Beginn des EU Flaggschiff Projekts: IT Future of Medicine (ITFoM)

Berlin, (PresseBox) - Die europäische "Future and Emerging Technologies (FET)" Konferenz und Ausstellung 2011 in Budapest stellt den Beginn der zukunftsweisen FET Flagship Initiative dar. Am 4. Mai wurden diese Projekte durch Neelie Kroes, Europäische Kommissarin für die europäische digitale Agenda, offiziell gestartet. FET Flagships sind großangelegte, wissenschaftsgetriebene und aufgabenorientierte Initiativen, die visionäre technologische Ziele erreichen sollen. Diese Projekte sollen über zehn Jahre mit einem Budget von bis zu einer Milliarde Euro für zehn Jahre gefördert werden. Zur Vorbereitung dieser Projekte werden 6 Pilotprojekte mit je 1,5 Millionen Euro für 12 Monate ab Mai 2012 gefördert. In der zweiten Hälfte von 2012 sollen dann daraus zwei Flagship Projekte ausgewählt werden, die Anfang 2013 beginnen sollen.

Als eines dieser geförderten Pilotprojekte verbindet das Information Technology Future of Medicine Projekt (ITFoM, weitere Informationen auf der Projektwebseite www.itfom.eu) 26 Partner und 20 assoziierte Partner aus akademischen Institutionen und Firmen aus 15 verschiedenen Ländern. "Das ITFoM Projekt ähnelt in gewisser Weise dem Humangenomprojekt, an dem wir ebenfalls beteiligt waren. In den letzten zehn Jahren haben wir die Sequenz eines menschlichen Genoms in einer internationalen Zusammenarbeit für ca. eine Milliarde Dollar entschlüsselt. Dank technologischer Fortschritte können wir jetzt das Genom jedes einzelnen Patienten routinemäßig sequenzieren und damit enorme Informationen über den individuellen Patienten erhalten", sagt Hans Lehrach, Direktor am Max Planck Institut für Molekulare Genetik und Leiter des Dahlem Zentrums für Genomforschung und medizinische Systembiologie. Prof. Lehrach ist der Koordinator des ITFoM Pilotprojektes, das versuchen will, aus Hochdurchsatzanalysen wie zum Beispiel der Gesamtgenomsequenzierung, individuelle Computermodelle ('virtuelle Patienten') für jeden Patienten im Gesundheitssystem zu entwickeln und so die medizinische Behandlung zu revolutionieren. Die Umsetzung dieses neuen und visionären Konzeptes basiert unter anderem auf den Arbeiten, die während des Deutschen Human Genomprojektes (DHGP) begonnen und in Projekten des Nationalen Genomforschungsnetzes (NGFN) wie zum Beispiel dem Mutanomprojekt weiterentwickelt wurden. "Wir erwarten, dass die datenreiche, rechenintensive Medizin der Zukunft bei vielen Krankheiten eine weit bessere, aber auch kostengünstigere Gesundheitsversorgung/Prävention ermöglichen wird", fasst Hans Lehrach zusammen.

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