Merck verstärkt Kampf gegen Bilharziose durch öffentlich-private Partnerschaft

(PresseBox) (Genf, )
Öffentlich-private Partnerschaft in Australien und den USA bildet Komponente im Portfolio des Merck Global Health Institute
Ziel ist die Entwicklung neuer Diagnostika, um alle behandlungsbedürftigen Bilharziose-Patienten zu identifizieren und Bilharziose auszurotten
Merck feiert 10-jähriges Jubiläum des Praziquantel-Spendenprogramms in Partnerschaft mit der WHO


Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, hat heute bekannt gegeben, dass es eine dreijährige öffentlich-private Partnerschaft mit dem Australian Institute of Tropical Health and Medicine (AITHM) der James Cook University (Queensland, Australien) und dem Baylor College of Medicine (Texas, USA) vereinbart hat. Das gemeinsame Ziel: Bereits laufende Aktivitäten zur Entwicklung von Diagnostika für Bilharziose zu intensivieren. Damit unterstreicht Merck neben seinem Praziquantel-Spendenprogramm sein Engagement im Kampf gegen die Wurmerkrankung.

Das Spendenprogramm ist ein wichtiges Element im Kampf gegen die vernachlässigte Tropenkrankheit Bilharziose. Merck hat jedoch auch den Bedarf an weiteren innovativen Instrumenten erkannt sowie die Notwendigkeit, beschleunigt auf die endgültige Ausrottung der Erkrankung hinzuwirken. Deshalb hat das Unternehmen jüngst als weitere Maßnahme das Merck Global Health Institute gegründet. Ziel ist es, ganzheitliche Gesundheitslösungen für benachteiligte Bevölkerungsgruppen in Entwicklungsländern bereitzustellen, die unter Infektionskrankheiten wie Bilharziose, Malaria und bakteriellen Infekten leiden. Die öffentlich-private Partnerschaft ist Teil dieser Initiative.

„Wir bekämpfen seit nunmehr zehn Jahren gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation die Wurmerkrankung Bilharziose. Bisher konnten so mehr als 100 Millionen Patienten behandelt werden, vor allem Schulkinder. Aber unser Engagement soll über reine Tabletten-Spenden hinausgehen", sagte Belén Garijo, Mitglied der Geschäftsleitung und CEO Healthcare. „Die Entwicklung neuer Diagnostika parallel zu anderen Gesundheitslösungen wie neuen Therapien oder Tools zur Eindämmung der Übertragung im Rahmen von öffentlich-privaten Partnerschaften wird dabei helfen, im Kampf gegen Bilharziose und andere vernachlässigte Tropenkrankheiten einen Wendepunkt zu erreichen."

Das derzeitige Portfolio des Merck Global Health Institute umfasst unter anderem die Entwicklung einer Darreichungsform von Praziquantel für Kinder unter sechs Jahren im Rahmen eines Konsortiums, das Screening der Substanzbibliothek von Merck über eine spezielle Bilharziose-Wirkstoffforschungsplattform und die Entwicklung neuartiger Diagnostika für Bilharziose in Verbindung mit den laufenden Aktivitäten der Bill & Melinda Gates Foundation.

Das Investitionsförderungsprogramm der australischen Regierung Austrade gewährte dem AITHM Fördermittel, um die öffentlich-rechtliche Partnerschaft zu unterstützen. Merck möchte im Rahmen der Kooperation neue Biomarker für Bilharziose identifizieren, um neue Diagnostika entwickeln zu können. Sie sind notwendig, um alle behandlungsbedürftigen Bilharziose-Patienten zu identifizieren und Bilharziose auszurotten. Merck wird die Partnerschaft jährlich mit 200.000 australischen Dollar unterstützen.

„Die Kooperation zwischen dem AITHM, Merck und dem Baylor College of Medicine bei der Bilharziose-Bekämpfung ist ein hervorragendes Beispiel für die Zusammenarbeit von australischen Wissenschaftlern mit internationalen Organisationen bei der Bewältigung der weltweiten Herausforderungen im Gesundheitsbereich", sagte Paul Field, Senior Investment Specialist von Austrade. „Wir freuen uns, diese Fördermittel für das von Prof. Alex Loukas geleitete Team des AITHM bereitstellen zu können. So unterstützen wir auch Mercks Investition in die australische Forschung."

