PresseBox
Pressemitteilung BoxID: 487571 (Merck KGaA)
  • Merck KGaA
  • Frankfurter Straße 250
  • 64293 Darmstadt
  • http://www.merck.de
  • Ansprechpartner
  • Gerhard Lerch
  • +49 (6151) 72-6328

Fünf mobile Kompaktlabore zur Identifizierung von gefälschten Medikamenten an Sambia übergeben

(PresseBox) (Darmstadt, ) .
- Global Pharma Health Fund, eine gemeinnützige Initiative des deutschen Pharma-, Chemie- und Life-Science-Unternehmens Merck, spendet sambischen Gesundheitsministerium einzigartige Minilabs
- Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Merck, im Gespräch mit Gesundheitsminister Joseph Kasonde

Um einen Beitrag zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung in Sambia zu leisten, hat der Global Pharma Health Fund (GPHF), eine vom deutschen Pharma-, Chemie- und Life-Science-Unternehmen Merck finanzierte gemeinnützige Initiative, dem Gesundheitsministerium in Lusaka fünf mobile Kompaktlabore zur Identifizierung von gefälschten Arzneimitteln gespendet. Mit den sogenannten Minilabs können minderwertige und gefälschte Arzneimittel schnell und zuverlässig nachgewiesen werden. Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Merck, traf sich heute hierzu in Lusaka mit dem Gesundheitsminister von Sambia, Dr. Joseph Kasonde.

Kleys Besuch in Sambia war die dritte Etappe einer Afrikareise, die ihn zuvor nach Tansania und Sansibar geführt hatte. Dort informierte er sich über die Fortschritte bei der Bekämpfung der Tropenkrankheit Bilharziose. Merck hat sich verpflichtet, die Wurmerkrankung gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Afrika auszurotten.

"Gefälschte Arzneimittel sind eine ernstzunehmende Bedrohung für die Gesundheitsversorgung. Mit den Minilabs schützen wir Menschen unmittelbar vor einer mitunter tödlichen Gefahr", sagte Kley vor Journalisten. "Außerdem helfen wir, die Strukturen der Arzneimittelüberwachung zu verbessern, und sorgen dafür, dass die knappen Ressourcen nicht für wertlose, wenn nicht gar gefährliche Medizin verschwendet werden." Die mobilen Kompaktlabore seien weltweit einzigartig, um Fälschungen schnell, kostengünstig und zuverlässig identifizieren zu können, ergänzte Kley. "Damit lassen sich vor allem in ländlichen Gebieten Engpässe bei der Qualitätskontrolle von Arzneimitteln überbrücken."

Interpol, die internationale kriminalpolizeiliche Organisation, schätzt, dass bis zu 30 Prozent aller Medikamente in Afrika gefälscht oder von minderwertiger Qualität sind. Hier hilft der von Merck getragene gemeinnützige Verein "Global Pharma Health Fund" (GPHF): Das vom GPHF entwickelte Minilab besteht aus zwei mobilen und tropentauglichen Koffern, mit deren Inhalt man minderwertige und gefälschte Arzneimittel nachweisen kann. Es bietet schnelle, einfache und preiswerte Testmethoden, um Arzneimittel auf äußerliche Auffälligkeiten, Identität und Gehalt zu prüfen, und erkennt 57 Arzneimittelwirkstoffe vor allem von gängigen Arzneimitteln gegen Infektionskrankheiten. Darunter befinden sich Testmethoden für gängige Antibiotika, Wurmmittel, Virustatika, Malariamittel, Tuberkulostatika und andere Medikamente.

Bislang hat der GPHF etwa 470 Minilabs in mehr als 80 Länder zum Selbstkostenpreis geliefert. Über die Hälfte dieser Länder befindet sich in Afrika und ein Drittel in Asien. Die Kombination aus einem einfachen, verlässlichen Testset für die Prüfung vor Ort und einem Handbuch mit detaillierten Anleitungen zur Testdurchführung ist einzigartig. Merck beteiligt sich fortwährend an der externen Forschung, um die Zahl der Arzneimittel, die geprüft werden kann, zu erhöhen sowie an anderen Optimierungsmöglichkeiten für das Minilab. Zudem werden Schulungen angeboten, um sicherzustellen, dass die Anwender mit den Testverfahren vertraut sind.

Merck will gemeinsam mit WHO Bilharziose ausrotten

Neben den Minilabs gibt es ein weiteres Großprojekt, mit dem Merck sich für eine bessere Gesundheitsversorgung auf dem afrikanischen Kontinent einsetzt: Gemeinsam mit der WHO bekämpft Merck die Wurmerkrankung Bilharziose bei afrikanischen Schulkindern. Vor kurzem hat Merck sich dazu verpflichtet, in Zusammenarbeit mit der WHO den Kampf gegen Bilharziose in Afrika so lange fortzusetzen, bis sie als ausgerottet gelten kann. Bislang hat Merck bis zu 25 Millionen Tabletten mit dem Wirkstoff Praziquantel jährlich der WHO kostenlos zur Verfügung gestellt. Mittelfristig wird das Unternehmen die Anzahl auf 250 Millionen pro Jahr verzehnfachen. Die Therapie gilt als die effektivste Behandlungsmethode im Kampf gegen die parasitäre Wurmerkrankung. Die drastische Erhöhung der Tablettenmenge auf 250 Millionen ermöglicht die Behandlung von rund 100 Millionen Kindern pro Jahr. An Bilharziose sind schätzungsweise mehr als 200 Millionen Menschen infiziert, rund 200.000 der Betroffenen sterben jährlich daran.

Weitere Informationen zum Kampf gegen gefälschte Arzneimittel finden sich im Internet unter:

http://www.merckgroup.com/de/verantwortung/society/globale_projekte/kampf_gegen_arzneimittelfaelschungen.html
http://www.gphf.org/web/en/start/index.htm
Informationen zum Kampf gegen Bilharziose: http://www.merckgroup.com/de/verantwortung/society/globale_projekte/praziquantel.html

Merck KGaA

Merck ist ein weltweit tätiges Pharma- und Chemieunternehmen mit Gesamterlösen von 9,3 Mrd. € im Jahr 2010, einer Geschichte, die 1668 begann, und einer Zukunft, die mehr als 40.000 Mitarbeiter in 67 Ländern gestalten. Innovationen unternehmerisch denkender und handelnder Mitarbeiter charakterisieren den Erfolg. Merck bündelt die operativen Tätigkeiten unter dem Dach der Merck KGaA, an der die Familie Merck mittelbar zu rund 70 Prozent und freie Aktionäre zu rund 30 Prozent beteiligt sind. 1917 wurde die einstige US-Tochtergesellschaft Merck & Co. enteignet und ist seitdem ein von der Merck-Gruppe vollständig unabhängiges Unternehmen.

Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.