20.000.000 Mails im Jahr - 166 teilnehmende Kliniken und Praxen

Im Westdeutschen Teleradiologieverbund haben sich hunderte Kooperationen etabliert / Neue Szenarien beim Anwendertreffen diskutiert

(PresseBox) ( Bochum, )
Nicht ohne Stolz präsentiert Marcus Kremers, Geschäftsführer der MedEcon Telemedizin GmbH, beim 11. Anwendertreffen des Westdeutschen Teleradiologieverbundes Ende Januar in Duisburg die aktuellen Nutzungszahlen des Netzwerkes.

Mittlerweile sind 166 Kliniken und Praxen aus sechs Bundesländern Teilnehmer des größten telemedizinischen Verbundes seiner Art. Der Schwerpunkt liegt dabei weiterhin in Nordrhein-Westfalen, aber besonders in Niedersachsen und aktuell in Hessen schreitet die Vernetzung voran.

Im Jahre 2014 wurden über 60.000 Untersuchungen, gesplittet in über 20 Millionen einzelne DICOM E-Mails, ausgetauscht. Meist um Voraufnahmen von Patienten anzufordern, eine spezialisierte Zweitmeinung einzuholen oder die Verlegung eines Patienten zu begleiten. Dabei haben sind tatsächlich rund 1.500 Verbindungen zwischen den Einrichtungen genutzt worden.

Die orthopädische Rehaklinik Am Hellweg in Bad Sassendorf lässt sich beispielswiese mit Einverständnis der Patienten monatlich über 100 Untersuchungen aus den vorbehandelnden Kliniken vorab elektronisch senden. Im Universitätsklinikum Essen gehen täglich Dutzende Untersuchungen für die verschiedenen Fachabteilungen ein, oftmals um eine Expertenmeinung einzuholen. Knapp 70 Kliniken und Praxen haben dort im letzten Jahr diese schnelle Möglichkeit, zum Nutzen der Patienten, in Anspruch genommen. Auch die Universitätskliniken Aachen, Düsseldorf, Münster, Bochum, München (rechts der Isar) und Hannover sowie das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg sind dem Verbund angeschlossen, in Kürze auch das Universitätsklinikum Köln.

Auf dem Anwendertreffen im Fraunhofer inHaus in Duisburg diskutierten die rund 30 Teilnehmern dann auch vorrangig weitere Anwendungen auf Basis der etablierten und standardisierten DICOM E-Mail-Kommunikation. Besonders das Thema Qualitätsmanagement spielt hierbei immer wieder eine große Rolle. Verschiedene Projektideen wurden auf den Weg gebracht und in Arbeitsgruppen von Ärzten, IT-Verantwortlichen, Entwicklern und Datenschützern weiter vorangetrieben.

So erwartet Kremers für 2015 neben dem 200. Teilnehmer auch weitere Entwicklungen, die den Nutzen des Netzwerkes weiter steigern werden. Unter anderem auf der conhIT in Berlin und dem Deutschen Röntgenkongress in Hamburg wird sich der Westdeutsche Teleradiologieverbund wieder beteiligen und den Interessenten vorstellen.
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