"Merck ist ein Unternehmen voller Forscherdrang"

Darmstadt, (PresseBox) - .

• 22. ordentliche Hauptversammlung von Merck

• Rückblick von CEO Stefan Oschmann auf ein strategisch und operativ erfolgreiches Jahr 2016

• Klare strategische Prioritäten in den Geschäften

• Abstimmung der Aktionäre über Dividendenerhöhung um 15 Cent auf 1,20 €

Auf der heute stattfindenden 22. ordentlichen Hauptversammlung in Frankfurt am Main blickte Stefan Oschmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung und CEO von Merck, vor den Aktionären auf ein strategisch und operativ erfolgreiches Jahr 2016 zurück, erläuterte die Strategie des Unternehmens und gab einen Ausblick auf das Jahr 2017. Das Unternehmen schlägt seinen Aktionären vor, die Dividende um 15 Cent bzw. 14 % auf 1,20 € zu erhöhen.

„Wir haben unsere führende Position bei Displaymaterialien in einem harten Wettbewerbsumfeld verteidigt. Die Integration von Sigma-Aldrich übertrifft alle unsere Erwartungen. Und wir haben die erste Zulassung für unser neues Medikament Bavencio erhalten. Unsere Strategie funktioniert, unser Unternehmen ist auf einem guten Kurs. Das ist vor allem das Verdienst von über 50.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Mit großer Einsatzfreude, hohem Engagement und herausragender wissenschaftlicher Neugier entwickeln, produzieren und vertreiben sie Technologien, die einen Unterschied im Leben vieler Menschen machen können. Als Aktionärinnen und Aktionäre sollen Sie auch direkt an unserem guten Geschäftsergebnis teilhaben", sagte Oschmann ein Jahr nach seinem Amtsantritt auf der Hauptversammlung.

Merck hatte das Geschäftsjahr 2016 mit Rekordzahlen abgeschlossen und war weiter profitabel gewachsen. Der Umsatz des Merck-Konzerns wuchs 2016 kräftig um 17,0 % auf 15,0 Mrd. €, das EBITDA vor Sondereinflüssen, die wichtigste Ertragskennzahl des Unternehmens, um 23,7 % auf 4,5 Mrd. €. Das Konzernergebnis stieg um 46,1 % auf 1,6 Mrd. €. Zugleich reduzierte Merck seine Verschuldung, die im Wesentlichen aus dem Zukauf von Sigma-Aldrich resultierte, zum 31.12.2016 um über 1 Mrd. € auf 11,5 Mrd. €.

Im Unternehmensbereich Healthcare erzielte Merck 2016 entscheidende Fortschritte bei der Entwicklung innovativer Medikamente und meldete zwei Wirkstoffe zur Zulassung an. Dabei handelt es sich um Cladribin-Tabletten zur Behandlung von Multipler Sklerose sowie um den immunonkologischen Antikörper Avelumab zur Behandlung des Merkelzellkarzinoms, einem seltenen und äußerst aggressiven Hautkrebs. Ende März 2017 erhielt Merck für letzteres die Zulassung der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA. Das Medikament mit dem Wirkstoff Avelumab trägt den Markennamen Bavencio. „Für uns ist das ein Meilenstein. Nicht nur, weil Bavencio das erste neue Merck-Medikament seit vielen Jahren ist. Sondern vor allem, weil wir damit in den Markt der Immunonkologie eintreten. Keine andere Therapieform in der Krebsmedizin verspricht so viel Potenzial", sagte Oschmann. Im Einklang mit der Strategie des Unternehmensbereichs Healthcare, den Fokus auf die Pipeline innovativer Arzneimittel zu legen, gab Merck am 24. April 2017 zudem die Veräußerung seines Biosimilars-Geschäfts an Fresenius bekannt.

Der Unternehmensbereich Life Science profitierte im Geschäftsjahr 2016 von der starken Nachfrage aus der biopharmazeutischen Industrie und wuchs schneller als der Markt. Eine wichtige Rolle spielen dabei Einweglösungen für die biopharmazeutische Produktion, die diese für die Kunden von Life Science in vielen Fällen einfacher und effizienter machen. Ein wichtiger Schwerpunkt lag zudem auf der Integration von Sigma-Aldrich, die Merck weiterhin konsequent vorantreiben wird. Bei der Realisierung der Synergien kam Merck 2016 dabei schneller voran als geplant. So wurden Ende 2016 bereits 105 Mio. € anstatt der für diesen Zeitpunkt ursprünglich geplanten 90 Mio. € jährlich wiederkehrender Kostensynergien gehoben. Zusätzlich wurden bisher nicht eingeplante Umsatzsynergien identifiziert, die bis Ende 2018 für einen zusätzlichen Ergebnisbeitrag von 20 Mio. € sorgen sollen. Die gesamten Synergien aus der Akquisition sollen dadurch 280 Mio. € anstatt ursprünglich 260 Mio. € pro Jahr betragen. Durch den Zukauf von Sigma-Aldrich und seiner E-Commerce-Plattform zählt Merck inzwischen zu den führenden Online-Händlern der Welt.

