media.net Vorstand: Jetzt Masterplan für Internetmetropole

(PresseBox) ( Berlin, )
Die Startup-Szene der Hauptstadtregion boomt. Amerikaner und Europäer blicken nach Berlin. Doch Skeptiker zweifeln an der Nachhaltigkeit der Entwicklung. Der Vorstand des media.net berlinbrandenburg e.V. plädierte auf seiner Mitgliederversammlung gestern Abend in Berlin für einen Masterplan. Ziel: Europas führendes Startup- und Venture-Cluster.

"Ein globaler Wettbewerb lässt überall auf der Welt Startups aus dem Boden schießen. 'Silicon Valley' gibt es jetzt auch in Indien, Israel und Singapur. Wir brauchen einen Masterplan für die Hauptstadtregion", erklärte der media.net Vorstandsvorsitzende, Bernd Schiphorst, auf der Mitgliederversammlung des Unternehmensnetzwerks gestern Abend in Berlin. Berlins Digitale Wirtschaft erlebe zurzeit einen beeindruckenden Gründerboom. Die Berliner Wirtschaftspolitik unterstütze diese Wachstumsdynamik u.a. mit ihrer Innovationsstrategie. Damit die momentane Startup-Welle jedoch nicht in einer Blase endet, sondern eine dynamischen Aufwärtsentwicklung nimmt, wollen media.net berlinbrandenburg und Medienboard gemeinsam mit der Politik und den Unternehmen eine fokussierte Strategie erarbeiten.

Zwar "beherrschten bundespolitische Themen wie Netzpolitik, Datenschutz und Urheberrecht, Fachkräftesicherung und steuerliche Erleichterungen die Diskussion", sagte Schiphorst, ehemals Medienbeauftragter der Länder Berlin und Brandenburg, weiter. Auf Länderebene ständen jedoch andere Faktoren im Vordergrund. So sei die gute Infrastruktur der Hauptstadtregion zu erhalten. Eine hohe Lebensqualität bei vergleichsweise geringen Kosten mache den Standort für Unternehmen wie Mitarbeiter attraktiv. Der Aufbau und das Management eines Tech-Clusters könnte diesem Zweck dienen: "Nicht nur die Tech City London macht es uns vor, auch Polen mit Quartieren in Warschau und Łódź."

Berlin-Brandenburg habe Fachkräfte zu vergleichsweise günstigen Bedingungen. International ausgerichtete Top-Tech-Universitäten sicherten und begünstigten diese Ressource, wie sich am Beispiel Hasso-Plattner-Institut und Uni Potsdam zeige. In Berlin-Brandenburg entwickelte sich ein starkes Ökosystem: neben lokalen Startups lassen sich auch große internationale Unternehmen wie Twitter nieder. Solche bestehenden Netzwerke brauche die Region. Schließlich seien neben staatlichen Förderprogrammen auch private Investitionen notwendig. Das media.net tut einiges dafür, z.B. mit seinem Investors' Dinner und dem Startup-Programm media.net:catapult. "Wir brauchen die Vernetzung der Branche untereinander, aber auch mit Investoren, Politik, Wissenschaft und anderen Branchen", so Schiphorst.

Die neue Wirtschaftskraft ist für Berlin eine große Chance: Sie könnte den traditionellen Nachteil einer fehlenden Industrie kompensieren. "Doch wir müssen jetzt handeln, damit die Region das Ziel als der führende europäische Standort für die Internetwirtschaft in ca. fünf Jahren erreicht", begründete Schiphorst die Forderungen des Vorstands am Mittwochabend.
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