Die Logistik muss die Zukunft aktiv gestalten

Jahreskonferenz "Logistik schafft Lösungen" der Logistik-Initiative Hamburg

(PresseBox) ( Hamburg, )
– Die Logistik ist eine tradierte Branche, die viel zu selten Innovationen hervorbringt und entscheidende Entwicklungen, wie die digitale Transformation, verschläft? Antithese: Die Logistik erfindet sich Tag für Tag neu, agiert hocheffizient und stellt sich agil auf sich verändernde Rahmenbedingungen ein. Die Logistik wird zusehends nachhaltiger und arbeitet längst intensiv an den Herausforderungen der Digitalisierung und Automatisierung. Logistik schafft Lösungen. Dies der einhellige Tenor der gleichnamigen gestrigen Jahreskonferenz der Logistik-Initiative Hamburg im Hotel Empire Riverside.

Das relativ generische 2017er Jahresthema der Logistik-Initiative Hamburg, "Logistik schafft Lösungen", umfasst vier Themenwelten: "Building-Solutions" befasst sich mit logistischen Knoten zur Ver- und Entsorgung von Metropolregionen, mit den zukünftigen Anforderungen an ihre bauliche und stadtverträgliche Einbindung. "IntraSolutions" zeigt aktuelle Trends der sich durch Industrie 4.0 im Umbruch befindlichen Intralogistik-Branche und beschreibt Chancen und Risiken für die Metropolregion Hamburg. "Smart Last Mile Solutions" thematisiert die Herausforderungen durch den stetig wachsenden E-Commerce - gleichermaßen an Dienstleister und Stadtentwicklung. "Start-Up-Solutions" bietet Hamburger Logistik-Start-Up Unternehmen eine Bühne, lässt aber auch etablierte Unternehmen, die innovative Geschäftsmodelle vorantreiben, zu Wort kommen.

Die hohe Bedeutung von Start-Ups wurde im ganzen Verlauf der Konferenz hervorgehoben. Auch durch Dr. Rolf Bösinger, Staatsrat und Logistik-Koordinator in der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation: "Der Hamburger Senat wird im 'Digital Hub Logistics' Start-Ups, etablierte Unternehmen sowie Wissenschaft und Forschung zusammenbringen, um gemeinsam neue Ansätze und Lösungen zu entwickeln." "In der Zusammenarbeit mit Start-Ups muss man die Gestalterrolle einnehmen, um nicht überrollt zu werden", sagte Peter Scherbel, Vorstand der Fiege Logistik Stiftung, in seiner Key-Note. Dirk Rahn, Geschäftsführer Operations bei Hermes Germany, stimmte dem ausdrücklich zu, bemerkte aber auch: "Start-Ups sind keine Bedrohung sondern eine Bereicherung für uns und unsere Kunden." Eindrucksvoll unterstrich Natalia Tomiyama diese These. In einem sehr lebhaften Vortrag stellte die Gründerin des jungen Unternehmens NÜWIEL ihren innovativen elektrobetriebenen Fahrradanhänger für die Paketbelieferung auf der letzten Meile vor.

Smarte Lösungen für die urbane Logistik bildeten einen weiteren Schwerpunkt der Veranstaltung. "In der Zukunft wird nicht entscheidend sein, ob der Kunde seine Ware innerhalb eines Tages oder innerhalb einer Stunde bekommen wird. Entscheidend wird sein, dass die Logistik Wunschtermin-Zustellungen garantieren kann", hatte Peter Scherbel bereits während seines Eröffnungsvortrags gesagt. "Doch wenn 2030 70% der Menschen in urbanen Räumen leben, muss die Stadtplanung schon heute die sich verändernde Logistik mitdenken", ergänzte André Wolters, Head of Logistics Development der SEGRO Germany. Dies betreffe gleichermaßen die Gestaltung von Logistikimmobilien, eine intelligente Intralogistik und die Infrastruktur für alternative Antriebe. "Auch Rohrpost-Systeme zur Belieferung neuer Quartiere sind keine Fantastereien", ergänzte Prof. Dr. Peer Witten, Vorstand der Logistik-Initiative Hamburg.

Die Jahreskonferenz bot ihren Teilnehmern ein überaus interaktives und kommunikatives Format mit spannenden Impulsvorträgen, vor allem aber mit viel Raum für Ideen, Anregungen und interessante Diskussionen. Als Paten für die vier Themenwelten agierten namhafte Hamburger Wissenschaftler: Prof. Dr. Heike Flämig, TUHH Technische Universität Hamburg für Building-Solutions. Prof. Dr. Rainer Bruns, Helmut-Schmidt-Universität für IntraSolutions. Prof. Dr. Jan Ninnemann, HSBA Hamburg School of Business Administration für Smart Last Mile Solutions. Prof. Dr. Hanno Friedrich, Kühne Logistics University –The KLU für Start-Up-Solutions. Auch die Vernetzung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft gelang auf der Jahreskonferenz "Logistik schafft Lösungen" vorbildlich. Und alle Teilnehmer bewiesen Lust, sich persönlich einzubringen. "Ich freue mich zu sehen, dass sich diese Jahreskonferenz unserer Logistik-Initiative offensichtlich sehr etabliert hat. Das lässt sich an dem Zuspruch deutlich ablesen", so Staatsrat Dr. Rolf Bösinger.
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