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Pressemitteilung BoxID: 377285 (Lünendonk & Hossenfelder GmbH)
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Neu: Lünendonk®-Liste und -Studie 2010 "Führende Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-Gesellschaften in Deutschland"

(PresseBox) (Kaufbeuren/Frankfurt am Main, ) .
- Top 25 wuchsen im Krisenjahr 2009 um 5,4 Prozent
- Umsätze der Big Four gingen um 3,9 Prozent zurück
- Unternehmensberatung gewann im Krisenjahr weiter an Bedeutung
- Lünendonk®-Studie ab sofort verfügbar

Die welt­weite Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise hinterließ auch bei den Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-Gesellschaften (WP) ihre Spuren. Nach zweistelliger Wachstumsrate in 2008 betrug das durch­schnittliche Wachstum der 25 führenden Unternehmen im zurück­liegenden Geschäftsjahr 2009 lediglich 5,4 Prozent. Die so genannten Big Four, namentlich die internationalen WP-Gesellschaften Pricewater­houseCoopers (PWC), KPMG, Ernst & Young sowie Deloitte & Touche, verbuchten sogar einen Rückgang um durchschnittlich 3,9 Prozent. Das zeigt die heute veröffentlichte Lünendonk®-Liste und -Studie 2010 "Führende Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-Gesellschaften in Deutschland" der Lünendonk GmbH, Kaufbeuren, in die 93 Unter­nehmen einbezogen wurden.

Als Hauptgründe für die Entwicklung des vergangenen Jahres geben die Befragten vor allem die wirtschaftliche Situation der Kunden und den damit verbundenen erhöhten Preisdruck an. "Diese Tendenz konnten wir bereits aus der Vorjahressituation und unserer Prognose ableiten", sagt Jörg Hossenfelder, geschäftsführender Gesellschafter Lünendonk GmbH und Autor der Studie. "Für die nach Umsatz führenden 25 WP-Gesellschaften sagte Lünendonk damals ein durchschnittliches Wachstum von 6 Prozent voraus. Mit den effektiven 5,4 Prozent wurde diese Prognose leicht unterboten."

Für das laufende Geschäftsjahr 2010 erwarten die führenden 25 WP-Gesellschaften wieder ein zweistelliges Wachstum von durchschnittlich 10,5 Prozent. Neben der Unternehmenssteuerreform und dem Erbschaftssteuergesetz soll vor allem das Bilanzrechtsmodernisierungs­gesetz (BilMoG) als Umsatztreiber dienen. Zudem erwarten einige WP-Gesellschaften Impulse durch das Gesundheitsreformgesetz. Aktuelle Themen wie beispielsweise Basel III werden spürbar erst im kommenden Geschäftsjahr zum Tragen kommen.

Mittelgroße WP-Gesellschaften kamen am besten durch die Krise

Die Lünendonk®-Liste der 25 führenden Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-Gesellschaften ist wegen der besseren Vergleichbarkeit der Anbieter - was ihre Position im deutschen Markt betrifft - nach deren Inlandsumsätzen sortiert. Jedoch enthält das Ranking zusätzlich die jeweiligen Gesamtumsätze der Unternehmen, die ihren Hauptsitz in Deutschland haben.

Das Ranking wird seit Jahren von Mitgliedsfirmen weltweit operierender WP-Gesellschaften dominiert - den Big Four. Diese vier Anbieter wurden im Vergleich zu den anderen WP-Gesellschaften der Top 25 im Jahr 2009 auf eine harte Probe gestellt: Die Umsätze von KPMG sowie Ernst & Young gingen um jeweils -0,7 Prozent zurück; PWC verlor -6,1 Prozent, Deloitte & Touche -8,1 Prozent.

PWC ist mit rund 1,38 Milliarden Euro weiterhin die größte WP-Gesellschaft in Deutschland, gefolgt von KPMG (1,25 Mrd. Euro) und Ernst & Young (1,01 Mrd. Euro). Deloitte & Touche folgt mit 716,3 Millionen Euro auf Position vier, BDO (185,7 Mio. Euro) sowie Rödl & Partner (125,7 Mio. Euro Inlandsumsatz, 217,9 Mio. Euro Gesamt­umsatz) folgen auf den Plätzen. Ecovis komplettiert die Reihe der WP-Gesellschaften, die einen dreistelligen Inlandsumsatz aufweisen (102 Mio. Euro).

Ebner Stolz sowie Rölfs WP Partner schließen auf, PKF holt auf

Mit Ebner Stolz Mönning Bachem folgt eine WP-Gesellschaft auf Listen­platz acht, die ihren Umsatz 2009 im Gegensatz zu den oben genannten Anbietern - mit Ausnahme von Rödl & Partner - steigern konnte. Das Stuttgarter Unternehmen erzielte einen Inlandsumsatz von 94,3 Millionen Euro (2008: 89,0 Mio. Euro). Rölfs WP Partner wuchs im Jahr 2009 um 16,2 Prozent auf 90,6 Millionen Euro und belegt Platz neun.

