Merck wächst im 1. Quartal weiter profitabel

Darmstadt, (PresseBox) - .
• Umsatz (+5,3 %) und EBITDA vor Sondereinflüssen (+14,5 %) gesteigert

• Alle drei Unternehmensbereiche tragen zum Umsatzwachstum bei

• Nettofinanzverbindlichkeiten um weitere 400 Mio. € gesenkt

• Ausblick für 2017 bestätigt und quantifiziert

Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, hat im 1. Quartal 2017 Umsatz und EBITDA vor Sondereinflüssen deutlich gesteigert. Zudem hat das Unternehmen heute seinen Ausblick für das Gesamtjahr bestätigt und zugleich präzisiert.

„2017 ist für Merck erneut ein Jahr mit vielen Herausforderungen, aber auch mit großen Chancen. Ich bin zuversichtlich, dass wir diese Chancen nutzen werden, indem wir unsere klare Wachstumsstrategie für die drei Unternehmensbereiche weiter vorantreiben", sagte Stefan Oschmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung und CEO von Merck. „Im ersten Quartal sind wir erneut profitabel gewachsen. Zwei Zulassungen für unser Immunonkologie-Medikament Bavencio in den USA innerhalb kurzer Zeit sind ein großer Erfolg nach langer, harter Arbeit. Auch unsere Bereiche Life Science und Performance Materials entwickeln wir gezielt mit dem Fokus auf innovative Technologien weiter. Das eröffnet uns langfristige Wachstumspotenziale", so Oschmann.

Merck steigerte seine Umsatzerlöse im 1. Quartal 2017 um 5,3 % auf 3,9 Mrd. € (Q1 2016: 3,7 Mrd. €). Dabei wuchs Merck in allen drei Unternehmensbereichen. Organisch stieg der Umsatz des Konzerns um 3,1 %, getragen von den Unternehmensbereichen Healthcare und Life Science. Währungseffekte wirkten sich mit 2,6 % positiv auf den Umsatz aus, während Portfolioveränderungen einen leicht negativen Effekt hatten. Größte Berichtsregion war mit einem Anteil von 32 % am Konzernumsatz Asien-Pazifik.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen, die wichtigste Steuerungskennzahl des Konzerns, stieg angesichts der guten operativen Entwicklung bei Healthcare und Life Science um 14,5 % auf 1,2 Mrd. € (Q1 2016: 1,1 Mrd. €). Das EBIT des Konzerns sank um -11,1 % auf 755 Mio. € (Q1 2016: 849 Mio. €). Dieser Rückgang ist auf einen Sondereinfluss im Vorjahresquartal zurückzuführen, als Merck seine Rechte an Kuvan verkauft und einen Veräußerungsgewinn von 324 Mio. € realisiert hat.

Das Konzernergebnis von Merck sank aufgrund des rückläufigen EBIT in den ersten drei Monaten des Jahres auf 521 Mio. € (Q1 2016: 591 Mio. €), das Ergebnis je Aktie ging von 1,36 € auf 1,20 € zurück. Das Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen stieg im 1. Quartal 2017 um 16,9 % auf 1,80 € (Q1 2016: 1,54 €).

Die aus dem Sigma-Aldrich-Kauf resultierenden Nettofinanzverbindlichkeiten hat Merck im 1. Quartal gegenüber dem Jahresende 2016 um weitere 400 Mio. € auf 11,1 Mrd. € gesenkt (31.12.2016: 11,5 Mrd. €). Wie bei den großen Akquisitionen der Vergangenheit strebt Merck eine rasche und durchgreifende Entschuldung an. Zum 31. März 2017 beschäftigte der Konzern weltweit 51.480 Mitarbeiter.

Healthcare strategisch und finanziell gut ins Jahr gestartet

Der Unternehmensbereich Healthcare erzielte im 1. Quartal mit 4,4% ein solides organisches Umsatzwachstum. Unter Berücksichtigung positiver Währungseffekte in Höhe von 2,0 % und negativer Portfolioeffekte in Höhe von -1,0 % stieg der Umsatz von Healthcare in den ersten drei Monaten des Jahres um 5,4 % auf 1,7 Mrd. € (Q1 2016: 1,6 Mrd. €) an.