Um das Bewusstsein für Bilharziose weiter zu stärken, unterstützt Merck anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des Merck-Praziquantel-Spendenprogramms die #MakingSchistory-Kampagne der Global Schistosomiasis Alliance. Die Kampagne betont die Erfolge, die bei der Bilharziose-Bekämpfung bereits erreicht wurden. Sie macht aber auch deutlich, dass noch stärkere gemeinsame Anstrengungen erforderlich sind, um die heimtückisch Krankheit auszurotten. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.MakingSchistory.com.

Bilharziose

Bilharziose ist eine chronische Krankheit und zählt zu den häufigsten und verheerendsten parasitären Erkrankungen in Tropenländern. Die Zahl der infizierten Menschen weltweit wird auf über 200 Millionen geschätzt; rund 280.000 Menschen sterben jährlich daran. Die chronische Krankheit wird von Saugwürmern übertragen und ist vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten, in denen ein Großteil der Bevölkerung keinen Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Anlagen hat, weit verbreitet. Menschen infizieren sich mit den Wurmlarven vor allem in stehenden Gewässern, beispielsweise beim Arbeiten, Baden, Fischen oder Wäschewaschen. Die winzigen Larven bohren sich in die menschliche Haut, dringen in die Blutgefäße ein und befallen die inneren Organe. Bei Kindern im Schulalter ist die Infektionsrate besonders hoch. Praziquantel ist der einzige Wirkstoff, mit dem alle Formen der Bilharziose behandelt werden können. Daher hat die WHO Praziquantel als kosteneffiziente Lösung für die Gesundheit bedürftiger Patienten zum „Arzneimittel der Wahl" bestimmt.

Das Praziquantel-Spendenprogramm von Merck

Merck hat das Praziquantel-Spendenprogramm 2007 in Zusammenarbeit mit der WHO initiiert. Seit dieser Zeit wurden mehr als 500 Millionen Tabletten zur Verfügung gestellt und über 100 Millionen Patienten behandelt, vor allem Schulkinder. Merck hat sich dazu verpflichtet, seine Anstrengungen im Kampf gegen die Tropenkrankheit so lange fortzusetzen, bis sie als ausgerottet gelten kann. Dazu spendet Merck der WHO pro Jahr bis zu 250 Millionen Tabletten – eine Spendenzusage in Höhe von 28 Mio. US-Dollar jährlich. Zudem unterstützt Merck auch ein Bildungsprogramm an afrikanischen Schulen, mit dem Kinder über die Ursachen von Bilharziose und Maßnahmen zur Verhinderung der Erkrankung aufgeklärt werden. Darüber hinaus forscht das Unternehmen im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft an einer neuen Praziquantel-Formulierung, die auch Kleinkindern verabreicht werden kann. Bislang darf die Tablette nur an Kinder ab sechs Jahren verabreicht werden. Ende 2014 gründete Merck gemeinsam mit Partnern – darunter die Bill & Melinda Gates Foundation, die US-Entwicklungsbehörde USAID, die Schistosomiasis Control Initiative (SCI) und World Vision International – die Global Schistosomiasis Alliance.

Über Austrade

Austrade ist die australische Behörde für die Förderung von Handel, Investitionen und Bildung sowie zur Weiterentwicklung von Tourismus- und Forschungsprogrammen. Austrade arbeitet mit der Zentralregierung und den Regierungen der Bundesstaaten und Territorien zusammen und stellt internationalen Investoren die Informationen zur Verfügung, die sie benötigen, um in Australien ein Unternehmen auf- oder auszubauen und auf australische Innovations-, Forschungs- und Entwicklungs-kapazitäten zugreifen zu können.

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Merck KGaA

Merck ist ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen in den Bereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials. Rund 50.000 Mitarbeiter arbeiten daran, Technologien weiterzuentwickeln, die das Leben bereichern - von biopharmazeutischen Therapien zur Behandlung von Krebs oder Multipler Sklerose über wegweisende Systeme für die wissenschaftliche Forschung und Produktion bis hin zu Flüssigkristallen für Smartphones oder LCD-Fernseher. 2016 erwirtschaftete Merck in 66 Ländern einen Umsatz von 15,0 Milliarden Euro.

Gegründet 1668 ist Merck das älteste pharmazeutisch-chemische Unternehmen der Welt. Die Gründerfamilie ist bis heute Mehrheitseigentümerin des börsennotierten Konzerns. Merck mit Sitz in Darmstadt besitzt die globalen Rechte am Namen und der Marke Merck. Einzige Ausnahmen sind die USA und Kanada, wo das Unternehmen als EMD Serono, MilliporeSigma und EMD Performance Materials auftritt.

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