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Mit dem Zukunftsflieger klischeefrei zur Berufswahl

(PresseBox) (Berlin, )
Der BDLI unterstützt die seit 2016 bestehende Initiative Klischeefrei, die das Ziel verfolgt, bundesweit eine Berufs- und Studienwahl frei von Geschlechterklischees zu etablieren. Gerade in MINT-Berufen, wie sie in der Luft- und Raumfahrtindustrie überdurchschnittlich vertreten sind, könne damit vermeintlichen Hürden für Mädchen und Frauen besser begegnet werden. Der symbolische Beitritt erfolgte auf der ILA Berlin am 23.6.2022 auf der Stage SPACE beim Austausch zwischen Miguel Diaz, Projektleiter der Initiative Klischeefrei und BDLI-Hauptgeschäftsführer Volker Thum.

„Da machen wir selbstverständlich gern mit, um Mädchen früh für Themen der Luft- und-Raumfahrt zu begeistern und damit Gleichberechtigung zu fördern“, sagte Thum. Als zentralen Baustein der Zusammenarbeit stellte Miguel Diaz das Wissensmagazin Zukunftsflieger für Grundschülerinnen und Grundschüler dritter und vierter Klassen vor. Es präsentiert die Zukunft des Fliegens sowie faszinierende Weltraum-Projekte und regt damit die Schülerinnen und Schüler an, selbst aktiv zu werden. Ergänzt wird das Magazin durch Arbeitsblätter und ein umfangreiches Online-Angebot auf der eigenen Website (www.zukunftsflieger.de).

Beim anschließenden Podiumsgespräch moderierte die Leiterin Raumfahrt beim BDLI, Nicole Thalhofer, den inspirierenden Austausch zwischen Dr. Anke Pagels-Kerp, Bereichsvorständin Raumfahrt beim DLR und Christina Nadolsky vom European Space Education Resource Office (ESERO Germany). Noch immer sind Frauen in Berufen der Elektrotechnik mit nur 17 Prozent und im Maschinenbau mit 24 Prozent massiv unterrepräsentiert. Die beliebten Initiativen der Boys- und Girls-Days könnten dabei helfen, die gegenseitige Wertschätzung von Berufsbildern ohne Vorurteile zu fördern. Pagels-Kerp, die sich als Physikerin auf Radartechnologie spezialisiert hat, warb für die Vielfalt möglicher Berufsbilder und Spezialisierungen: Anfangs sei sie vor allem darauf fokussiert gewesen, die eigenen spannenden Projekt gut und sicher ins All zu bekommen. „Schnell habe ich aber erkannt, wie spannend auch andere Teilbereiche, etwa Antriebe sein können. Immer geht es in der Raumfahrt darum, Grenzen weiter zu verschieben.“ Dem pflichtete Christina Nadolsky bei: „Es bieten sich so viele berufliche Perspektiven gerade in der Luft- und Raumfahrt, die sehr innovationsgetrieben sind – E-Mobilität, grüne Luftfahrt und in vielleicht zehn Jahren wieder ganz andere spannende Themen. Es wird nie langweilig und es ist für jede und jeden etwas dabei!“
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