Das Medikament Rebif, das zur Behandlung schubförmiger Formen der Multiplen Sklerose eingesetzt wird, verzeichnete im 1. Quartal einen organischen Umsatzrückgang um -4,0 %. Zusammen mit positiven Währungseffekten in Höhe von 2,4 % ergaben sich Rebif-Umsätze in Höhe von 415 Mio. € (Q1 2016: 422 Mio. €). Mit dem Krebsmedikament Erbitux erzielte Merck im 1. Quartal ein organisches Umsatzwachstum von 4,3 %. Hinzu kamen günstige Währungseffekte in Höhe von 1,2 %. Somit stiegen die Umsatzerlöse mit Erbitux auf 218 Mio. € (Q1 2016: 207 Mio. €). Die Umsätze, die Merck mit dem Fruchtbarkeitsmedikament Gonal-f erzielte, lagen mit 171 Mio. € unter dem Vorjahresquartal (Q1 2016: 187 Mio. €). Der organische Umsatzrückgang von -9,6% resultierte aus einem starken Vergleichsquartal im Vorjahr und anhaltendem Wettbewerbsdruck in Europa durch Biosimilars.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Unternehmensbereichs Healthcare wuchs im 1. Quartal trotz gestiegener Marketing- und Vertriebskosten um 24,5 % auf 633 Mio. € (Q1 2016: 508 Mio. €). Der Anstieg des EBITDA vor Sondereinflüssen von Healthcare resultierte aus einer Einmalzahlung in Höhe von 116 Mio. € zur Abgeltung zukünftig fälliger Lizenzzahlungen (im Vorjahresquartal waren hierfür Lizenzerträge in Höhe eines mittleren bis hohen einstelligen Millionen-Euro-Betrags angefallen), höheren Lizenzeinnahmen für Avonex durch ein im Juni 2016 in den USA erteiltes Patent sowie aus der Meilensteinzahlung in Höhe von 37 Mio. € für die Zulassung von Bavencio.

Merck hatte für sein immunonkologisches Medikament Bavencio am 23. März 2017 von der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) die Zulassung zur Behandlung des metastasierenden Merkelzellkarzinoms (MCC) in den USA erhalten. Am 9. Mai 2017 folgte die Zulassung von Bavencio zur Behandlung eines häufig vorkommenden Typs von fortgeschrittenem Blasenkrebs. Darüber hinaus hatte Merck am 9. März 2017 bekannt gegeben, sich in fortgeschrittenen Verhandlungen zur Veräußerung seiner Biosimilars-Geschäftsaktivitäten zu befinden. Am 24. April 2017 gab Merck dann die Veräußerung des Biosimilars-Geschäfts an Fresenius bekannt. Die Entscheidung erfolgte im Einklang mit der Strategie des Unternehmensbereichs Healthcare, den Fokus auf die Erforschung und Entwicklung innovativer Arzneimittel zu legen.

Life Science treibt Integration voran und steigert Profitabilität weiter

Der Unternehmensbereich Life Science wuchs im 1. Quartal 2017 organisch um 3,3 %, wozu alle Berichtsregionen und Geschäftseinheiten beitrugen. Zudem wirkten sich Währungseffekte in Höhe von 2,4% günstig aus, ebenso wie Portfolioeffekte von 0,4 %. Die Umsatzerlöse von Life Science wuchsen im 1. Quartal 2017 somit insgesamt um 6,1 % auf 1,5 Mrd. € (Q1 2016: 1,4 Mrd. €).

Der Umsatz der Geschäftseinheit Process Solutions, die Produkte für die gesamte Wertschöpfungskette der Arzneimittelherstellung anbietet, stieg organisch um 4,8 %. Die Geschäftseinheit Research Solutions, die sich auf akademische und pharmazeutische Forschungseinrichtungen fokussiert, erzielte einen organischen Umsatzanstieg von 1,0 %. Der organische Umsatz der Geschäftseinheit Applied Solutions, die Testlabore in Klinik, Diagnostik sowie Lebensmittelindustrie und Umweltwesen unterstützt, nahm um 4,4 % zu.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Unternehmensbereichs Life Science stieg im 1. Quartal um 13,3 % auf 445 Mio. € (Q1 2016: 393 Mio. €). Bei der Integration von Sigma-Aldrich hat Merck im 1. Quartal weiterhin gute Fortschritte gemacht. Die anhaltende Realisierung der Synergien aus der Akquisition von Sigma-Aldrich und die gute organische Entwicklung führten zu einer höheren Profitabilität. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen von Life Science verbesserte sich auf 30,1% (Q1 2016: 28,1 %).