Auf Position zehn folgt mit PKF Fasselt Schlage Partnerschaft diejenige WP-Gesellschaft, die mit einem Umsatzanstieg von 48,4 Prozent den mit Abstand höchsten Umsatzzuwachs aller in die Lünendonk®-Studie einbe­zogenen Unternehmen zu verzeichnen hat. Diese Entwicklung liegt vor allem begründet im strukturellen Zusammenschluss der Gesellschaften PKF Fasselt Schlage Lang und Stolz, PKF Herfort van Kerkom Streit, PKF Piorek Thum Stenger Beier sowie PKF Treurog.

"Aufgrund der wirtschaftlichen Lage suchen WP-Gesellschaften nach alternativen Wachstumsmöglichkeiten", so Hossenfelder. "Daher werden neben Kooperationen auch Übernahmen und Fusionen signifikant zunehmen." Dabei steht auch der Ausbau der Unternehmensberatung im Fokus. Nicht nur KPMG, PWC und Ernst & Young bauen die Professional Services kontinuierlich aus. Auch mittelgroße Anbieter wie beispielsweise DHPG, Ebner Stolz Mönning Bachem, Rölfs WP Partner, Susat & Partner sowie Warth & Klein setzen auf das erweiterte Portfolio. Deloitte verfügt indes seit Jahren über eine eigene Consulting-Einheit.

Auf dem Weg zur kritischen Masse

Gerade mittelgroße WP-Gesellschaften versuchen, durch anorganisches Wachstum die so genannte kritische Masse zu erreichen, um vor allem bei Unternehmen aus dem (gehobenen) Mittelstand als Alternative zu den Big Four wahrgenommen zu werden. "Die Schwelle liegt je nach Branche zwischen 75 und 100 Millionen Euro", so Hossenfelder.

Die führenden 25 WP-Gesellschaften haben in 2009 einen Umsatz in Deutschland in Höhe von 5,5 Milliarden erzielt (2008: 5,7 Mrd. Euro). Die 4,4 Milliarden Euro der Big Four machen hiervon 80 Prozent aus (2008: 4,6 Mrd. Euro). Alle in die diesjährige Studie einbezogenen, selbst­ständig organisierten WP-Gesellschaften erzielten in Deutschland 2009 einen Umsatz von mehr als 5,9 Milliarden Euro. Das Markt­volumen wird auf etwa 11 Milliarden Euro geschätzt. In die Analyse wurden nur Unternehmen aufgenommen, die mindestens 50 Prozent des Umsatzes mit Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung erwirtschaften (reine Steuerberatungen wurden nicht berücksichtigt).

Die Lünendonk®-Liste wird komplettiert durch ein Sonderranking, in dem die zehn größten Netzwerkgesellschaften wiedergegeben werden. Innerhalb dieser Netzwerke arbeiten WP-Gesellschaften unabhängig zusammen. Nexia International führt das Ranking an (167,0 Mio. Euro), gefolgt von Grant Thornton (134,3 Mio. Euro), Moore Stephens (122,6 Mio. Euro), RSM Deutschland (112,1 Mio. Euro) sowie PKF Deutschland (100,8 Mio. Euro). Die Netzwerkgesellschaften werden separat geführt, um eine doppelte Berücksichtigung identischer Umsätze innerhalb der Analyse zu vermeiden.

Studienbezug

Die detaillierte Lünendonk®-Studie 2010 "Führende Wirtschafts­prüfungs- und Steuerberatungs-Gesellschaften in Deutschland" auf Basis der Befragung über Strukturen, Strategien, Planungen und Restriktionen der 25 führenden sowie weiteren 68 mittelgroßen und kleineren WP-Unternehmen sowie Netzwerke liegt seit 29. September 2010 zum Preis von 1.800,- Euro (390 Seiten, pdf-Datei, zzgl. MwSt., inklusive Versand) bei Lünendonk vor.

Die Lünendonk®-Studien gehören als Teil des Leistungsportfolios der Lünendonk GmbH zum "Strategic Data Research" (SDR). In Verbindung mit den Leistungen in den Portfolio-Elementen "Strategic Roadmap Requirements" (SRR) und "Strategic Transformation Services" (STS) ist Lünendonk in der Lage, Beratungskunden von der Entwicklung der strategischen Fragen über die Gewinnung und Analyse der erforderlichen Informationen bis hin zur Aktivierung der Ergebnisse im operativen Tagesgeschäft zu unterstützen.

Lünendonk & Hossenfelder GmbH

Die Lünendonk GmbH, Gesellschaft für Information und Kommunikation (Kaufbeuren), untersucht und berät europaweit Unternehmen aus der Informationstechnik-, Beratungs- und Dienstleistungs-Branche. Mit dem Konzept Kompetenz3 bietet Lünendonk unabhängige Marktforschung, Marktanalyse und Marktberatung aus einer Hand. Der Geschäftsbereich Marktanalysen betreut die seit 1983 als Marktbarometer geltenden "Lünendonk®-Listen und -Studien" sowie das gesamte Marktbeobachtungsprogramm. Seit 2003 ist Lünendonk auch von Frankreich und Großbritannien aus erfolgreich aktiv.