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Pressemitteilung BoxID: 694279 (Lünendonk & Hossenfelder GmbH)
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Lünendonk®-Liste 2014: Die Top 10 der deutschen Standard-Software-Unternehmen

(PresseBox) (Kaufbeuren, ) .
- Neue Struktur der Lünendonk®-Liste für Standard-Software-Unternehmen
- Moderate Wachstumszahlen, optimistische Prognosen
- Hoher Exportanteil

Die seit 1997 jährlich erscheinenden Lünendonk®-Listen über die führenden Standard-Software-Unternehmen in Deutschland erhalten ein neues Gesicht. In dem klassischen Lünendonk®-Ranking werden nur noch Unternehmen berücksichtigt, die ihre Gründungshistorie und Kapitalmehrheit in Deutschland haben. Diese zehn umsatzstärksten deutschen Standard-Software-Unternehmen (Top 10) sind in der aktuellen Lünendonk®-Liste 2014 "Top 10 der deutschen Standard-Software-Unternehmen" in der Reihenfolge ihrer Gesamtumsätze gelistet. Im Geschäftsjahr 2013 erzielten sie einen Gesamtumsatz von 19,8 Milliarden Euro und beschäftigten insgesamt rund 87.400 Mitarbeiter.

Das Standard-Software-Geschäft ist seit Jahren immer internationaler geworden. Die großen Anbieter sind weltweit in den wichtigsten Märkten mit eigenen Gesellschaften präsent. Dabei treten die meisten Tochtergesellschaften der multinationalen Software-Konzerne auch in Deutschland beim Verkauf der Softwareprodukte als "Agenten" ihrer Konzerne auf, das heißt sie erhalten Verkaufsprovisionen von in der Regel ca. 1,5 Prozent des Gesamtverkaufsvolumens sowie Kostenerstattungen für die Marketing- und Vertriebsaktivitäten. Da in die Gewinn- und Verlust-Rechnungen dieser deutschen Tochtergesellschaften nur die Provisionen und Kostenerstattungen eingehen, ist das Gesamtverkaufsvolumen in Deutschland nicht erkennbar beziehungsweise können Firmenangaben nicht nachgeprüft werden. Ein Ranking aller Anbieter nach Software-Umsätzen in Deutschland lässt sich daher nicht mehr sinnvoll und ausreichend fundiert ermitteln.

Die aktuelle Lünendonk®-Liste ist wie in den Vorjahren Teil einer Studie, in die in diesem Jahr 30 Unternehmen einbezogen wurden, die mindestens 60 Prozent ihrer Umsätze mit Standard-Software-Produktion, -Vertrieb und -Wartung erwirtschaften und deren Hauptsitz beziehungsweise Kapitalmehrheit in Deutschland liegt. Aus Vergleichsgründen befinden sich unter diesen 30 Unternehmen neben den Top 10 auch mittelgroße und kleine Standard-Software-Unternehmen.

Die 30 Unternehmen erzielten im Geschäftsjahr 2013 zusammen 20,5 Milliarden Euro Gesamtumsätze im In- und Ausland. Der Durchschnitt der individuellen Veränderungsraten gegenüber den Gesamtumsätzen im Vorjahr beträgt 7,1 Prozent, wobei der deutlich niedrigere Median (Zentralwert) von 5,4 Prozent darauf hindeutet, dass der einfache Mittelwert durch wenige, besonders wachstumsstarke Unternehmen nach oben gezogen wird. Tatsächlich meldete ein Viertel der Teilnehmer sogar rückläufige oder stagnierende Gesamtumsätze.

Nach eigenen Angaben verkauften die 30 Standard-Software-Unternehmen insgesamt für 15,9 Milliarden Euro Software-Produkte an Kunden im Ausland. Daraus ergibt sich für 2013 ein durchschnittlicher Exportanteil am Gesamtumsatz dieser 30 Unternehmen von 77,6 Prozent. 22 der 30 Unternehmen geben an, auch Umsatz mit ausländischen Kunden zu machen.

Da die Gesamtmitarbeiterzahl gegenüber dem Jahr 2012 mit durchschnittlich 5,7 Prozent auf insgesamt rund 93.400 geringer gestiegen ist als die durchschnittlichen Gesamtumsätze (7,1%), hat sich der durchschnittliche Umsatz pro Beschäftigtem von 136.000 Euro auf 137.000 Euro erhöht.

Für das laufende Geschäftsjahr 2014 erwarten die 30 deutschen Standard-Software-Unternehmen Zuwächse ihrer individuellen Gesamtumsätze von durchschnittlich 5,1 Prozent. Diese Schätzung wird durch einen Medianwert von 5 Prozent gestützt. Optimismus für das zukünftige Geschäft strahlen die sogar noch höheren Prognosen von durchschnittlich 8,5 Prozent jährlich für die Jahre 2015 und 2016 bis 2020 aus.

Alle wichtigen multinationalen Standard-Software-Konzerne, die ihren Hauptsitz beziehungsweise ihre Kapitalmehrheit im Ausland haben, sind mit eigenen Tochtergesellschaften oder Vertriebspartnern auf dem deutschen Markt aktiv. Die größten dieser Gesellschaften, zu denen Microsoft, Oracle, Adobe, Infor, SAS, CA und BMC zählen, erzielen schätzungsweise Umsätze von jeweils mehr als 100 Millionen Euro auf dem deutschen Markt. Aus den genannten Gründen ist aber ein Ranking nach Deutschland-Umsätzen zusammen mit den deutschen Standard-Software-Unternehmen nicht fundiert möglich und sinnvoll.

Lünendonk & Hossenfelder GmbH

Die Lünendonk GmbH, Gesellschaft für Information und Kommunikation (Kaufbeuren), untersucht und berät europaweit Unternehmen aus der Informationstechnik-, Beratungs- und Dienstleistungs-Branche. Mit dem Konzept Kompetenz3 bietet Lünendonk unabhängige Marktforschung, Marktanalyse und Marktberatung aus einer Hand. Der Geschäftsbereich Marktanalysen betreut die seit 1983 als Marktbarometer geltenden "Lünendonk®-Listen und -Studien" sowie das gesamte Marktbeobachtungsprogramm.