Im Januar hat Merck die Übernahme von BioControl Systems Inc. bekannt gegeben, einem globalen Marktführer im Bereich der Lebensmitteltestung. Die etablierte Schnelltesttechnologie und die extern zertifizierten Testplattformen von BioControl ergänzen das Portfolio der Life-Science-Geschäftseinheit Applied Solutions.

Performance Materials: OLED-Geschäft weiter mit starkem Wachstum

Der Unternehmensbereich Performance Materials verzeichnete im 1. Quartal ein Umsatzwachstum von 3,6 % auf 645 Mio. € (Q1 2016: 622 Mio. €). Ein leichter organischer Umsatzrückgang um -0,9 % wurde dabei von positiven Währungseffekten in Höhe von 4,5 % überkompensiert. Der organische Rückgang, der aus dem Geschäft mit Display-Materialien herrührte, wurde dabei von der positiven organischen Entwicklung in den drei übrigen Geschäftseinheiten von Performance Materials abgefangen.

In der Geschäftseinheit Display Materials konnte das zweistellige Wachstum im Geschäft mit der innovativen Flüssigkristalltechnologie UB-FFS, das im 1. Quartal einen neuen Umsatzrekord erreichte, die üblichen Preisrückgänge sowie die sich normalisierenden Marktanteile nicht vollständig ausgleichen. Merck behauptete jedoch seine marktführende Position. Die Geschäftseinheit Pigments & Functional Materials verzeichnete ein gesundes organisches Wachstum. Die Geschäftseinheit Integrated Circuit Materials, in der das Geschäft mit Materialien für die Produktion integrierter Schaltkreise sowie das SAFC-Hitech-Geschäft von Sigma-Aldrich gebündelt sind, wuchs organisch erfreulich. Für die starke Umsatzsteigerung in der Geschäftseinheit Advanced Technologies sorgte vor allem das anhaltende Wachstum im Geschäft mit OLED-Materialien.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Performance Materials ging im 1. Quartal um -3,7 % auf 263 Mio. € zurück (Q1 2016: 273 Mio. €).

Merck arbeitet daran, sein Flüssigkristall-Knowhow auch in anderen Bereichen außerhalb von Displays einzusetzen, zum Beispiel in Flüssigkristallfenstern. Zugleich will Merck seine Markt- und Technologieführerschaft im Bereich der Displaymaterialien nachhaltig sichern.

Merck bestätigt und präzisiert Ausblick für 2017

Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse des Geschäftsjahres 2016 hatte Merck eine erste Prognose für die Entwicklung der Umsatzerlöse, des EBITDA vor Sondereinflüssen und des Business Free Cash Flow des Merck-Konzerns sowie der einzelnen Unternehmensbereiche für 2017 abgegeben. Nach einem soliden ersten Quartal erwartet Merck im Geschäftsjahr 2017 einen Anstieg der Umsatzerlöse auf 15,5 bis 16,0 Mrd. €. Organisch rechnet Merck weiterhin mit einem leichten bis moderaten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr, geht allerdings nunmehr davon aus, dass Wechselkursveränderungen einen leicht positiven Effekt von voraussichtlich 1 bis 2 % auf die Umsatzerlöse haben werden. Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Konzerns wird im Jahr 2017 voraussichtlich in einem Korridor zwischen 4,4 und 4,6 Mrd. € liegen.

Merck KGaA

Merck ist ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen in den Bereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials. Rund 50.000 Mitarbeiter arbeiten daran, Technologien weiterzuentwickeln, die das Leben bereichern - von biopharmazeutischen Therapien zur Behandlung von Krebs oder Multipler Sklerose über wegweisende Systeme für die wissenschaftliche Forschung und Produktion bis hin zu Flüssigkristallen für Smartphones oder LCD-Fernseher. 2016 erwirtschaftete Merck in 66 Ländern einen Umsatz von 15,0 Milliarden Euro.

Gegründet 1668 ist Merck das älteste pharmazeutisch-chemische Unternehmen der Welt. Die Gründerfamilie ist bis heute Mehrheitseigentümerin des börsennotierten Konzerns. Merck mit Sitz in Darmstadt besitzt die globalen Rechte am Namen und der Marke Merck. Einzige Ausnahmen sind die USA und Kanada, wo das Unternehmen als EMD Serono, MilliporeSigma und EMD Performance Materials auftritt.

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