NEU: Lünendonk®-Studie 2012 "Führende Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-Gesellschaften in Deutschland"

Kaufbeuren, (PresseBox) - .
- Vorsichtig optimistische Zukunftserwartungen
- Stärkerer Fokus auf anderen Leistungsfeldern
- Lünendonk®-Studie ab sofort verfügbar

Vorsichtig optimistisch geben sich die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-Gesellschaften (WP) in Deutschland bei ihren Prognosen für die Zukunft. Mit einem für das laufende Geschäftsjahr 2012 erwarteten Umsatzplus von 4,8 Prozent bleiben sie in ihren Einschätzungen fast 2 Prozent unter den in 2011 tatsächlich erzielten Steigerungsraten von 6,6 Prozent. Als Behinderungsfaktoren für die Unternehmensentwicklung und den -erfolg gelten wie in den vergangenen Jahren in erster Linie die niedrigen Marktpreise und Honorare. Dem Preisdruck versuchen sich die WP-Gesellschaften zu entziehen, indem sie neue Tätigkeitsfelder erschließen und sich durch ein breit gefächertes Leistungsangebot als Professional-Services-Anbieter positionieren. Aber auch im anorganischen Wachstum sehen einige Gesellschaften weitere Wachstumsmöglichkeiten. Das sind Ergebnisse der aktuellen Lünendonk®-Studie 2012 "Führende Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-Gesellschaften in Deutschland" der Lünendonk GmbH, Kaufbeuren, die ab sofort verfügbar ist.

Eigene Entwicklungserwartungen positiver als für Gesamtmarkt

Die 75 in die Studie einbezogenen Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-Gesellschaften sind 2011 im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich +6,6 Prozent gewachsen. Damit haben sie die in der Vorjahresstudie für 2011 vorausgesagte Steigerungsrate von +4,7 Prozent um 1,9 Prozentpunkte überboten. Für das laufende Jahr 2012 sowie die Jahre bis 2017 liegt der prognostizierte Durchschnittswert bei +4,8 Prozent Wachstumszuwachs, der nach den aktuellen Einschätzungen in den Jahren 2017 bis 2020 leicht auf +4,2 Prozent sinkt. Die Entwicklung des Gesamtmarktes beurteilen die Studienteilnehmer dagegen weniger optimistisch. Für 2012 rechnen sie mit 2,9 Prozent Zuwachs, mittelfristig mit 3,0 Prozent und langfristig bis 2020 mit 2,8 Prozent p.a.

Big Four übertreffen optimistische Zukunftserwartungen noch

Deutlich positiver sehen die Big Four das künftige Wachstum. Nach einer Umsatzsteigerung von +5,2 Prozent im vergangenen Jahr rechnen die führenden vier Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaften PwC, KPMG, Ernst & Young und Deloitte 2012 mit einem durchschnittlichen Zuwachs beim Gesamtumsatz von +8,0 Prozent, mittelfristig mit +9,0 Prozent p.a. und langfristig mit +8,0 Prozent p.a. Diese optimistischen Prognosen erklären sich mit der Globalisierung der zu prüfenden Unternehmen und den damit verbundenen verstärkt nachgefragten Themen.

"Die Aufholphase nach der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise scheint bei den WP-Gesellschaften begonnen zu haben; keines der analysierten Unternehmen geht mehr von einer negativen Umsatzentwicklung aus", so Jörg Hossenfelder, Geschäftsführender Gesellschafter der Lünendonk GmbH. "Allerdings hoffen die Studienteilnehmer auch, dass die positive Preisentwicklung in den USA Auswirkungen auf Europa zeigt." Denn bisher hat in Deutschland noch kein Aufholeffekt stattgefunden.

Insgesamt beläuft sich das von Lünendonk geschätzte Inlands-Marktvolumen auf 11 Milliarden Euro; davon erzielten die Studienteilnehmer einen Anteil von 6,47 Milliarden Euro.

Steuerberatungs- weiterhin vor Wirtschaftsprüfungsleistungen

Die bereits seit 2008 festgestellte Entwicklung, dass die für die Lünendonk®-Studie befragten Unternehmen im Durchschnitt mehr Umsatz mit Steuerberatung als mit Wirtschaftsprüfung erzielen, setzte sich auch 2011 fort. Aktuell konnten beide Bereiche um jeweils 0,1 Prozent zulegen. So entfielen 42,6 Prozent des Umsatzes auf Steuerberatung und 38,8 Prozent auf Wirtschaftsprüfung.

