PresseBox
Pressemitteilung BoxID: 14033 (Medienbüro Sohn)
  • Medienbüro Sohn
  • Ettighoffer Straße 26a
  • 53123 Bonn
  • http://www.sohn.de

Unternehmen sollten Investitionszurückhaltung aufgeben

Aktuelles BITKOM-Branchenbarometer: Stimmung in der deutschen ITK-Wirtschaft steigt

(PresseBox) (Berlin/Düsseldorf,www.ne-na.de, ) Die Unternehmen der Informationstechnik und Telekommunikation (ITK) rechnen für das kommende Jahr überwiegend mit steigenden Umsätzen im deutschen Markt. Jedes zehnte Unternehmen erwartet sogar ein kräftiges, zweistelliges Plus. Ein Fünftel der Anbieter von Informations- und Kommunikationssystemen geht von einem zumindest stabilen Geschäft aus. Zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle Branchenbarometer des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) http://www.bitkom.org. BITKOM-Präsident Willi Berchtold: „Die Stimmung in der ITK-Branche hellt sich auf. Die konjunkturellen Aussichten für 2004 sind viel versprechend. Die Unternehmen gehen gestärkt und mit frischem Schwung ins neue Jahr.“ Erfreut zeigte sich Berchtold besonders darüber, dass der Auftragseingang in der Branche bereits im Jahr 2003 wieder angestiegen ist. Im Privatkundengeschäft habe überdies das bisherige Weihnachtsgeschäft die Erwartungen deutlich übertroffen. Die Ergebnisse des Branchenbarometers bestätigten laut Berchtold die BITKOM-Prognose, dass der ITK-Markt in Deutschland nächstes Jahr um 2 Prozent auf rund 134 Milliarden Euro Gesamtumsatz anwächst. Für 2003 rechnet BITKOM mit einem insgesamt stabilen Geschäft auf Vorjahresniveau mit 131 Milliarden Euro Umsatz im deutschen Markt. Um dem Markt zusätzliche Impulse zu geben, fordert Berchtold ein Vorziehen der Steuerreform und eine breit angelegte Innovationsoffensive.

Die stärksten Wachstumsimpulse gehen laut Berchtold im nächsten Jahr von den Mobilfunkdiensten sowie den Internet- und Online-Diensten aus. Damit erweisen sich diese beiden Segmente wieder einmal als Wachstumstreiber. 83 Prozent der Anbieter von Mobilfunkdiensten erwarten für 2004 steigende Umsätze. Bei den Internet- und Online-Diensten erwarten mehr als drei Viertel der Unternehmen, ihr Geschäft 2004 ausbauen zu können. Berchtold hob außerdem hervor, dass der Markt für Telekommunikations-Infrastruktur nach drei sehr schwierigen Jahren wieder Zeichen der Erholung aufweise. Fast drei Viertel der Unternehmen in diesem Marktsegment erwarten für 2004 bessere Umsätze.

Auch der Düsseldorfer IT-Personaldienstleister Harvey Nash http://www.harveynash.de rechnet mit einer leichten Erholung für die TK- und IT-Branche. Im nächsten Jahr werde das Wachstum nach eigenen Marktanalysen bei zwei bis drei Prozent liegen. Als Grund sieht Harvey Nash laufende Projekte, die nicht mehr aufzuhalten seien, weil eine Anzahl von Rückständen aufgearbeitet werden müsse. „Um den TK- und IT-Markt in Deutschland zu stärken gibt es aus unserer Sicht vor allem eine Lösung: Die Unternehmen müssen ihre künstliche Zurückhaltung bei den Investitionen aufgeben“, so Harvey Nash-Geschäftsführer Udo Nadolski.
Was das Geschäft der Personalvermittlung angeht, sei nach Auffassung von Harvey Nash unbedingt eine Liberalisierung der Gesetzeslage vonnöten. „Bei Festanstellungen betrifft das zum Beispiel das Betriebsverfassungsgesetz und das Kündigungsschutzgesetz und für Freiberufler gibt es Hemmnisse beim Thema Scheinselbständigkeit und Arbeitnehmerüberlassung“, betont Nadolski.

Die positive Umsatzentwicklung wird nach Einschätzung des BITKOM für eine Stabilisierung im Arbeitsmarkt der ITK-Branche sorgen. Für 2004 erwartet der Branchenverband ein Ende des Arbeitsplatzabbaus und für 2005 eine spürbare Belebung des Stellenangebots. 29 Prozent der ITK-Anbieter beklagen heute schon wieder einen Mangel an Fachkräften. Zum Vergleich: Im Juni dieses Jahres waren 12 Prozent der Unternehmen von einem Mangel an Spezialisten betroffen. BITKOM-Präsident Berchtold: „Verfügbare Arbeitskräfte sind häufig unter- und zuweilen überqualifiziert, in vielen Fällen zumindest falsch qualifiziert. Wir verschenken dadurch Arbeitsplätze. Bildungspolitik ist die beste Beschäftigungspolitik.“ Berchtold mahnte generell eine grundlegende Modernisierung des Bildungswesens an, um in Deutschland ein innovationsfreundlicheres Klima zu schaffen. Berchtold wörtlich: „Innovation ist der Wachstumsmotor schlechthin, und unser Wohlstand hängt davon ab, ob wir weiterhin Innovationen hervorbringen und wie wir sie in Wachstum und Beschäftigung umsetzen.“ Ziel müsse es sein, insbesondere junge Menschen wieder für Technik zu begeistern. Das von der Bundesregierung für 2004 ausgerufene „Jahr der Technik“ sei ein guter Anfang, dem 2005 als das „Jahr der Innovation“ folgen müsse.

Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.