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Pressemitteilung BoxID: 126098 (MANN+HUMMEL International GmbH & Co. KG)
  • MANN+HUMMEL International GmbH & Co. KG
  • Grönerstraße 50
  • 71636 Ludwigsburg
  • http://www.mann-hummel.com
  • Ansprechpartner
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TÜV Rheinland attestiert Kunststofffiltern von MANN+HUMMEL Umweltfreundlichkeit und eine positive Energiebilanz

(PresseBox) (Ludwigsburg, ) Die TÜV Rheinland Group in Kaiserslautern hat eine Untersuchung zur umweltgerechten Entsorgung von Kunststofffiltern durchgeführt. Sie attestiert dem MANN+HUMMEL Kunststofffilterkonzept Umweltfreundlichkeit und eine positive Energiebilanz. Erodierfilter aus Kunststoff bieten jedoch nicht nur der Umwelt Vorteile. Der Endkunde profitiert durch Gewichtsvorteile bis zu 30 Prozent im Vergleich zu Metallfiltern. Daraus resultieren geringere Transportkosten und ein leichteres Handling.

Die Anforderungen an moderne Erodiermaschinen sind in den letzten Jahren durch die zunehmenden Ansprüche an Arbeitsgeschwindigkeiten und Werkstückqualitäten kontinuierlich gestiegen. Filterhersteller folgen diesem Trend und haben ihre Erodierfilter mit immer besseren Filtermedien und vor allem größeren Filterflächen ausgestattet. Daher werden heute im Markt verstärkt Großfilter angeboten. Stand der Technik ist bei vielen Filtern immer noch Metall. Metall hat bei Filterelementen für verschiedene Anwendungen durchaus seine Berechtigung. Bei Erodiermaschinen stellt sich jedoch im Zuge gestiegenen Umweltbewusstseins und zunehmender Ressourcenknappheit die Frage, ob dieses Bauformkonzept und vor allem die Art der Verwertung noch zeitgemäß sind. Denn es gibt überzeugende Alternativen. MANN+HUMMEL setzt bei Erodiermaschinen auf Kunststofffilter, die in modernen Erodierprozessen zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Der Entwicklungspartner und Serienlieferant der internationalen Maschinenbauindustrie optimiert seine Filterkonzepte bezüglich Kundennutzen und Umweltverträglichkeit kontinuierlich und hat die Entwicklung von Erodierfiltern aus Kunststoff (Bild 1 - rechts) zur Serienreife gebracht. Die von MANN+HUMMEL entwickelten metallfreien Filtergehäuse bestehen aus sortenreinen Kunststoffbauteilen. Sie werden prozesssicher und ökonomisch mit dem Kunststoffspritzverfahren hergestellt. Kunststoffbauteile bieten gegenüber Metallteilen den Vorteil einer nahezu unbegrenzten Formgebungs- und Gestaltungsfreiheit. Ein Beispiel dafür sind die integrierten Handgriffe.

Weiteres Plus: Bei Kunststoff ist ein zusätzlicher Korrosionsschutz der Gehäuse nicht erforderlich. Dadurch kann vollständig auf Lacke und andere Beschichtungen verzichtet werden. Die Umwelt wird geschont und unerwünschte chemische Einflüsse auf das Dielektrikum gibt es nicht.

Bauform und Werkstoffauswahl konventioneller Erodierfilter
Konventionelle Erodierfilter bestehen aus einem Metallaußenmantel, einem innen liegenden Filterbalg sowie den beiden mit Klebstoff verbundenen Metallendscheiben. Um die Metallteile vor Korrosion durch das Dielektrikum zu schützen, werden sie lackiert oder pulverbeschichtet. Insgesamt ist der Fertigungsprozess von Metallfiltern durch die vielen notwendigen Einzelverfahren wie Stanzen, Umformen, Laserschweißen und Lackieren energieaufwendig und durch die gestiegenen Stahlpreise relativ kostenintensiv geworden. Zudem haben die Blechteile ein hohes Gewicht, das höhere Transportkosten verursacht.

Einige Hersteller haben diesen Aufwand reduziert und sogenannte hybride Filterbauformen (Bild 1- links) entwickelt, deren Gehäusekomponenten aus einem Metall-Kunststoff-Mix bestehen. In der Regel werden diese Hybridfilter aus einem klassischen Metallaußenmantel, Kunststoffendscheiben und einem Kunststoffinnenrohr zusammengesetzt. Durch die Kunststoffteile vereinfacht sich die Herstellung der Filter, jedoch bleibt der hohe Fertigungsaufwand für den Korrosionsschutz des Metallaußenmantels bestehen.

Entsorgung von Erodierfiltern
Ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis der Filter und die Entsorgung sind für Endkunden die zentralen Kriterien beim Kauf von Erodierfiltern. Doch wie ist die Verwendung von Erodierfilter unter dem ökologischen Aspekt zu sehen? Angesichts globaler Klimaveränderung und zunehmender Ressourcenknappheit ist die Umweltverträglichkeit von Erodierfiltern ein wichtiges Thema.

