Gesundheitsministerium in Ghana erhält 500. Minilab

(PresseBox) ( Accra, )
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- Seit 1998 stellt der von Merck geförderte Global Pharma Health Fund Kompaktlabore zur Identifizierung von gefälschten Arzneimitteln zur Verfügung
- In Ghana sind bereits 21 Minilabs im Einsatz

Ein mobiles Kompaktlabor zur Identifizierung von gefälschten Arzneimitteln hat heute der Global Pharma Health Fund (GPHF) dem Gesundheitsministerium in Ghana gespendet. Es ist das 500. Exemplar, das der GPHF, eine vom deutschen Pharma-, Chemie- und Life-Science-Unternehmen Merck finanzierte gemeinnützige Initiative, seit 1998 an öffentliche und private Gesundheitsdienste in Entwicklungsländern abgegeben hat. In Vertretung des Gesundheitsministeriums nahm Dr. Stephen K. Opuni, Geschäftsführer der ghanaischen Gesundheitsbehörde Food and Drug Board, das Minilab entgegen. Bei der Übergabe waren auch Sylvester A. Mensah, Geschäftsführer der Krankenversicherungsbehörde National Health Insurance Authority, sowie der in Ghana geborene, langjährige Fußballnationalspieler Gerald Asamoah anwesend. Das Minilab hat einen Wert von rund 9.400 Ghanaischen Neuen Cedi (rund 4.000 Euro).

"Gefälschte Medikamente sind eine ernstzunehmende Bedrohung für die Gesundheitsversorgung in vielen Ländern, auch hier in Ghana", sagte Opuni. "Hierzulande sind bereits 21 Minilabs im Einsatz, und jedes zusätzliche leistet einen wertvollen Beitrag zur Kontrolle der Arzneimittelqualität." Frank Gotthardt, Vorstandsvorsitzender des GPHF und Leiter Public Affairs bei Merck, erklärte den Vorzug der beiden koffergroßen Laboreinheiten: "Viele gefälschte Arzneimittel haben keinen therapeutischen Nutzen oder enthalten mitunter sogar gesundheitsgefährdende Stoffe. Die Minilabs des GPHF sind weltweit einzigartig, um solche Fälschungen schnell, kostengünstig und zuverlässig identifizieren zu können." Interpol, die internationale kriminalpolizeiliche Organisation, schätzt, dass 10 bis 30 Prozent aller Medikamente in Afrika gefälscht oder von minderwertiger Qualität sind.

Gerald Asamoah, der 43 Länderspiele für Deutschland und bislang mehr als 300 Spiele in der deutschen Bundesliga absolvierte, hat im Jahr 2007 die "Gerald Asamoah Stiftung für herzkranke Kinder" gegründet. Sie unterstützt nationale und internationale Hilfsprojekte; langfristiges Ziel ist der Aufbau einer Station für herzkranke Kinder in Accra. Die Flexibilität der Minilabs beeindruckte den Profifußballer: "Ich bin begeistert, wie schnell und einfach man an jedem Ort der Welt gefälschte Medikamente mit den Analysemethoden des Minilabs nachweisen kann." Besonders erfreut zeigte sich Asamoah, als ihm Karim Ben Dhaou, der Geschäftsführer von Merck Tunesien, ein Ultraschallmessgerät für die Kinderstation des Korle Bu Teaching Hospitals in Accra zusagte: "Dieses Gerät wird für viele Kinder sehr segensreich sein."

Der GHPF hat die von ihm entwickelten Minilabs bislang in mehr als 80 Ländern gespendet oder zum Selbstkostenpreis geliefert; ungefähr die Hälfte der 500 Kompaktlabore sind in afrikanischen Staaten im Einsatz. Ein Minilab besteht aus zwei mobilen, tropentauglichen Koffern und bietet eine Fülle von Testmethoden, um Arzneimittel auf äußerliche Auffälligkeiten, Identität und Gehalt zu prüfen. 57 Arzneimittelwirkstoffe vor allem von gängigen Arzneimitteln gegen Infektionskrankheiten können getestet werden, darunter befinden sich Testmethoden für gängige Antibiotika, Wurmmittel, Virustatika, Malariamittel, Tuberkulostatika und andere Medikamente.

Die Kombination aus einem einfachen, verlässlichen Testset für die Prüfung vor Ort und einem Handbuch mit detaillierten Anleitungen zur Testdurchführung ist einzigartig. Der GPHF entwickelt unter anderem neue Testmethoden, um mehr Arzneimittel prüfen zu können. Zudem werden Schulungen angeboten, um sicherzustellen, dass die Anwender mit den Testverfahren vertraut sind.
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