Die unter dem Begriff "Advisory" subsumierten Leistungen Management-, Finanzierungs- und IT-Beratung haben mit 8,2 Prozent den Vorjahreswert knapp verfehlt (2010: 8,4%). Innerhalb der Top 25 macht Advisory einen Anteil von 9,7 Prozent aus und damit 0,7 Prozent weniger als 2010.

Fokus liegt auf anderen Leistungsfeldern

Für die nächste Zukunft erwarten die analysierten Unternehmen im Bereich "Tax" mit einem Wert von 1,1 die meisten Umsatzzuwächse (Skala von -2 = sehr geringe Wachstumschancen bis +2 = sehr große Wachstumschancen). 68,3 Prozent sehen hier großes, 24,4 Prozent sogar sehr großes Wachstumspotenzial. Gute Chancen werden zudem den Leistungsfeldern "Legal" und "Business Consulting" mit jeweils 1,0 eingeräumt, während "Audit" mit 0,4 das Schlusslicht bildet.

Auch wenn im Vergleich die 25 führenden WP-Gesellschaften (Top 25) in Deutschland ebenso wie die Top 10 den größten Umsatzmotor eher in der Rechtsberatung sehen (1,4 bzw. 1,6), zeigt die Auswertung jedoch eine geschlossene und eindeutige Haltung. In ihrem Hauptsegment "Audit" sehen alle Studienteilnehmer die geringsten Chancen für einen Umsatzzuwachs.

"An diesen Werten lässt sich erkennen, dass die Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaften ihren Fokus auf andere Unternehmensbereiche konzentrieren, um einen Umsatzzuwachs generieren zu können", erläutert Jörg Hossenfelder.

Inwieweit sich dabei die in den vergangenen Jahren beobachtete zunehmende Bedeutung des Themas Managementberatung für die WP-Gesellschaften fortsetzt, wird auch von den geplanten Reglementierungen des EU-Grünbuchs abhängen. In der aktuellen Studie zeigt sich zwar eine leicht rückläufige Entwicklung in diesem Bereich, doch die Gewichtung belegt, dass umsatzstarke Unternehmen weiterhin einen hohen Anteil ihres Umsatzes mit Managementberatung erwirtschaften.

Alternative Wachstumsmöglichkeiten

Zusätzliches Wachstum erhoffen sich vor allem die mittelgroßen Gesellschaften von anorganischem Wachstum. Sie wollen damit vom gehobenen Mittelstand als Alternative zu den Big Four wahrgenommen werden. Neben der Übernahme der auf Supply Chain Management spezialisierten BrainNet durch KPMG haben sich auch andere WP-Gesellschaften für die alternativen Wachstumsmöglichkeiten entschieden. So konnten RBS Roever Broenner Susat durch ihren Zusammenschluss und Warth & Klein Grand Thornton durch die Übernahme der Treuhand Oldenburg die so genannte kritische Masse von 75 bis 100 Millionen Euro Umsatz p.a. erreichen und haben damit einen Platz unter den Top 10.

Studienbezug

Die detaillierte Lünendonk®-Studie 2012 "Führende Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-Gesellschaften in Deutschland" auf Basis der Befragung über Umsätze, Märkte, Strukturen und Tendenzen von 94 Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaften und Netzwerken liegt ab sofort zum Preis von 1.950,- Euro (376 Seiten, pdf-Datei, zzgl. MwSt., inklusive Versand) bei der Lünendonk GmbH vor.

Die Lünendonk®-Studien gehören als Teil des Leistungsportfolios der Lünendonk GmbH zum "Strategic Data Research" (SDR). In Verbindung mit den Leistungen in den Portfolio-Elementen "Strategic Roadmap Requirements" (SRR) und "Strategic Transformation Services" (STS) ist Lünendonk in der Lage, Beratungskunden von der Entwicklung der strategischen Fragen über die Gewinnung und Analyse der erforderlichen Informationen bis hin zur Aktivierung der Ergebnisse im operativen Tagesgeschäft zu unterstützen.

Lünendonk & Hossenfelder GmbH

Die Lünendonk GmbH, Gesellschaft für Information und Kommunikation (Kaufbeuren), untersucht und berät europaweit Unternehmen aus der Informationstechnik-, Beratungs- und Dienstleistungs-Branche. Mit dem Konzept Kompetenz3 bietet Lünendonk unabhängige Marktforschung, Marktanalyse und Marktberatung aus einer Hand. Der Geschäftsbereich Marktanalysen betreut die seit 1983 als Marktbarometer geltenden "Lünendonk®-Listen und -Studien" sowie das gesamte Marktbeobachtungsprogramm.

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