Die MANN+HUMMEL Erodierfilter aus Kunststoff haben die Nachteile der Metall- und Hybridfilter bei der Entsorgung aufgelöst. Sie können energetisch verwertet werden. Energetische Verwertung bedeutet, dass die Heizenergie der Filterelemente in thermischen Prozessen - zum Beispiel in Müllverbrennungsanlagen, Kraft- oder Zementwerken - genutzt wird, d.h. dass bei der Entsorgung von Kunststofffiltern Energie entsteht, während die werkstoffliche Entsorgung von Metall- oder Hybridfiltern Energie kostet. Außerdem kommt es bei der thermischen Behandlung auf eine rückstandsfreie Verbrennung an. Kunststofffilter von MANN+HUMMEL verbrennen, ohne nennenswerte Rückstände zu hinterlassen.

Metall- und Hybridfilter eignen sich aufgrund ihres zu geringen Heizwertes nicht für die energetische Entsorgung. Zudem hinterlassen sie bei der Verbrennung Metallrückstände, die nachträglich entsorgt werden müssen. Der klassische Metallerodierfilter wird über professionelle Entsorger einer werkstofflichen Verwertung zugeführt. Beim Metallrecyclingprozess muss der Stahlschrott frei von Beschichtungen und sortenfremden Bestandteilen sein. Aus diesem Grund wird bei der Entsorgung von Metallfiltern eine genaue Sortierung der Bestandteile vorgenommen. Der Stahlschrott wird den Vorgaben der Stahlwerke gemäß geschreddert und sortiert. Der Erlös dieser wertstofflichen Verwertung in Form gewonnener Sekundärrohstoffe (Stahlblech) ist geringer als der dafür notwendige Aufwand, insbesondere in Form von Energie und Prozesstechnologie. Deshalb hat die fachgerechte Entsorgung von Metallfiltern eine negative Energiebilanz.

Hybridfilter mit einem Mix aus Kunststoff- und Metallkomponenten werden ähnlich wie die Metallfilter entsorgt. Der Prozess ist allerdings durch die enthaltenen Kunststoffteile komplexer und verursacht dadurch in der Entsorgung die gleichen Nachteile wie bei Metallfiltern.

TÜV Rheinland empfiehlt die energetische Verwertung von Kunststofffiltern Gemäß § 4 Abs. 4 des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes muss ein beladener Erodierfilter für eine thermische Verwertung einen Heizwert von mindestens 11.000 Kilojoule pro Kilogramm aufweisen. Ein Gutachten durch den Bereich Industrie Service der TÜV Rheinland Group in Kaiserslautern belegt, dass die MANN+HUMMEL Kunststofffilterbaureihen über einen Heizwert von mehr als 24.000 Kilojoule pro Kilogramm verfügen und somit die Kriterien für eine thermische Abfallbehandlung erfüllen. Für Metallfilter haben die Experten einen Heizwert unter 4.000 Kilojoule ermittelt. Bei der Verbrennung sind nachgeschaltete effektive Gasreinigungssysteme heute Standard, daher ist die Entsorgung umweltschonend.

Fazit der TÜV Rheinland Group in Kaiserslautern: Das Kunststofffilterkonzept von MANN+HUMMEL schont Ressourcen durch energetische Verwertung, zum einen als teilweiser Ersatz von Primärbrennstoffen und zum anderen bei der direkten Erzeugung von Wärme, Dampf oder Strom.

Erodierfilter aus Kunststoff bieten Vorteile, die der Umwelt und dem Kunden zugute kommen. Integrierte Griffe am Gehäuse und ein bis zu 30 Prozent niedrigeres Gewicht im Vergleich zu Metallfiltern erleichtern das Handling für Endkunden. Kunststofffilter sind den herkömmlichen Filterlösungen aus Metall bzw. einem Metall-Kunststoff-Mix in Bezug auf Umweltverträglichkeit und Kundennutzen überlegen. Aus diesem Grund setzt MANN+HUMMEL bei Erodiermaschinen zukünftig auf Kunststofffilter.

MANN+HUMMEL International GmbH & Co. KG

Die MANN+HUMMEL Gruppe ist ein weltweit aktiver Konzern. 2006 betrug der Umsatz 1,6 Milliarden Euro. Die MANN+HUMMEL Gruppe beschäftigt 10.500 Mitarbeiter an 41 internationalen Standorten. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt technisch anspruchsvolle Kfz-Komponenten wie Luftfiltersysteme, Saugsysteme, Flüssigkeitsfiltersysteme und Innenraumfilter für die Automobilindustrie sowie Filterelemente für die Wartung und Reparatur von Kraftfahrzeugen. Für den Maschinenbau, die Verfahrenstechnik und die industrielle Fertigung umfasst das Herstellprogramm Industriefilter, Filteranlagen und Anlagen sowie Geräte zum Material-Handling. Die Kunden von MANN+HUMMEL kommen aus vielen Branchen, wobei das Seriengeschäft mit der Automobilindustrie eine Schlüsselposition einnimmt. Weitere Informationen zu MANN+HUMMEL finden Sie unter http://www.mann-hummel.com.