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Vom Mobil-Fernsehen bis zum digitalen Kino

Das Technisch-Wissenschaftliche Forum (TWF) zeigt auf 2500 Quadratmetern die Zukunft der digitalen Medien

(PresseBox) (Berlin, ) Ob Mobil-TV für winzige Handys, ob HDTV für große Flachbildschirme oder Filmproduktion für das digitale Kino von morgen – die spannendsten Innovationen für die Medien der nächsten Generation finden die IFA-Besucher im Technisch-Wissenschaftlichen Forum (TWF) in der Halle 5.3. Hier zeigen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Projektgemeinschaften von internationalem Rang Arbeitsergebnisse, die weit in die Zukunft von Audio, Video und Multimedia weisen.

Zu den heißesten Themen des TWF 2006 zählt das mobile Fernsehen. Gleich mehrere TWF-Aussteller präsentieren die neue Technik in ihren wichtigsten Varianten. So zeigt eine Gemeinschaftsinitiative von O2, E-Plus, T-Mobile und Vodafone, wie sich nach dem Standard DVB-H bis zu 40 Programme gleichzeitig an beliebig viele Empfänger ausstrahlen und mit interaktiven Funktionen kombinieren lassen. DVB-H nutzt die bereits etablierte Infrastruktur des digitalen Antennenfernsehens DVB-T. Auch der zweite Standard für mobiles Fernsehen, DMB genannt, stützt sich auf bereits existierende Netze, denn bei diesem System handelt es sich eine Multimedia-Erweiterung des digitalen Hörfunks DAB. In Korea ist DMB bereits ein fester Bestandteil der Medienlandschaft. Das macht den TWF-Ausstellungsbeitrag des koreanischen Forschungsinstituts ETRI ganz besonders interessant: Hier präsentieren die Wissenschaftler das mobile Zukunftsmedium auf der Basis praktischer Erfahrungen. Mit 3D-Bildern auf mobilen Empfangsgeräten und mit Surround-Sound via DMB zeigen sie darüber hinaus, wie sich das Fernsehen für handliche Endgeräte in den kommenden Jahren weiter entwickeln könnte.

HDTV mit noch schärferen Bildern

Mit der Zukunft des hoch auflösenden Fernsehens HDTV beschäftigt sich die Deutsche TV-Plattform, ein branchenübergreifender Zusammenschluss zur Förderung neuer elektronischer Medien. Die TV-Plattform demonstriert, wie sich HDTV-Programme mit verfeinerten Codierungen und optimierten Aufnahme-Formaten künftig in noch besserer Qualität und zu noch günstigeren Kosten übertragen lassen.

Spektakulärer aber als selbst die feinsten HDTV-Bilder sind die Filmprojektionen im digitalen Kino des TWF. Hier zeigt die Potsdamer Fachhochschule für Film und Fernsehen anhand vieler Eigenproduktionen, wie die Digitalisierung in den kommenden Jahren auch unsere Lichtspielhäuser erfasst – und damit die gesamte Produktionskette des Mediums Film. Auch bekannte Kino-Filme wie „Rhythm is it“, die faszinierende Dokumentation eines musikpädagogischen Projekts mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle, demonstrieren im TWF die Möglichkeiten der neuen Technik. Dabei geht es nicht allein um Auflösungen, die HDTV noch weit übertreffen, sondern auch um ganz neue Horizonte der kreativen Gestaltung.

Mit der bloßen Hand nach den Sternen greifen

Beim Heinrich-Hertz-Institut, einer Berliner Forschungseinrichtung der Fraunhofer-Gesellschaft, ragen die Bilder der Zukunft sogar in die dritte Dimension. Ein Exponat zum Beispiel stellt die Welt als plastischen Globus dar, der virtuell vor dem Betrachter schwebt. Der TWF-Besucher kann sogar nach dem blauen Planeten greifen und ihn so in die gewünschte Richtung drehen. Oder er kann sich in eine Ferienregion seiner Wahl zoomen und dort interaktiv die Gegend erforschen – sozusagen mit der bloßen Hand: Die Steuerung von Objekten in der „gemischten Realität“ mit Hilfe von Gesten gehört zu den Spezialitäten der Berliner Forscher.

Die Kommunikation mit der virtuellen Welt über Gesten und Sprache zählt auch zu den Themen von T-Labs, einer Forschungsinstitution der Deutschen Telekom. Ein interessantes Beispiel ist ein Avatar, der die Gestik, die Mimik und sogar die Lippenbewegungen eines menschlichen Gegenübers exakt imitieren kann. So eignet sich das Geschöpf aus dem Computer zum Beispiel als virtueller Stellvertreter in elektronischen Konferenz-Systemen.

MP3 jetzt auch als Surround-Sound

Um den guten Ton geht es am TWF-Stand des Erlanger Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS), das sich bereits vor eineinhalb Jahrzehnten mit der Entwicklung des populären Audio-Kompressionsverfahrens MP3 weltweit einen Namen gemacht hat. Jetzt sorgen die Erlanger mit Surround-Erweiterungen für Aufsehen. Ob MP3-Dateien oder MPEG-Ton für digitales Radio – nur wenige zusätzliche Bits genügen, um den akustischen Inhalt als Mehrkanal-Sound zu übertragen.

Besonders eindrucksvoll ist ein Surround-Projekt des Fraunhofer-Instituts für digitale Medientechnologie (IDMT) in Ilmenau, das Sound-System Iosono. Mit einer Vielzahl von Lautsprechern kann es jeden einzelnen Platz in großen Auditorien mit ungemein natürlich wirkenden, dreidimensionalen Schallfeldern versorgen. Das TWF kombiniert diese Schallarchitektur erstmals mit einer Kuppelprojektion, die das Fraunhofer-Institut für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik (FIRST) entwickelt hat. So entsteht ein Multimedia-Dome, eine einzigartige virtuelle Welt, die den TWF-Besucher vollkommen in ihren Bann zieht.

Und sogar eine Modenschau gehört zum TWF-Repertoire: Unter dem Stichwort E-Fashion präsentiert eine Arbeitsgemeinschaft aus Hochschulen und innovativen Textil-Unternehmen, wie sich Kleidung künftig mit eingewebten elektrischen Leitern, Elektronik-Bauteilen, Schallwandlern, Displays, Leuchtelementen und sogar Heizungen nahtlos in eine sinnliche Medienwelt integriert.

Vorträge, Filme, Pressetermine

Mit dem „Talk im TWF“, einem begleitenden Vortragsprogramm, bieten die TWF-Aussteller an allen IFA-Tagen vertiefende Informationen zu ihren Exponaten. Hier die wichtigsten Themenblöcke im Überblick:

Vortragsreihen

Immersive Entertainment Freitag, 1. 9. 2006 13.30 – 16.00

Digitales Kino, HFF Academy „Insight Out“ Samstag, 2. 9. 2006 11.00 – 13.30

E-Fashion Sonntag, 3. 9. 2006 12.30 – 15.00

Entertainment Broadcasting Montag, 4. 9. 2006 11.00 – 12.30

Interaktion, Kommunikation, Navigation I Montag, 4. 9. 2006 12.30 – 16.30

Medienberufe! Berliner und Brandenburger Hochschulen Dienstag, 5. 9. 2006
11.00 – 12.30

Interaktion, Kommunikation, Navigation I Dienstag, 5. 9. 2006 12.45 – 14.00

Filme im digitalen Kino täglich 16.30 – 18.00

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