Outsourcing im Mittelstand verlangt nach Business-Partnerschaften

Basel II beschleunigt die Nachfrage nach bilanzneutralen ITK-Lösungen

(PresseBox) ( Stuttgart, )
Während in den Medien derzeit das Thema „Outsourcing“ im Umfeld von Großunternehmen und dem Trend nach internationaler Auslagerung heftig diskutiert wird, sind auch viele Unternehmen des Mittelstands dabei, Funktionen für Informationstechnik und Telekommunikation (ITK) auszulagern. Das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Pierre Audoin Consultants www.pac-online.com hat recherchiert, dass mittelständische Unternehmen im Jahre 2007 weltweit rund 4.000 Milliarden Euro für Outsourcing Services ausgeben werden. Trotz des nach wie vor zögerlichen Invests in ITK kommen die mittelständischen Unternehmen nicht um die Modernisierung und Anpassung der eingesetzten Technik herum. Auch in Deutschland spüren ITK-Dienstleister den internen Druck der Kunden: „Nach rund drei Jahren der Zurückhaltung bei Investitionen in neue Technik müssen viele Unternehmen jetzt aktiv werden. Veränderungen des eigenen Geschäfts, neue Anwendungen und Anforderungen der Nutzer machen nach dieser Innovationspause neue ITK-Planungen notwendig“, so Helmut Reisinger, Geschäftsführer des Stuttgarter IT-Dienstleisters NextiraOne www.nextiraone.de.

Nicht nur unter den Anforderungen von Basel II haben nun viele mittelständische Unternehmen erkannt, dass es auch für sie andere Lösungen als Kauf oder Investment gibt. Ohnehin verfügen die meisten Mittelständler nicht über komfortabel ausgebaute ITK-Abteilungen, deren Know-how kontinuierlich auf dem Stand der Technik ist. Die Auseinandersetzung mit neuen Anwendungen und Technologien findet hier eher sporadisch statt. Auch eine genaue Zuordnung und laufende Kontrolle der anfallenden Kosten ist häufig nicht zu finden. „Während die Fachabteilungen sich mit den Systemen auskennen und sie beherrschen, erfolgt die Kostenbetrachtung bei Mittelständlern in der Regel durch den Einkauf, der aber selten in der Lage ist, sich kontinuierlich und unter Einbeziehung von alternativen Lösungen damit auseinander zu setzen“, stellt Robert Willebrand vom Beratungsunternehmen Willebrand & Partner www.wp-consult.com bei vielen seiner Kunden fest. Klar definierte und in einzelne Funktionselemente gegliederte Kosten von selektiven Outsourcing-Diensten wie Managed Services helfen nach Willebrands Erfahrung gerade den mittelständischen Unternehmen, die ITK-Kosten jederzeit bewerten und vergleichen zu können. Besonders Preismodelle auf Basis von Anschluss-, Funktions- oder Transaktionskosten seien demnach besonders geeignet für eine höchstmögliche Kostentransparenz.

Bei NextiraOne sieht man einen Trend in der Entwicklung zum „Business Innovation Partner“. Da mittelständische Unternehmen kaum eine strategische Management-Beratung beauftragen können, werden sich nach Feststellung von Reisinger im ITK-Bereich Dienstleister durchsetzen, die sich als Business Partner ihrer Kunden verstehen. „Wir analysieren in unseren Projekten zunehmend den gesamten Kommunikationsprozess des Kunden, um dann passende Technologie- und Betriebslösungen zu entwickeln. Unsere Managed Services übernehmen dann relevante Funktionen im Leistungsportfolio. Der Kunde entscheidet, welche Module er selektiv zu welchem Servicegrad einsetzt. Wir glauben nicht an ein allgemeingültiges Outsourcing-Konzept. Hier kann man tatsächlich eher von einer Business-Partnerschaft als einer Lieferanten-Kunden-Beziehung sprechen“, führt Reisinger aus. Für den Mittelstand liege der Reiz dieser Business-Partnerschaft besonders darin, neue Prozesse und notwendige Anpassungen ohne eigene Spezialisten implementieren zu können: „Der Mittelständler ist hier eher auf einen verlässlichen Partner angewiesen, der seine Geschäftsprozesse versteht, als etwa ein Großunternehmen. Noch dazu schon er mit einer Finanzierungslösung seine Bilanz. Basel II lässt grüßen“, betont Reisinger.
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