lösungen reagieren. Dabei stehen die zu erfüllenden technischen Funktionalitäten und die Realisierung architektonisch ansprechender Lösungen im Fokus der Klimaingenieure.


Flächenorientierte Raumkühlflächen

Im Bereich der architektonischen Lösungen haben sich in den letzten Jahren flächenorientierte Raumkühlsysteme einen festen Platz verschafft. Sie sind in hohem Maße geeignet, auf ästhetisch ansprechende Weise Funktion und Architektur zu verbinden. Zu diesen Systemen zählen Kühldecken, Decken- und Wandkonvektoren, Kühlsegel sowie die direkt mit dem Gebäude verbundene Betonkernaktivierung. Je nach System und Ausführung erfüllen diese Systeme die thermodynamischen Funktionen Kühlen, Lüften und Heizen. Das Lüftungssystem übernimmt die notwendige Versorgung des Gebäudes mit gefilterter Außenluft und kann durch eine Vorkühlung der Luft die Kühlleistung des Gesamtsystems erhöhen. Wird bei den Flächensystemen Wasser als Energieträger verwendet, realisiert man im Vergleich zu luftgeführten Systemen einen bis zu dreißigfach geringeren Aufwand für den Energietransport. Die Systeme können flexibel der Nutzung des Gebäudes angepasst werden. So sind vollflächige, teilflächige und punktförmige Anordnungen möglich. Die vollflächigen Systeme, wie bestimmte Kühldeckenformen, ermöglichen einen hohen Strahlungsanteil und schaffen somit die Voraussetzungen für eine hohe thermische Behaglichkeit. Teilflächige Systeme, wie beispielsweise die architektonisch sehr ansprechenden Kühlsegel, sind durch relativ hohe Kühlleistungsdichten gekennzeichnet. Die Anbringung der Kühlsegel kann sehr flexibel gestaltet werden und richtet sich in erster Linie nach den Aufenthaltsbereichen im Gebäude. Müssen im Komfort- oder Gewerbebereich hohe Kühllasten abgeführt werden, kommen idealerweise punktförmige Systeme zum Einsatz, wie etwa Deckenkühlkonvektoren.

Verschiedene Raumkühlflächensysteme wurden dahingehend weiterentwickelt, dass sie auch nicht-thermodynamische Funktionen übernehmen können. So sind am Markt optisch sehr reizvolle Deckenelemente verfügbar, die neben der Kühlung und Lüftung auch die Sprinklereinrichtung, Rauchmelder, Lautsprecher und die Beleuchtung integrieren. Aufgrund der formschönen Gestaltungsmöglichkeiten sind diese Systeme prädestiniert für eine zukunftsorientierte Innenarchitektur.

Raumkühlflächen in der Praxis

In vielen imposanten Objektbauten in Deutschland werden die unterschiedlichsten Systeme der flächenorientierten Raumkühlung eingesetzt. Die Flexibilität der Anwendungsmöglichkeiten zeigt sich beispielsweise im Gebäude der Berliner Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Je nach Bedarf und Anwendungsfall gibt es hier in den Büros bzw. Besprechungsräumen Strahlungs-Kühldeckenelemente oder Deckenkühlkonvektoren. Da in diesem Gebäude beide Systemvarianten die Heiz- und Kühlfunktion übernehmen, hatte der Architekt ein hohes Maß an Gestaltungsfreiheit. Im architektonisch eindrucksvollen Gebäude der Firma Hugo Boss in Düsseldorf sorgt ein 1.250 Quadratmeter großes, vollflächiges Kühldeckensystem für thermische Behaglichkeit. Dort, wo es nötig ist, unterstützen Kühlbalken die Kühlfunktion.

Der Einsatz erneuerbarer Energien wird in der Klima- und Lüftungstechnik künftig mit Sicherheit eine größere Rolle spielen. Für den Einsatz dieser effizienten Energieformen stellt die Integration von Raumkühlflächen eine zukunftsweisende Lösung dar. Ein Beispiel hierfür bietet das kombinierte Wohn- und Geschäftshaus der Wohnungsgenossenschaft Duisburg. In den Wohnungen sind Fußbodenheizungen installiert, während die Heiz- und Kühlfunktionen in den Büros über fugenlose Deckensysteme realisiert werden. Die Energiebereitstellung erfolgt geothermisch über 16 Energiepfähle, was sich im Hinblick auf Energieeffizienz, Ressourcenschonung und Umweltschutz als sehr positiv erweist.
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