Ein neues Leben dank Mut, Fleiß und LKH

LKH übernimmt Vorbildfunktion für Integration

(PresseBox) ( Montabaur-Heiligenroth, )
Mit großem Engagement hat sich der junge Flüchtling Mohibullah Mohibi von einer Hilfskraft zum Mehrmaschinenbediener beim Kunststoffwerk LKH in Heiligenroth hochgearbeitet. Dank seiner Festanstellung könnte er jetzt die Erlaubnis zum Daueraufenthalt in Deutschland erhalten.

2015 zwang der Krieg Mohibullah Mohibi, sein Heimatland und seine Familie in Afghanistan zurückzulassen. Nach einer langen Flucht landete der damals 23-Jährige auf sich allein gestellt und ohne Deutschkenntnisse im Rhein-Lahn-Kreis. Über eine Zeitarbeitsfirma hat er eine Anstellung bei LKH erhalten und sich dank seines großen Engagements innerhalb kürzester Zeit zum Mehrmaschinenbediener mit unbefristetem Vertrag hochgearbeitet. Jetzt könnte er eine langfristige Aufenthaltsgenehmigung erhalten.

Lohn für Mut und Fleiß

Im Frühjahr 2016 stellte der junge Flüchtling einen Asylantrag und erfuhr ein Jahr später, dass er statt Aufenthaltsschutz nur „geduldet“ wird. Da der Status in Deutschland grundsätzlich mit einem Arbeitsverbot verbunden ist, erhalten Betroffene nur unter bestimmten Voraussetzungen eine Arbeitserlaubnis. Mohibullah Mohibi wendete sich hilfesuchend an die Diakonie Rhein-Lahn und findet seitdem Unterstützung bei Flüchtlings- und Migrationsberaterin Zarmina Ahmadi: „Viele Geflüchtete nehmen die Chance auf Arbeit nicht wahr, weil sie nicht daran glauben. Aber es gibt einen Weg – Mohibullah Mohibis Geschichte beweist das.“

Denn LKH machte ihm trotz der unsicheren Aufenthaltsperspektive Hoffnung: Im November 2017 begann er im Werk in Heiligenroth über die Zeitarbeitsfirma Schäfer als Maschinenbediener und wurde zum Jahresstart 2019 fest eingestellt. Bereits ein halbes Jahr nach seiner Übernahme hat er sich zum Mehrmaschinenbediener qualifiziert und im Januar 2021 einen entfristeten Arbeitsvertrag von LKH erhalten – trotz fehlender Erlaubnis zum Daueraufenthalt.

Als Mehrmaschinenbediener verantwortet Mohibullah Mohibi jeweils einen Fertigungsbereich, der wiederum 18 Produktionsanlagen umfasst. Er sorgt dafür, dass Arbeitsutensilien und Verpackungsmaterialien bereitstehen, fordert Rohware an und verbucht die produzierten Artikel über die Systeme. Daneben kontrolliert er regelmäßig die Produktqualität und trägt Verantwortung für die Maschinenbediener in seinem Bereich, von der Einweisung vor Schichtbeginn bis hin zu Artikelschulungen.

Hoffnung für die Zukunft

„Ich lerne jeden Tag dazu und begegne Menschen, die mir als Kollegen und Freunde zur Seite stehen“, sagt er. „Ich fühle mich in Deutschland wohl und bin sehr dankbar. Meine Hoffnung ist, hierbleiben zu dürfen.“ Zurzeit muss er alle drei Monate seine Aufenthaltserlaubnis aktualisieren, doch dank seines gesellschaftlichen Einsatzes in der evangelischen Flüchtlingshilfe und der unbefristeten Anstellung bei LKH wird die dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung realistischer.

„Für uns steht außer Frage, dass wir Mohibullah Mohibi auf seinem beruflichen wie auch persönlichen Weg unterstützen“, erklärt LKH Geschäftsführer Volker Hindermann. „Er ist ein sehr zuverlässiger, verantwortungsbewusster Mitarbeiter, der in seiner Tätigkeit als Mehrmaschinenbediener begeistert. Auch außerhalb der Arbeit zeigt er großes Engagement. Wir freuen uns daher sehr, einen leistungsstarken Mitarbeiter gewonnen zu haben.“

Soziale Verantwortung als Grundsatz

„Das Unternehmen hat Mohibullah Mohibi trotz seines unsicheren Aufenthaltsstatus großes Vertrauen geschenkt. Das ist alles andere als selbstverständlich“, unterstreicht Zarmina Ahmadi, die auch in Zukunft Geflüchtete in Richtung LKH vermitteln möchte. Denn das Unternehmen der Friedhelm Loh Group beweist, dass Lösungsfindung neben den eigenen Produkten auch die langfristigen Perspektiven für Mitarbeiter betrifft.

„Für LKH als Unternehmen der Friedhelm Loh Group haben Mitarbeiterförderung und soziales Engagement hohe Priorität“, betont Volker Hindermann, LKH Geschäftsführer. „Wir sind Familienunternehmen und wichtiger Arbeitgeber in der Region und wir tragen eine Verantwortung für die Menschen aus unserem Umfeld.“ Auch Schwesterunternehmen Rittal nimmt Flüchtlinge schon seit 2015 in die Ausbildung auf und veröffentlichte 2016 einen Ratgeber zum Thema Integration.
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