Im Unternehmensbereich Performance Materials behauptete Merck im Jahr 2016 seine Markt- und Technologieführerschaft bei den Displaymaterialien in einem schwierigen Marktumfeld, das durch den Lagerabbau bei Kunden aus der Displayindustrie geprägt war. Merck stärkt durch Investitionen die Innovationskraft von Performance Materials weiter und hat unter anderem eine 30 Mio. € teure OLED-Produktionsanlage in Darmstadt in Betrieb genommen. Im Bereich der Flüssigkristallmaterialien entwickelt Merck neue Technologien, zum Beispiel die SA-VA-Technologie für großflächige Displays. Diese umweltfreundliche, ressourcenschonende und effiziente Technologie soll voraussichtlich noch 2017 auf den Markt kommen. Merck will zudem neue Anwendungsbereiche für seine Flüssigkristalltechnologien erschließen, um auch in anderen Bereichen als Displays erfolgreich zu sein. So wurde im August 2016 der Bau einer Produktionsanlage für Flüssigkristallfenster-Module in den Niederlanden bekanntgegeben, die ab 2018 zur Marktreife kommen sollen. Im Automobilbereich sollen Flüssigkristalle unter anderem in Form von Smart Antennas mit einem sehr hohem Datendurchsatz eingesetzt werden.

Seinen Erfolg misst Merck dabei nicht nur in Finanzkennzahlen. So hat das Unternehmen im vergangenen Jahr wichtige Fortschritte bei seinen Zielen im Bereich der Unternehmensverantwortung gemacht. Der heute veröffentlichte Corporate-Responsibility (CR)-Bericht 2016 dokumentiert die ökologische und gesellschaftliche Leistung von Merck. Einen Schwerpunkt der konzernweiten Anstrengungen im Bereich Corporate Responsibility legt Merck auf Klimaschutz und Energieeffizienz. Im Jahr 2016 konnte das Unternehmen seine weltweiten Treibhausgas-Emissionen um 10% im Vergleich zum Jahr 2006 senken – trotz Wachstum des operativen Geschäfts. Darüber hinaus trägt das Unternehmen mit zahlreichen Aktivitäten dazu bei, benachteiligten Bevölkerungsgruppen in Ländern niedrigen und mittleren Einkommens den Zugang zur Gesundheitsversorgung zu erleichtern. 2016 erreichte Merck hierfür den vierten Platz im Access to Medicine Index der weltweit wichtigsten Pharmaunternehmen.

Mit Blick auf das kommende Jubiläumsjahr 2018, in dem Merck 350 Jahre alt werden wird, sprach Oschmann vor den Aktionären auch über künftige Herausforderungen durch den Digitalen Wandel. „Merck ist und bleibt ein Unternehmen voller Forscherdrang und Entdeckerfreude. Wir stellen uns den größten wissenschaftlichen Herausforderungen in Healthcare, Life Science und Performance Materials. Und das heißt: Wir treiben digitale Technologien in allen unseren Geschäften voran", so Oschmann.

Oschmann wiederholte auf der Hauptversammlung den qualitativen Finanz-Ausblick, den Merck bei der Bilanzpressekonferenz am 9. März 2017 gegeben hatte. Merck erwartet für 2017 ein leichtes bis moderates organisches Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr. Das EBITDA vor Sondereinflüssen für den Merck-Konzern sollte in etwa stabil gegenüber dem Vorjahr bleiben. Einen quantitativen Ausblick wird Merck am 18. Mai 2017 mit der Vorlage der Zahlen für das 1. Quartal 2017 bekannt geben.

Merck KGaA

Merck ist ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen in den Bereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials. Rund 50.000 Mitarbeiter arbeiten daran, Technologien weiterzuentwickeln, die das Leben bereichern - von biopharmazeutischen Therapien zur Behandlung von Krebs oder Multipler Sklerose über wegweisende Systeme für die wissenschaftliche Forschung und Produktion bis hin zu Flüssigkristallen für Smartphones oder LCD-Fernseher. 2016 erwirtschaftete Merck in 66 Ländern einen Umsatz von 15,0 Milliarden Euro.

Gegründet 1668 ist Merck das älteste pharmazeutisch-chemische Unternehmen der Welt. Die Gründerfamilie ist bis heute Mehrheitseigentümerin des börsennotierten Konzerns. Merck mit Sitz in Darmstadt besitzt die globalen Rechte am Namen und der Marke Merck. Einzige Ausnahmen sind die USA und Kanada, wo das Unternehmen als EMD Serono, MilliporeSigma und EMD Performance Materials auftritt.

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